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Urteil zum Skandalspiel von Düsseldorf: Wem gehört der Fußball?

DPADas Skandalspiel von Düsseldorf erregt noch immer die Gemüter, Berlin will das Urteil des DFB nicht akzeptieren. Nur vordergründig geht es darum, ob Fortuna oder Hertha in der 1. Liga spielen dürfen. Tatsächlich findet ein Kampf statt zwischen Fans und Funktionären - um die Hoheit in den Stadien.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...834453,00.html
  1. #50

    Früher wars nicht immer besser, aber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist auch ein verzweifelter Versuch, den Fußball wieder zu einem Teil einer Fankultur zu machen, wie er es in den achtziger Jahren war. Ungebändigt, hedonistisch, männlich.

    DFB-Urteil zur Relegation zwischen Hertha BSC und Düsseldorf - SPIEGEL ONLINE
    Falls der Autor tatsächlich die achtziger Jahre erlebt hat:
    Frauenfußball gab es tatsächlich nicht/kaum, aber damals wurde noch Fußball GESPIELT. Heute stehen im Jugendfußball verhinderte Papas am Rand und brüllen um die Wette selbst ihre Kleinsten nach vorne. Hoffentlich hält es so wenigstens begabte junge Menschen vom Fußball ab.
    Vereinsfußball auf hohem Niveau ist schon lange kein SPIEL mehr und in Würde verlieren scheint wohl ebenfalls selten zu werden.
    Ansonsten: Berlin kann alles - außer verlieren und fliegen.
  2. #51

    Nicht

    Zitat von mumienschubser Beitrag anzeigen
    Es ist komisch, immer wenn ich vom DFB den Begriff "Tatsachenentscheidung" höre muss ich an den ehemaligen MP von Baden-Würtemberg Hans Filbinger denken, denn der verfuhr genau soim Hinblick auf seine Verstrickung in skandalöse Nazi-Urteile: "Was damals Recht war, kann heute kein Unrecht sein"....genau das ist die Kernaussage der "Tatsachenentscheidung" denn selbst wenn diese "Tatsachenentscheidung" im Nachinein nachweisbar falsch war wird auf ihr beharrt. Unrecht wird zementiert um die "Richter" vor den Folgen ihrer falschen Handlungen zu schützen, auf der Strecke bleiben der Sport und das Fair Play.

    Mit Gerechtigkeit hat das alles nichts zu tun eher mit dem bornierten, typischen Funktionärsverhalten alter Männer die selbst nie Spitzenfußballer waren.
    ...alter Männer, alter Juristen deren Urteile keiner versteht, deren Begründungen lachhaft sind, die der Realität längst entwichen sind.
  3. #52

    Haha, sehr treffend!!

    Zitat von Buschi Beitrag anzeigen
    Präambel: Ich bin kein Ultra. Zudem brauche ich keine Pyro im Stadion.

    Die Frage ist, was will der gemeine Fussball-Fan, was will der DFB / die DFL?

    Meine Einschätzung (und auch nur meine) wäre:
    Man wünscht sich das Familienfest. Ohne Gewalt, ohne Zwischenfälle aber mit großem Trara... Mit Fangesängen, Choreos, etc...
    Man wünscht sich den gläsernen Fan, der brav sein Bier überteuert im Stadion kauft aber sich keinesfalls betrinkt.
    Er soll auch Emotionen zeigen aber keinesfalls Schimpfwörter benutzen.
    Er darf keinen Hass auf andere Mannschaften, nein, es geht ausschließlich um das Miteinander.
    Zudem sollte er niemals Pyro anfassen, niemals!

    Dazu sage ich:
    SAGT MAL, HABT IHR NOCH ALLE LATTEN AM ZAUN???
    (okay, ich hab mich wieder beruhigt ;) )
    Schöner Artikel,danke! Ich denke da läuft momentan wirklich ein Machtspiel, ausgelöst durch den abgebrochenen Pyro-Dialog. Ich halte das Ansinnen der Ultras, unter bestimmten klar geregelten Bedingungen Feuerwerk zu machen, für absolut legitim und vertretbar. An Silvester schmeißt auch jeder betrunkene Depp mit Feuerwerk um sich, und das toleriert der Gesetzgeber ja auch.

    Jetzt zeigen die Ultras nach dem abgebrochenen Dialog: Wir können auch anders: Pyros unkontrolliert und in Massen. Und die Vereine kontern: Wir auch: Kontrollen wie am Flughafen und nur noch Sitzplätze.

