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Urteil zur US-Gesundheitsreform: Obamas Gegner wollen die Massen mobilisieren

AFPDas höchste US-Gericht hat entschieden: Die umstrittene Gesundheitsreform ist rechtens. Das kommt Millionen Amerikanern zugute - und kurzfristig dem Präsidenten. Doch der Triumph wird nicht lange währen, er könnte Barack Obama sogar die Wiederwahl kosten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...841622,00.html
  1. #1

    Ich kann sie schon förmlich vor mir sehen, die Demonstranten m Washington Monument und ihre Banner "Wir wollen keine Krankenversicherung!" und Mitt Romney wie er vorne am Podium steht und seine Rede hält

    "I have a dream! A dream where every sick or injured american buys an NRA approved semi-automatic and blows his head off rather than getting a expensive doctor's appointment! You've bled with Wallace. Now bleed with me!"
  2. #2

    Stimmt die Rechnung?

    Sie merken an, dass 160 mio Amerikaner keine Krankenversicherung haben und 250 Millionen nun weniger zahlen muessen....diese beiden Zahlen addiert ueberschreiten die 310 mio Einwohner der USA.....oder seh ich das falsch?
  3. #3

    Die Entscheidung war richtig und wichtig auf dem Weg zur echten Demokratie.

    "Es ist ein moralisches Prinzip", formulierte selbst der konservative Kolumnist Andrew Sullivan den Kern des Obama-Traums von einer Krankenversicherung für alle, den das Oberste US-Bundesgericht jetzt erfüllt hat.
    Leider scheint es bei den Republikanern diese Moral nicht zu geben.

    Wer bei einer für uns selbstverständlichen Krankenversicherung von Sozialismus spricht und in Kauf nimmt, dass 30 Millionen Amerikaner keine Krankenversicherung haben, weil sie rausgepflogen sind oder sich eine solche Versicherung nicht leisten können, der hat die Welt immer noch nicht verstanden.

    Eine Nation, wo nur das Gesetz des Stärkeren gilt und jeder Knallkopf eine Waffe haben darf, wundert mich gar nichts mehr.
    Die Amerikaner, die mal gerade 4% der Weltbevölkerun ausmachen, glauben immer noch, dass sie das freiheitlichste Land auf Erden sind und merken gar nicht, dass sie sich immer schneller an den Abgrund bewegen.

    Bei der Präsidentenwahl von Busch hatten die Republikaner kein Problem mit der Entscheidung des höchsten amerikanischen Verfassungsgerichts, als Busch letztendlich nicht durch das Volk sondern mit einer Stimme Mehrheit des Gerichts gewählt wurde. Vielleicht sollten sie deshalb auch diese Entscheidung jetzt respektieren, wenn ihnen mit der Demokratie ernst ist?
  4. #4

    Zitat von hbommy Beitrag anzeigen
    Leider scheint es bei den Republikanern diese Moral nicht zu geben.
    So ist es. Was für ein asoziales Pack sind diese Republikaner, ich werde es nie begreifen können. Das Gegenteil von Mensch.
  5. #5

    gar nicht gut...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das höchste US-Gericht hat entschieden: Die umstrittene Gesundheitsreform ist rechtens. Das kommt Millionen Amerikanern zugute - und kurzfristig dem Präsidenten. Doch der Triumph wird nicht lange währen, er könnte Barack Obama sogar die Wiederwahl kosten.

    Supreme-Court-Urteil zur Gesundheitsreform in USA pusht Obamas Gegner - SPIEGEL ONLINE
    ....wenn man das was über die Rep´s und Ihre Kampftruppen von
    der Tea Party so liest, kann einen schon Angst und Bange werden.

    Wenn die an die Macht kommen und Ihre Fantastereien 1 zu 1
    umzusetzen beginnen, dann fahren die Ihre Titanic USA vermutlich
    binnen eines Jahres gegen den Eisberg.

    Mutti sollte sich dann mal lieber Gedanken machen, wie sie genügend
    Abstand gewinnt um mit der MS Deutschland dem Strudel zu entkommen.



