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US-Bundesstaat Colorado: Sechsjähriger wird sexueller Belästigung beschuldigt

Im US-Bundesstaat Colorado ist ein Erstklässler für drei Tage der Grundschule verwiesen worden. Man wirft dem Sechsjährigen sexuelle Belästigung vor - er hatte die Titelzeile eines bekannten Popsongs zitiert.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,831481,00.html
  1. #30

    Was Hänschen nicht lernt ...

    Zitat von DerKritische Beitrag anzeigen
    Huhu, hallo. das sind unmündige Kinder, nicht
    mal Jugendliche. Ideologien sollten hier einfach
    besser woanders gepfegt werden, nicht im Kindergarten.
    Natürlich ist der kleine D'Avonte Meadows ein unmündiges, niedliches kleines Kerlchen und sieht noch dazu reizend aus. Aber Macho-Verhalten fängt tatsächlich schon im Kindergarten an. Heute ist der junge Mann sechs, in zehn Jahren sechzehn und irgendwann ist er sechzig. Aber sein übertriebenes (sexuelles) Selbstbewusstsein hat sich nicht geändert. Und dann wird er plötzlich in Handschellen abgeführt, weil er ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel belästigt haben soll ... Und die SPON-Foristen schreiben: "Widerlich".
    Da find ich es schon besser, dem jungen Mann frühzeitig Grenzen zu setzen.
  2. #31

    Unschuldig in jedem Fall

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, worauf Sie sich beziehen, und es geht mir auch nicht um "Betrachtungen", sondern um Fakten. In dem von mir zitierten Vor-Ort-Bericht der Journalistin Ashley Jennings (der auch von einem Video begleitet ist) erklärt die Mutter des Jungen, dass dieser dasselbe Mädchen eine Woche zuvor schon einmal in derselben Weise angemacht hatte. Vielleicht sollte man den Aufreger "sexual" mal beiseite lassen und sich fragen, ob hier nicht ein aggressives Macho-Verhalten vorliegt, wie man es durchaus schon bei noch jüngeren "Männern" findet. Die Vermutung, dass Sechsjährige automatisch "unschuldig" seien, erscheint mir etwas blauäugig.
    Kinder sind zwar nie "asexuell" - ein Interesse an Körperlichem fängt ganz früh an und ist NORMAL. Kinder gehen damit offener und direkter um, weil sie noch nicht alle Verhaltensregeln gelernt haben. Ein Sechsjähriger ist in diesem Sinne natürlich unschuldig, denn er ist noch nicht in der Lage, die Folge seines Handelns vollends zu überblicken und zu wissen, was in seinem Umfeld als ,angemessen´ gilt und was nicht. Bei einem so kleinen Jungen von Macho-Verhalten zu sprechen, ist daher unangebracht. Wenn der Junge sich wirklich so verhalten hat, wie Sie darstellen, dann muss wohl zuerst nach dem familiären Hintergrund gefragt werden. Nicht das Kind, sondern - wenn überhaupt - die Eltern sollten in den Fokus. Und in diesem Rahmen wäre wohl kaum ein Schulverweis angebracht gewesen, der das Kind kriminalisiert, als vielmehr ein vertrautes Gespräch zwischen Schulleitung und Eltern. Ich möchte aber deutlich betonen, dass mir die ganze Aufregung wegen so einer Lappalie völlig unverständlich bleibt.
  3. #32

    Sie betätigen sich als Satirenschreiber, nicht?

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Aber Macho-Verhalten fängt tatsächlich schon im Kindergarten an.
    Mindestens. Vermutlich schon in utero.

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Heute ist der junge Mann sechs, in zehn Jahren sechzehn und irgendwann ist er sechzig. Aber sein übertriebenes (sexuelles) Selbstbewusstsein hat sich nicht geändert. Und dann wird er plötzlich in Handschellen abgeführt, .....
    Wenn er 16 ist, entdeckt er die Musik Frank Zappas! Dann wird's erst lustig :-))
  4. #33

    Sie verkennen eins,

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Natürlich ist der kleine D'Avonte Meadows ein unmündiges, niedliches kleines Kerlchen und sieht noch dazu reizend aus. Aber Macho-Verhalten fängt tatsächlich schon im Kindergarten an. Heute ist der junge Mann sechs, in zehn Jahren sechzehn und irgendwann ist er sechzig. Aber sein übertriebenes (sexuelles) Selbstbewusstsein hat sich nicht geändert. Und dann wird er plötzlich in Handschellen abgeführt, weil er ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel belästigt haben soll ... Und die SPON-Foristen schreiben: "Widerlich".
    Da find ich es schon besser, dem jungen Mann frühzeitig Grenzen zu setzen.
    nämlich dass mit der Methode, die Sie offenbar favorisieren, garantiert irgendwann das dabei herauskommt, was sie unbedingt verhindern wollen: ein Sexualstraftäter. Wie kann man nur dafür sein, einen Sechsjährigen öffentlich zu kriminalisieren - und das wird er auch durch einen Schulverweis, denn ihm wird nicht verborgen bleiben, dass alle über den Fall reden, seine Mitschüler und deren Eltern, und dass er aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wird. Anstatt nach den wirklichen Ursachen für sein (vielleicht!) auffälliges Verhalten zu forschen, bestraft man ihn, stellt ihn bloß und bestärkt ihn in dem Glauben, mit ihm stimme etwas nicht. Man klebt also bereits einem Sechsjährigen das Etikett "Sexualstraftäter" auf - und erwartet dann, dass man damit Schlimmeres verhindert. Ehrlich, diese Logik erschließt sich mir nicht.
  5. #34

