Die spinnen, die Amerikaner.
Der Junge hat wahrscheinlich noch Glück gehabt, daß er nicht zu 10 Jahren Knast verurteilt wird.
Im US-Bundesstaat Colorado ist ein Erstklässler für drei Tage der Grundschule verwiesen worden. Man wirft dem Sechsjährigen sexuelle Belästigung vor - er hatte die Titelzeile eines bekannten Popsongs zitiert.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,831481,00.html
Die spinnen, die Amerikaner.
Der Junge hat wahrscheinlich noch Glück gehabt, daß er nicht zu 10 Jahren Knast verurteilt wird.
ist bewundernswert, geradezu nobelpreiswürdig. ;-)
Das "Land der Freien" treibt Blüten, die mit den eigenen Ansprüchen nicht in Übereinstimmung zu bringen sind.
Das betrifft die Legislative ebenso wie Judikative und Exekutive. Man hat hinreichende wissenschaftliche Kompetenz im Land und dennoch setzen sich sittlich/religiöse Wirrköpfe immer wieder durch.
Gleichzeitig kann man widerlichsten Umgang mit Waffen Sexualität und nicht zuletzt gegenüber anderen Menschen erfahren.
Auf der anderen Seite erlebt man Höflichkeit und Zuvorkommenheit in einem Maße, wie es für Deutschland wünschenswert ist...
Die Meldung, dass ein Kind (fast immer ein Junge) in den USA wegen sexueller Belästigung belangt wird, kommt ja immer wieder in den Medien.
Extra3 - Die Sendung mit dem Klaus: Raoul - YouTube
Werden die Schulverwaltungen und Schulen in den USA bisher nicht kontrolliert? Oder haben die Schulen Angst davor, von Eltern wegen sexueller Belästigung verklagt zu werden?
Ich will jetzt nicht annehmen, dass hinter der Kriminalisierung von Kindern Methode steckt, aber ausschließen kann man das leider nicht.
Kids-for-Cash-Skandal
Dass das Null-Toleranz-Gesetz überprüft werden soll ist zumindest ein Hoffnungsschimmer.
Sexuelle Annäherung bedeutet doch eigentlich, einen entsprechenden Hintergedanken zu haben. 6-jährige haben solche Gedanken noch nicht!
Was für eine paranoide Nation die USA doch geworden sind.
Scheint so als können Schulen in den USA tun was sie wollen. Seltsam dass man einerseits Meinungsfreiheit hochhält, das singen eines Liedes aber unter Strafe stellt. Amerikaner müssten eigentlich selber Sturm laufen aber tun sie bei faschistoiden Regelungen, die ihnen den Gebrauch von Schimpfwörtern im Fernsehen verbieten ja seltsamerweise auch nicht oder bei der Tabuisierung von Sexualität.
Was mich besonders wundert: Dieser absurde Quatsch soll wohl mit einer "Null-Toleranz-Politik" zu tun haben, "die der Bundesstaat nach dem Amoklauf an der Columbine High School im Jahr 1999 eingesetzt hatte".
Wie bitte? Wäre es da nicht geschickter, beispielsweise die archaische Verfügbarkeit von Waffen in diesem "Land der Freien" einzuschränken, anstatt durch solche lachhaften symbolischen Handlungen junge Menschen zu stigmatisieren und zu traumatisieren?
wer sich genauer informieren will, sollte mal die ABC-News dazu googeln. Demnach fand der Zwischenfall beim Schlangestehen in der Schulkantine statt und war von körperlichen Aktionen begleitet, außerdem soll der Junge schon vorher disziplinarische Probleme gehabt haben. Vielleicht ist die Zuspitzung bei SPON etwas einseitig.