DPADas Skandalspiel von Düsseldorf erregt noch immer die Gemüter, Berlin will das Urteil des DFB nicht akzeptieren. Nur vordergründig geht es darum, ob Fortuna oder Hertha in der 1. Liga spielen dürfen. Tatsächlich findet ein Kampf statt zwischen Fans und Funktionären - um die Hoheit in den Stadien.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...834453,00.html
Grundsätzlich richtig, diese Entwicklungen mal zu hinterfragen. In einem muss ich allerdings auch widersprechen. Die Szenen in DDorf sind kein gutes Beispiel dafür. Da hätte es bessere gegeben! Grundsätzlich hat Gewalt in Stadien nichts zu suchen, ohne wenn und aber! Pyrotechnik ist in meinen Augen etwas differenzierter zu betrachten. Schließlich gab es Zeiten, wo das vollkommen legitim und erlaubt war. Mit dem Kompromiss, dass die Bengalos kontrolliert in bestimmten Zonen abgebrannt worden sind. (Damals...im Rheinstadion)
Wenn man aber schon sich diesen Themen nähert, sollte man auch die Hintergründe etwas beleuchten. Denn die Häufung der Pyros ist eine Reaktion der entsprechenden Initiative darauf, dass die Gespräche einseitig beendet worden sind. Obwohl es Gutachten gibt, die darlegen, dass eine kontrollierte Zündung ohne Gefährdung möglich sei.. und dann sind wir beim springenden Punkt, der auch im Artikel erwähnt wird... Die DFL will die Stimmung und auch die Menschen im Stadion, allerdings nur zu eigenen Bedingungen. Konstruktive Gespräche werden nicht geführt. Unter diesem gesichtspunkt ist die Reaktion gar nicht unverständlich. Wobei ich das sicher nicht akzeptieren kann. Aber solange Menschen, die gesprächsbereit sind ignoriert werden, weil sie eben keine VIP-Karten kaufen und nur Stehplatzkarten haben, wird es Proteste geben und zwar vollkommen zu Recht. Die Wahl der Waffen fiel hier eben nur denkbar schlecht aus. Denn eines ist klar. Solange es Ultraz gibt, wird es auch Pyro´s geben. Wege diese ins Stadion zu bekommen gibt es leider immer, egal wie gut der Sicherheitsdienst ist. Denn die Ultraz sind in diesem Punkt um Klassen besser organisiert als Ordnungsdienste! Und Probleme auszusitzen oder Menschen auszusperren ist keinerlei Lösung! Das sollte die Geschichte uns gelehrt haben! Über Jahre sind diverse Entscheidungen gegen den Fussball-Fan erfolgt. Dagegen protestiert wurde immer und die Fans mussten jeden Brocken schlucken... (was war das schön...15.30)
Nur irgendwann ist Schluss damit und dann kommt es zur Revolution.. Bin gespannt, wie diese weitergeht...
Ich bin weder ein Ultra noch ein Freund von denen, aber eines muss man eingestehen. Sie kämpfen für Ihre Meinung, und das sollte man respektieren! Fussball sollte für alle da sein, es gibt für alle verschiedene Bereiche im Stadion. Ihr habt Familie? --> Familienblock. Nur stellt Euch nicht wg der Stimmung auf die Stehplätze und beschwert Euch dann, was da seit Jahrzenten abgeht! Mal abgesehen davon, dass Gewalt in Stadien vor 20jahren und heute ÜBERHAUPT NICHT vergleichbar sind. Damals hatten wir ein Gewaltproblem, ja. Aber heute? Karlsruhe? Unnötig, asozial und nicht akzeptabel! Aber guckt Euch an, wieviel Polizei da war... Selber schuld! Das ist nun mal eine Aufforderung an die Chaoten! Mal abgesehen davon, dass Krawall nicht selten auch von den Einsatzkräften aktiv gefördert wird und auch manchmal gewünscht ist. Beispiele kann ich dafür aus den letzten 20 Jahren ausreichend bringen...
Jedem das Seine und drückt nicht anderen Menschen Eure Moralvorstellungen auf! Ignorante Institutionen wie DFB und DFL sollten sich daher nicht wirklich wundern! Und bitte diesen idiotischen Platzsturm nicht instrumentalisieren! Dieser war dumm, ja, aber weder aggressiv noch ein Beispiel für die unterschiedlichen Standpunkte!
Nein, keiner von beiden. Beide haben Dreck am Stecken. Hertha hat gezeigt, dass die Mannschaft spielerisch nicht erstligareif ist und viele Fans zu den Menschen gehören, denen man nicht im Dunkeln begegnen möchte.
D-Dorf? Nein Danke. Wenn man solche Szenen wie im Relegationsspiel sieht vergeht einem die Lust am Fußball. Also - welche Alternative gibt es? Beide in die zweite Liga verbannen und den vierten der zweiten Liga aufsteigen lassen!!!
Um jetzt endlich mal die Mär von den friedlichen Familien die leider ein paar Sekunden zu früh aufs Feld gerannt sind, zu beenden:
www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00362/kraft-und-fortuna-f_3623585.jpg
Ich persönlich würde da an Thomas Krafts Stelle Angst bekommen, aber der Richter wollte sich das Bild ja nicht mal ansehen...
Ihre Kritik an der Tatsachenentscheidung in allen Ehren, aber bedenken Sie, dass das DFB- Recht nicht nur im deutschen Profifussball bestand hat, sondern in allen Spielklassen Anwendung findet. Wenn Sie nun die Tatsachenentscheidung abschaffen, ist quasie jede Schiedsrichterentscheidung im Nachhinein anfechtbar. Wie wollen Sie dies nun jedoch in der Kreisklasse vor Gericht entscheiden? Zählt dann die Anzahl der Zeugen?
Ich hoffe nur, dass die nächste Instanz die Angelegenheit anders sieht.
Ich bin kein eingefleischter Fußballfan, sondern Opfer von sich nicht im Zaum haltenden betrunkenenFans.
Wer wie ich, auch am Wochenende öffentliche Verkehrsmittel benuzt und in den Zügen dieses Elend miterlebt, der hat gehofft, dass das Fussballgericht eine klare Richtung vorgibt.
Der Fußball lebt davon, dass die Spielregeln eingehalten werden.
Dazu gehört aber auch, dass der Zuschauer (Fan) die ihm auferlegten Spielregeln einhält.
was meiner Meinung nach, vor allem aus Berliner Sicht, völlig vergessen wird, ist die chronologische Entwicklung der Unterbrechungen.
Wenn ich mich recht entsinne, waren es Berliner Anhänger / Fans / Ultras / was auch immer, die für die erste Unterbrechung sorgten. In Folge dessen wurde eine Heerschar an Ordnern und Polizei in die Berliner Ecke beordert, um dort überhaupt für eine Weiterführung des Spiels zu sorgen. Hätte der Schiedsrichter bereits hier entschieden abzubrechen, wie hätte wohl die Hertha argumentiert. Nun gut, hat er ja nicht.
Nun gehen meiner Meinung nach jedoch alle weiteren unerfreulichen Geschehnisse auf diese Tatsache zurück, denn nur durch das daraus resultierende Fehlen der Ordnungskräfe in dem restlichen Stadionbereich war den Düsseldorfer Anhang das Betreten des Platzes überhaupt erst möglich...