    P.S.
    Liebe Kontrolleure, ich weiß dass ich mich sehr bildlich und auch etwas
    zynisch ausdrücke, aber einen Grund den Kommentar nicht durch zu
    lassen kann ich nicht erkennen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das höchste US-Gericht hat entschieden: Die umstrittene Gesundheitsreform ist rechtens. Das kommt Millionen Amerikanern zugute - und kurzfristig dem Präsidenten. Doch der Triumph wird nicht lange währen, er könnte Barack Obama sogar die Wiederwahl kosten.

    Supreme-Court-Urteil zur Gesundheitsreform in USA pusht Obamas Gegner - SPIEGEL ONLINE
    Bei der Frage der Krankenversicherung geht es den Kritikern doch in erster Linie gar nicht darum zu verhindern, Menschen für den Krankheitsfall abzusichern.

    Vielmehr geht es um den Dualismus zwischen Eigenverantwortung jeder Person, eben auch für Gesundheitsfragen, und die Neigung des Staates, sich in eben solche privaten Angelegenheiten zu mischen, dem von vornherein ein Riegel vorgeschoben sein muß. Die Abwehr staatlicher Maßnahmen ist, geradezu als Selbstzweck, Fundament der allgemeinen US-Befindlichkeit.

    Und dann geht es natürlich um die Kosten, denn "wer soll das bezahlen...". Bei der Vergesellschaftung solcher Fragen wie Krankenversicherung kommt geradezu zwangsläufig der Vorwurf des "Kommunismus" auf, auf den nun einmal viele US-Amerikaner bar näherer Kenntnis wie der Stier auf ein rotes Tuch reagieren. Daher ist es in der Tat sehr wohl möglich, daß es Obama die Wiederwahl kostet.
  7. #7

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    Bei der Frage der Krankenversicherung geht es den Kritikern doch in erster Linie gar nicht darum zu verhindern, Menschen für den Krankheitsfall abzusichern.

    Vielmehr geht es um den Dualismus zwischen Eigenverantwortung jeder Person, eben auch für Gesundheitsfragen, und die Neigung des Staates, sich.....
    Bei der Vergesellschaftung kann manaber genauso die Steuern, Abgaben, Gebühren und andere Sachen sehen, die der Staat erhebt. Bei hunderten Dingen die vom Staat vorgeschrieben werden, ist ausgerechnet die Krankenversicherung, die das Fass zum überlaufen bringt.
    Ich kenne die Funktionweise der Krankenversicherungen in den USA nicht, aber was genau ändert sich für die Menschen, die jetzt schon Krankenversichert sind.
  8. #8

    Da viele Amerikaner in den letzten Jahren eine Job verloren haben oder darum bangen mußten, dürfte Ihnen durchaus klar geworden sein, wie wichtig eine solche Krankenversicherung sein kann. Denn bisher ist es in den USA in der Regel so dass die Versicherung am Job hängt - also kein Job -> keine Versicherung -> keine Versicherung -> keine Behandlung.

    Insofern hoffe ich doch sehr, dass zumindest einigen klar geworden ist, dass diese Gesetztz nichts mit Kommunismus zu tun hat.
    Wobei man leider in einem Land, das G.W. Bush (zwar nicht regulär) gewählt hat und ihn dann auch nach nach 4 Jahren unterirdischer Leistung wiedergewählt hat mit allem rechnenn muß......
  9. #9

    Zitat von vitalik Beitrag anzeigen
    Bei der Vergesellschaftung kann manaber genauso die Steuern, Abgaben, Gebühren und andere Sachen sehen, die der Staat erhebt.
    Richtig! Theoretisch könnte man auch in Deutschland so manche Steuer und Abgabe kritisch hinterfragen. Müssen wir wirklich noch die kaiserliche Kriegsmarine unterstützen? Und grottenschlechte Soaps aus de facto Steuergeldern finanzieren?

    Da kann man immer sagen "Bei all den Sachen muss man doch nicht hier ansetzen". Je mehr Geld man dem Bürger aus der Tasche zieht, umso weniger darf er sich wehren?


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