    Einverstanden

    Zitat von Tacitus73 Beitrag anzeigen
    Kinder sind zwar nie "asexuell" - ein Interesse an Körperlichem fängt ganz früh an und ist NORMAL. Kinder gehen damit offener und direkter um, weil sie noch nicht alle Verhaltensregeln gelernt haben. Ein Sechsjähriger ist in diesem Sinne natürlich unschuldig, denn er ist noch nicht in der Lage, die Folge seines Handelns vollends zu überblicken und zu wissen, was in seinem Umfeld als ,angemessen´ gilt und was nicht. Bei einem so kleinen Jungen von Macho-Verhalten zu sprechen, ist daher unangebracht. Wenn der Junge sich wirklich so verhalten hat, wie Sie darstellen, dann muss wohl zuerst nach dem familiären Hintergrund gefragt werden. Nicht das Kind, sondern - wenn überhaupt - die Eltern sollten in den Fokus. Und in diesem Rahmen wäre wohl kaum ein Schulverweis angebracht gewesen, der das Kind kriminalisiert, als vielmehr ein vertrautes Gespräch zwischen Schulleitung und Eltern. Ich möchte aber deutlich betonen, dass mir die ganze Aufregung wegen so einer Lappalie völlig unverständlich bleibt.
    Die Aufregung über diese Lappalie IST übertrieben. Nur muss man dabei beachten, dass nicht die Schulbehörden oder die Lehrer einen Skandal aus der Sache gemacht haben, sondern die Mutter des Kindes, die amerikanischen Medien und letztlich auch SPON.
    Ob gerade diese spezielle erzieherische Maßnahme der Schule gerechtfertigt war, ist schwer zu beurteilen, weil die Behörden - zum Schutz der Betroffenen - keine Einzelheiten herausrücken.
    Dass der kleine Junge jetzt aber weltweit als potenzieller Sexualstraftäter begutachtet wird, hat er denen zu verdanken, die nicht akzeptieren wollen, dass er vielleicht professionelle pädagogische Zuwendung braucht, sondern lieber die Schule mit Spott und Beschimpfungen überziehen.
  6. #35

    Typisch Amerika!

    So etwas als sexuelle Belaestigung zu bezeichnen, kann auch wirklich nur den konservativsten Konservativen einfallen.....Diese Zeile stammt nicht nur aus einem Lied, sie laeuft auch taeglich(!!!!) in der Fernseh-Werbung in den USA - fuer den M&M Werbespot zum Superbowl. Bei einer Veranstaltung, die nicht nur Erwachsene anschauen, sondern auch deren Kinder. Wundert mich nicht, dass Kinder diesen Text kopieren - fernsehen ist hier schliesslich essentiell, egal wie alt. Und die Werbeagentur, die diesen Spot kreiert hat, wird dafuer ja auch nicht suspendiert!
  7. #36

    Ohje...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im US-Bundesstaat Colorado ist ein Erstklässler für drei Tage der Grundschule verwiesen worden. Man wirft dem Sechsjährigen sexuelle Belästigung vor - er hatte die Titelzeile eines bekannten Popsongs zitiert.

    Sexy and I Know It: Sechsjähriger sexueller Belästigung beschuldigt - SPIEGEL ONLINE
    ...dann müßten aber sämtliche Ami-Hardcore-Rapper wegen ihrer verschweinten und sexuell anzüglichen Texte hunderte von Jahren im Knast verbringen...
  8. #37

    weil sie an nichts anderes mehr denken! Wie die Kirche, die sich Abstinenz verordnet und ständig unter den Bäuchen zu tun hat.
  9. #38

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Sie scheinen die Menschen und die Gesetze in den USA nicht zu kennen.
    Unkenntnis ist immer noch besser als Vorurteile und ideologische Scheuklappen.

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Kleine Mädchen (schon "Babys") dürfen in vielen Staaten nicht ohne Oberteil baden, wenn doch, ist die Polizei zu Stelle.
    Ich will gar nicht ausschließen, daß es irgendein gottverlassenes Nest im Bible Belt gibt, wo sowas tatsächlich vorgekommen ist. Aber "viele" oder auch "Staaten" ist schlichtweg Unsinn, ich wette Sie können nicht einen einzigen nennen.

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Der überwiegende Teil der Bürger der USA ist prüde, frömmelnd (bigott), und produziert daher die meisten Pornos auf der Welt....
    Die USA sind ein Land der Extreme. Sie haben Staaten mit Homo-Ehe (die wir im ach-so-aufgeklärten Deutschland noch immer nicht vollständig hinbekommen), sie haben Staaten, die lange vor der französischen Revolution die Todesstrafe untersagt haben. Und sie haben jene Staaten, Counties und Kuhdörfer (nur hundertmal einsamer als deutsche Kuhdörfer), die Ihrem antiamerikanischen Weltbild entsprechen.

    Die Leute, die die Pornos produzieren, sind auch nicht mit den ländlichen Frömmlern identisch. Ihre Aussage ist daher nicht nur unzulässig verallgemeinernd, sondern schlichtweg unsinnig.
  10. #39

    Songs ab 18...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im US-Bundesstaat Colorado ist ein Erstklässler für drei Tage der Grundschule verwiesen worden. Man wirft dem Sechsjährigen sexuelle Belästigung vor - er hatte die Titelzeile eines bekannten Popsongs zitiert.

    Sexy and I Know It: Sechsjähriger sexueller Belästigung beschuldigt - SPIEGEL ONLINE
    Die USA sollten bestimmte Songs als nicht jugendfrei deklarieren, damit Kinder solche nicht singen.








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