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US-Buchhandel: Verkauf von E-Books verdoppelt sich

DPADer Wandel der Lesegewohnheiten schreitet mit rasant voran. Zumindest in den USA. Der Verkauf von E-Books ist dort im vergangenen Jahr um mehr als das Doppelte gestiegen. In Deutschland hingegen setzen sich elektronische Bücher langsamer durch als erwartet.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...845255,00.html
  1. #1

    Woran liegt es wohl...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Wandel der Lesegewohnheiten schreitet mit rasant voran. Zumindest in den USA. Der Verkauf von E-Books ist dort im vergangenen Jahr um mehr als das Doppelte gestiegen. In Deutschland hingegen setzen sich elektronische Bücher langsamer durch als erwartet.

    Verkauf von E-Books in den USA explodiert - SPIEGEL ONLINE
    ...dass die Amerikaner E-Books verschlingen, während hier kein Interesse besteht? An den Geräten kann es nicht liegen, die sind reichlich und günstig zu bekommen.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich für eine gedruckte Ausgabe lediglich zwei oder drei Euro mehr bezahle und deshalb diese bevorzuge? Weil ich sie verleihen oder später noch gebraucht verkaufen kann?
  2. #2

    Buchpreisbindung

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...dass die Amerikaner E-Books verschlingen, während hier kein Interesse besteht? An den Geräten kann es nicht liegen, die sind reichlich und günstig zu bekommen.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich für eine gedruckte Ausgabe lediglich zwei oder drei Euro mehr bezahle und deshalb diese bevorzuge? Weil ich sie verleihen oder später noch gebraucht verkaufen kann?
    Da ich jeden Tag gut 2 Std. im Zug sitze, lese ich sehr viel. Ich wäre schon längst auf E-Books umgestiegen, aber ihre genannten Nachteile sind genau der Grund, warum ich es nicht mache.

    So lange die Buchpreisbindung auch für E-Books gilt, wird das nix in DE...
  3. #3

    Wunschdenken

    Ich hab nie erwartet dass sich E-Books in Dtl so rasch durchsetzen wie in USA oder UK. Doch aufzuhalten ist diese Entwicklung nicht mehr. Und die Buchpreisbindung steht dem nicht im Wege. Es sind Verlagsbücher, die im E-Book Format nur ca. 10 % weniger kosten als in der jeweilihgen Printvariante. Aber es gibt genug gute E-Books die für 99 Cent, 2,99 oder 3,60 Euro zu haben sind. Lektorierte Bücher, gut formatierte Bücher aber vor allem gut geschriebene Bücher. An den Buchpreisen festmachen zu wollen, sich keine E-Books bzw einen eReader zuzulegen, ist m.M. n. recht lächerlich, bzw zeugt von unkenntnis der tastsächlichen Verhältnisse.
  4. #4

    Kein Angebot - Kein Umsatz

    Ich finde die prognostizierten 1,2% schon erstaunlich viel wenn man bedenkt, wie schlecht das Angebot ist.
  5. #5

    ebook umgeht

    Dies soll nicht als Werbung verstanden werden, aber da das mir vorliegende ebook "Golden Biker" auf Grund seines politisch unkorrekten Inhalts von allen deutschen Verlagen abgelehnt wurde, war eine ebook Version in Deutsch und English die einzige Alternative
  6. #6

    Paperback

    Ein Paperback kann ich, wenn mir der Inhalt nicht paßt oder sonst was mir über die Leber läuft, mehrmals an die Wand werfen; das e-book nur einmal!
  7. #7

    Zitat von spon-facebook-10000248785 Beitrag anzeigen
    Ich hab nie erwartet dass sich E-Books in Dtl so rasch durchsetzen wie in USA oder UK. Doch aufzuhalten ist diese Entwicklung nicht mehr. Und die Buchpreisbindung steht dem nicht im Wege. Es sind Verlagsbücher, die im E-Book Format nur ca. 10 % weniger kosten als in der jeweilihgen Printvariante. Aber es gibt genug gute E-Books die für 99 Cent, 2,99 oder 3,60 Euro zu haben sind. Lektorierte Bücher, gut formatierte Bücher aber vor allem gut geschriebene Bücher. An den Buchpreisen festmachen zu wollen, sich keine E-Books bzw einen eReader zuzulegen, ist m.M. n. recht lächerlich, bzw zeugt von unkenntnis der tastsächlichen Verhältnisse.
    Entschuldigung, aber ich bin nicht irgendwer, also lese ich auch nicht irgendwas. Natürlich habe ich ein e-book. Alleine für die kostenlosen Klassiker lohnt sich das schon. Aber Neuerscheinungen hole ich mir aus preislichen Gründen ganz klar als Printversion. Da habe ich mehr von.
    Ich habe ja mal beim führenden E-Book-Dealer nachgefragt, warum man das nicht so regeln kann, wie kleine Musiklabels das schon lange machen: Man kauft die phyische LP/CD und bekommt gleichzeitig einen Downloadlink. Oder meinetwegen auch für einen Taler mehr. Wäre großartig. Buch fürs Regal. E-Book für die Reise.

    Fanden sie interessant. Wollen sie mal drüber nachdenken.

    Glaube ich aber irgendwie nicht dran.
  8. #8

    Demokratisierung des Literaturbetriebs

    Endlich steht Autoren, die bei eablierten Verlagen keine Chance zur Veröffentlichung haben, nichts mehr im Weg. Der Erfolg eines eBooks sagt dann zwar immer noch nichts über die Qualität aus, aber immerhin steht jetzt kein Lektor mehr zwischen Autor und Leser, sondern nur noch das Marketing.
    Und wer das Experiment nicht scheut - unter den Indie-Autoren gibt es jede Menge Perlen zum kleineren Preis als die der Verlagsausgaben, z. B. "Nur in meinem Kopf" von Théo alias Hugluhuglu http://www.amazon.de/Nur-in-meinem-Kopf-ebook/dp/B006IGSPHU/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1342712431&sr=1-8
  9. #9

    Es stimmt zwar, dass eBooks in der Herstellung nur unwesentlich günstiger sind als gedruckte Bücher. Trotzdem werden sie bei Amazon.com oft zum halben Preis oder weniger angeboten. Nur vereinzelt gibt es welche die sogar mehr kosteten (zum Beispiel Fachbücher).
    Leidtragend ist hier leider der Autor, der wegen niedriger angesetztem Verkaufspreis auch weniger Tantiemen erhält.


    Ich mag ein Einzelfall sein, aber, obwohl eifriger Leser, bin ich seit Kindle & Co fast vollständig aus der deutschen Statistik gefallen. Seit September 2010 habe ich genau 48 Bücher gekauft. Davon zwei gedruckte Bildbände, ein deutsches eBook und 45 englischsprachige aus USA. Nicht gerechnet die kostenlosen Klassiker.

    Auf gedruckte Schrift verzichte ich gerne. Und, da meine Lieblingsautoren ohnehin englisch schreiben, bestelle ich eben dort wo es am günstigsten ist.








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