    Leute, denkt doch mal an die frühen 80er, da waren die Stadien häufig nicht mal halbvoll, und es gab wirklich andauernd Randale, bei der ernsthaft Leute verletzt wurden. Ohne konstruktiven Dialog kommen wir genau da wieder hin.
  4. #53

    Ich gehe regelmäßig zu Premier League Spielen in London und vermisse keine Bengalos. De Stimmung stimmt auch, ganz ohne Einheizer, der mit dem Rücken zum Spiel steht.

    Ich habe auch noch nie irgendwelche Fans aufs Spielfeld rennen sehen, obwohl man nur ein Mäuerchen von einem halben Meter übersteigen muss.

    Ultras glauben sie seien die einzig wahren Fussballfans und wollen allen anderen ihre Ansicht von Stadionatmosphäre aufdrücken.
  5. #54

    Tatsachenentscheidung, so ein Quatsch!

    Zitat von turo Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das alles nicht!
    Der Berliner Manager verkündete doch im TV, dass der Polizeieinsatzleiter den Schiedsrichter gebeten habe, dass Spiel wieder anzupfeifen, weil man sonst schwere Ausschreitungen befürchte.
    Wer lügt nun?
    Der Berliner Manager oder der Schiedsrichter Stark?
    Die Tatsachenentscheidung hat wohl eher die Polizei bzw. das "Krisenmanagement" für den Schiedsrichter gefällt.

    Ich hab zwar keine Quelle mehr dazu gefunden, aber ich hab da auch so etwas gehört, dass der Schiedsrichter eher von der Polizei dazu aufgefordert wurde, das Spiel wieder anzupfeifen und die Herthaner für die letzten 2 Minuten aus der Kabine zu holen.

    Von wegen "Die Partie ist rein formal ordnungsgemäß beendet worden".
  6. #55

    .

    Zitat von dietmarbrach Beitrag anzeigen
    Die Hemmschwelle bei den Fans würde steigen, die Kontrollen in den Stadien wären intensiver und die zu erwartenden Strafen fielen höher aus.
    Das ist leider ein Trugschluss. Gerade die Durchführung solcher Strafen könnte zu einer Solidarität führen, die heute denjenigen, die sich solidarisieren würden, noch nicht einmal bewusst ist.
  7. #56

    Zitat von fagered Beitrag anzeigen
    Um jetzt endlich mal die Mär von den friedlichen Familien die leider ein paar Sekunden zu früh aufs Feld gerannt sind, zu beenden:

    http://www.bz-berlin.de/multimedia/a...-f_3623585.jpg

    Ich persönlich würde da an Thomas Krafts Stelle Angst bekommen, aber der Richter wollte sich das Bild ja nicht mal ansehen...
    Sieht der wie ein Düsseldorfer Fan aus? Wohl eher nicht! Wann genau wurde denn das Foto aufgenommen?
  8. #57

    Urteil zum Skandalspiel von Düsseldorf: Wem gehört der Fußball?

    "[...] Dann ist immer noch nicht darüber befunden, wie die Fortuna bestraft werden soll. Wie die Hertha-Profis, die Schiedsrichter Wolfgang Stark attackiert und angepöbelt haben sollen, davonkommen. Wie mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz umgegangen wird, der sich nach dem Spiel mit einem Bengalo in der Hand feiern ließ. [...]

    Was ist mit den Unterbrechungen, die die Hertha-"Fans" verursacht haben, indem sie Bengalos auf den Rasen geworfen haben? Der Teil wird lustigerweise immer ausgespart.
  9. #58

    Zitat von alexbln Beitrag anzeigen
    da darf man auch fragen warum düsseldorf nicht sportlich fair aufsteigen will, sondern den platz durch seine fans stürmt-um das drohende tor für berlin zu verhindern.
    Genausogut stellt sich die Frage, warum Hertha nicht sportlich aufsteigen will, sondern Düsseldorfer Spieler durch seine Fans mit 2000°C heissen Bengalos bewirft, um das drohende dritte Düsseldorfer Tor zu verhindern.
  10. #59

    Zitat von alexbln Beitrag anzeigen
    ...um das drohende tor für berlin zu verhindern.
    Irgendwie neigen Sie dazu, immer wieder völlig übers Ziel hinauszuschießen und damit etwas amüsant zu wirken. Das "drohende" Tor der Berliner verhindern ist ein schönes Beispiel der Diskrepanz von Wunsch und Wirklichkeit. Nichts für ungut;)


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