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Urteil zur Mediziner-Zulassung: Lange Studiums-Wartezeit verletzt Grundrechte
Das Urteil ist ein Schock für*viele deutsche Unis: Ein Verwaltungsgericht hat entschieden, dass mehr als sechs Jahre Wartezeit für einen Medizinstudienplatz unzumutbar sind. Wer so lange vertröstet wird hat demnach ein Anrecht auf das Arztstudium -*trotz mittelmäßiger Abiturnote.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...789132,00.html
- #20 29.09.2011 21:48 von
Ich versteh's nicht:
Warten verletzt die Grundrechte?
Aber interessanterweise nur die von Möchtegern-Medizinern.
Okay, die anderen sind offenbar nicht auf die Idee gekommen zu klagen.
Aber allein diese Tatsache zeigt schon ne ganze Menge: Die seltsame Anspruchshaltung dieses Berufsstandes ist also bereits beim Noch-nicht-ganz-Nachwuchs ausgebildet.
Da wundert mich nun nichts mehr... - #21 29.09.2011 21:52 von
Schnapsidee
- #22 29.09.2011 22:00 von
UK oder USA....
....taugen hier in der Tat als Vorbild, sehe ich ganz genauso. Motivationsschreiben und Interview habe ich schon mehrfach fakultätsintern und auf 'politischer Ebene' extern in einem Konzept eingebracht, zusätzlich sieht dieses eine Art Freiwilligendienst (der nicht nur 3 Monate wie das Pflegepraktikum sondern 12 bis 24 Monate geht) vor. Das ist aber ein Kampf gegen die Windmühlen des Ärztestandes.
Ein Hinweis, dass ein innovatives Vorgehen bei der Zulassung erfolgreich sein könnte, ist der Erfolg von Witten/Herdecke. Trotz aller Querelen dort sind mir aus deren Reihen schon unglaublich viele engagierte, unprätentiöse Absolventen, gerade auch im wissenschaftlichen Bereich, begegnet, die eben keinen 1A-Lebenslauf (mit Einserabi, Akademikereltern usw.) im Rücken hatten........interessiert viele der Granden aber nicht, stattdessen wird die Qualität der Wittener Ausbildung angezweifelt. Es könnte sich sonst ja rumsprechen, dass es auch anders geht. - #23 29.09.2011 22:07 von
Was soll das?
Was ist mit den Schülern, die sich ihre Abi Note hart erarbeitet haben? Nehmen wir an, ein Schüler schafft es eine 1,8 als Schnitt zu erreichen. Er wird abgelehnt, weil jemand anders mit einer 3,0 lange genug darauf gewartet hat.
So darf unser 1,8-Schnitt-Schüler dann eben auch 8 Semester warten, dann wird auch er genommen.
Es kann ja sein, dass die Aussage einer Abinote nicht alles über eine "Studienfähigkeit" aussagt, ein gutes Indiz ist sie gerade in Zeiten des Zentralabiturs allemal. Warum so oft alles komplizierter machen? Es ist eine klare und einfache Regel, die für jeden gilt. Das ist von Beginn an bekannt und für jeden gleich.
Mal ehrlich, wenn jemand im Abi eine 3,0 erreicht, dann hat diese Person in der Regel mächtig was falsch gemacht. Und diese ganzen Ausnahmen, die wir uns in der Gesetzgebung schon leisten, schaffen unterm Strich mehr Ungerechtigkeit als sie vermeiden. Wer außer Steuerberatern findet denn Gesetzeslücken? Und wer leistet sich einen Steuerberater, die eher Armen der Gesellschaft. Keep it simple! Wer den Schnitt nicht bringt, der wird nicht zugelassen.
"Mehr als zwölf Semester warten - damit ist die Grenze des Zumutbaren überschritten" - wer mutet das denn dem Bewerber zu? Doch wohl er sich selbst. Er soll einfach in einem anderen Job sein Glück versuchen. Die genannte Chance hatte er schon gehabt - im Abitur. - #24 29.09.2011 22:21 von
Ich verstehe auch nicht, warum man Gefahrguttransportfahrer an einen Führerscheintitel binden. Es sollte doch jeder das Recht haben ohne jegliche Ausbildung alles machen zu dürfen, so wird niemand seiner Chance beraubt.
Dürfte ich dann bei Ihnen Zahnarzt sein? Falls ich dann versehentlich das Zahnfleisch entferne, dann können Sie sich ja noch immer einen neuen Zahnarzt suchen. - #25 29.09.2011 22:24 von
Die
hohe Vergütung, fast ohne Leistungsbezug im Arztberuf macht ihn nunmal sehr interessant. Es gibt keinen schlecht verdienenden Arzt. Da es in den anderen Berufen durch die Konkurenz immer weniger gibt, diese bei Ärzten aber nunmal eben nicht (Niederlassungsregelungen) existiert, wundert die Bewerberzahl doch nicht.
Da könnte also auch der Ansatz zur Studienplatznot liegen. - #26 29.09.2011 22:24 von
- #27 29.09.2011 22:25 von
dem ist wenig hinzuzufügen
wer 6 Jahre auf eine Zulassung zum Medizinstudium wartet, dem muss es schon relativ wichtig sein wenn er in Kauf nimmt so viel Zeit und damit Geld zu verlieren. Bessere und motiviertere Studenten kann man sich doch kaum vorstellen.
Wenn man sich die Abiturfächer so ansieht fragt man sich schon was diese für eine Aussagekraft für ein Medizinstudium haben.
Und bei einigen Medizinern mus sman sich doch schon beinahe fragen, warum das nicht ein Handwerksberuf ist .. wie z.B. Zahnmedizin oder die kosmetische/ plastische Chirurgie - #28 29.09.2011 22:38 von
- #29 29.09.2011 22:54 von
.
Deutschland bildet auch heute schon viel weniger Ärzte aus, als benötigt werden. Die Nachfrage hat ziemlich wenig Einfluss auf das Angebot an Studienplätzen, entscheidend sind hier vor allem die entstehenden Kosten.
Dass das bei tendenziell sehr guten Steuerzahler nur von 12 bis Mittag gedacht ist, mag zwar sein, aber momentan hält man sich noch mit massiven Zuzügen, in erster Linie aus Osteuropa über dem Wasser.
Das wichtigste ist wohl vor allem, dass diese Zahl der Zuzügler deutlich größer ist, als die Anzahl hier ausgebildeter Mediziner, die ihr Glück in Ländern mit wesentlich besseren Arbeitsbedingungen wie der Schweiz oder UK versuchen.
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