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US-Familienpolitik: Ein Präsident ohne Kinder? Undenkbar!

Kindergeld und bezahlte Elternzeit gibt es nicht, viele Mütter*stehen schon sechs Wochen nach der Geburt wieder am Arbeitsplatz.*Dennoch*liegt die Geburtenrate in den*USA höher als*in den meisten europäischen Staaten. Sind Amerikaner einfach mutiger als Europäer?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...772915,00.html
  1. #200

    Verlogen

    Zitat von HBRSS Beitrag anzeigen
    Ich bewundere diese Frauen immer. Selbst habe ich bewusst auf Nachwuchs verzichtet und bin glücklich damit. Mein Mann und ich reisen viel und tragen nicht zur weiteren Überfüllung des armen Planten bei. Wahrscheinlich könnte ich es auch nicht ertragen, wenn meine Kinder für Machtkämpfe missbraucht werden. Kein weiteres Kanonenfutter für die sog. Mächtigen.
    Ich könnte es leichter ertragen und fände es (auf eine brutale Weise) ehrlicher und aufrichtiger, wenn sich jemand hinstellt und bekennt, er verzichte deshalb auf Kinder, weil er sein Leben genießen und beruflich weiterkommen wolle, wobei ihn Kinder behindern. Wütend machen mich solche pseudomoralischen Welt- und Menschheitsbeglücker, die ihren eigenen Egoismus hinter vermeintlich hehren Zielen (bedauerlicherweise gibt es die Vermessenheit, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll, weiterhin, wenn auch jetzt scheinbar im positiven Gewand daherkommend) verbergen. Bei Ihnen klingt das zumindest unterschwellig an ("Mein Mann und ich resen viel"), wenn es auch unter dem ganzen verbalen Gutmenschenmüll erdrückt wird:

    * Nichtbeitragen zur weiteren Überfüllung des "armen Planeten" (da Sie aber andererseits viel reisen - ich vermute, nicht immer zu Fuß - , tragen Sie sinnigerweise doch auf eine andere Art und Weise doch dazu bei, das Wohlbefinden des "armen Planeten" zu beeinträchtigen)
    * Nicht ertragen können Sie, dass Kinder für Machtkämpfe (was soll das denn konkret überhaupt heißen?) und als Kanonenfutter missbraucht werden (als ob das in der Bundesrepublik tatsächlich und nicht erst seit der Aussetzung der Wehrpflicht eine Bedrohung für junge Menschen darstellte!)

    Sie betrachten Ihr bevölkerungspolitisches (und "politisch" ist diese an sich ja individuelle Entscheidung in jedem Falle) als vorbildlich "für die Welt" (darunter machen es die meisten Gutdeutschen ja nicht).
    Nur stellt sich heraus, dass dieser Ansatz sich, denkt man ihn konsequent zu Ende, selbst ad absurdum führt. Verhielten sich nämlich alle Menschen im Hinblick auf eine bestandserhaltende Reproduktion in dieser Weise "vorbildlich", führte dieses Verhalten zur "Endlösung" der humanitären Frage im Sinne einer Beendigung der (Human-)Belastung des Planeten. Dann jedoch könnten alle HEUTE EXISTIERENDEN Menschen ihre egoistischen Triebe ungehemmt ausleben, dabei guten Gewissens sein, da es ja keine Folgegenerationen mehr geben wird, deren Lebensgrundlage man zerstört. Und in dem Bewusstsein, dass sich der (vermeintlich "arme") Planet nach dem Ende der Menschheit ohnehin selbst regenerieren könnte und sicherlich auch wird.
    D.h. Ihr Verhalten und ihre gutmenschelnde Begründung schließen sich im Grunde genommen gegenseitig aus.
    Eine konsequente Haltung wäre es, Kinder zu haben und diese im Sinne einer (um den viel gebrauchten Begriff zu benutzen) nachhaltigen Lebensführung zu erziehen.
    Das wäre POSITIVE Ehrlichkeit, im Gegensatz zur NEGATIVEN Ehrlichkeit des bekennenden Egoismus.
  2. #201

    ualität vor Quantität

    In den USA gibt es mehr Kinder, aber werden diese auch gut betreut? Untersuchungen zufolge wird dort jedes zweite bis dritte Kind emotional vernachlässigt. Es sterben mehr Kinder an Vernachlässigung als an Misshandlungen. (http://www.agsp.de/html/n38.html)
    Meine persönlichen Erfahrungen bestätigen, dass Kinder in Deutschland keinen so hohen Stellenwert wie in USA haben, aber
    das könnte auch daran liegen, dass deutsche Eltern sich genauer überlegen, wie schwer die Vereinbarkeit von Beruf u. Familie sein kann u. was sie ihren Kindern u. sich selbst bieten wollen. Der amerikanische "Optimismus" fehlt.
  3. #202

    D und USA

    [QUOTE=shlomo-One;8420648 Nicht einmal in Gaza gibt es so einen Amerika - Hass wie in Deutschland.[/QUOTE]

    Hass trifft wohl auch bei einigen zu, bei den meisten dürfte die Haltung zu den USA eher Unwissenheit entstammen, weshalb man sich dann alter Klischees bedient.


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