Forum


 

Urteil zum Skandalspiel von Düsseldorf: Wem gehört der Fußball?

DPADas Skandalspiel von Düsseldorf erregt noch immer die Gemüter, Berlin will das Urteil des DFB nicht akzeptieren. Nur vordergründig geht es darum, ob Fortuna oder Hertha in der 1. Liga spielen dürfen. Tatsächlich findet ein Kampf statt zwischen Fans und Funktionären - um die Hoheit in den Stadien.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...834453,00.html
  1. #130

    Ich bin F95 Fan..

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Darüber, ob Düsseldorf es verdient, unter diesen Umständen in die erste Liga aufzusteigen, will ich mir gar kein Urteil erlauben. Das soll das DFB Gericht entscheiden. Für mich hat es jedoch nicht das Geringste mit Gerechtigkeit oder Fairness zu tun, wenn ein Verein, dessen Fans Bengalos im großen Stil als Waffe missbrauchen, Bahn-Abteile verwüsten usw. und dessen Spieler einen Schiedsrichter tätlich angreifen, sich anmaßt, jetzt am grünen Tisch sich eine unverdiente Zusatzchance erstreiten.
    und war an dem Abend im Stadion. Wie fast alle Zuschauer habe auch ich mich über diesen blöden Platzsturm geärgert und uns war klar, dass das zu Problemen führen wird. Mir geht diese ganze Diskussion um dieses Spiel gehörig auf den Geist und ein Freuen über den ersehnten Aufstieg ist schon nicht mehr wirklich möglich. Dieses Hin und Her der immer gleichen Argumente bringt gar nix. Eagl, wer jetzt von beiden aufsteigt, es wird immer ein Makel bleiben und man wird das mindestens eine Saison lang aufs Brot geschmiert bekommen "Eigentlich dürftet ihr gar nicht hier spielen...".
    Ob berechtigt oder nicht, Wiederholungsspiel unter normaler Wertung des Hinspiels, Hertha ab 60. Minute zu zehnt, und dann ist's gut. Zum Thema: Ultras und Hardcore Fans in ihrer guten (d.h. für den Verein lebenden Form) sind prima, aber Pyros, Platzsturm, Gewalt und dieser ewige "Hass" auf diesen oder jenen Gegner bzw. deren Fans ist zum Kotzen und hat mit Sport nix zu tun. Ins Stadion gehen, seine Mannschaft zum Sieg schreien (aber nur schreien) feiern oder trauern, alles ok und muss sein. Und dann in Ruhe friedlich ein Bier trinken und über das Spiel diskutieren.
    Aber eine "Befriedung" der Fans kann nur aus der Szene selbst erfolgen. Die wirklichen Fans die für ihren Verein leben, müssen einsehen, dass sie die wenigen Chaoten unter ihnen nicht länger decken dürfen, sondern die, die Randale machen / Pyros abfackeln, oder ä. müssen durch die wirklichen Fans ausgegrenzt werden. Da darf es keine falsche Solidarität geben.
    Ich gehe seit 1965 ins Stadion und habe mich in den allermeisten Fällen immer sicher gefühlt und heute mehr denn je.
    Und Idioten die sich außerhalb des Stadions bescheuert benehmen (z.B. im ÖPNV) gibt es leider auch bei anderen Veranstaltungen, Karneval, Schützenfest, Konzerte, etc.
  2. #131

    Leider

    Zitat von Klausi Beitrag anzeigen
    Ach hört mir doch mit dem Begriff Fan als Synonym für Ultras auf! Ich bin auch Fan, bin seit 25 Jahren im Steher, aber was die Ultras machen ist den Fußball zu zerstören. Ich mag, dass ich auch mit meinen Kindern da hingehen kann, ich brauch kein Pyro und ich brauch keine Gewalt. Das ewig wichtig getue der Ultras, als ob ohne sie kein Fußball möglich wäre.
    Raus mit Ultras aus den Stadien!
    Viele Grüße
    Leider wird man die nur aus den Stadien (Arenen) bekommen, wenn man die Stehplätze abschafft.
  3. #132

    offenbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Urteil zum Skandalspiel von Düsseldorf: Wem gehört der Fußball?

    DFB-Urteil zur Relegation zwischen Hertha BSC und Düsseldorf - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man die "Urteilsbegründung" des "Herrn" Hans E. Lorenz liest:
    „Wenn in Zukunft ein dunkelhäutiger Spieler von Fans rassistisch beleidigt wird, dann könnte fortan jeder Klub wegen psychischer Beeinträchtigung Einspruch einlegen. So weit kann es nicht gehen.”

    offenbar auch ein Stück weit den Rassisten.

    In anderen Ländern bekommen Vereine zu Recht Strafen aufgebrummt, wenn ihre "Fans" rassistische Schmähungen ablassen, aber ausgerechnet in Deutschland dürfen solche Straftaten zum relativieren herhalten.
    Ist es wirklich schon wieder so weit?
  4. #133

    Verharmlosung der Ultras und der Pyrotechnik

    @Admin: Was hat in meinem Beitrag nicht den Foren-Regeln entsprochen?

    Zitat von gonga Beitrag anzeigen
    [...] Ich erinnere mal an randalierende vermummte Gestalten mit Fahnenstangen beim Abstieg Herthas vor 2 Jahren oder bei dem Frankfurts vor einem. [...]
    Und weil es bei anderen Fußballspielen auch so, muss solches Verhalten nun bis in alle Ewigkeit erlaubt werden?

    Zitat von SaJaSen Beitrag anzeigen
    [...]Mir geht auch die Verharmlosung der Ultras und der Pyrotechnik, wie dies in diesem Beitrag mal wieder der Fall ist, auf die Nerven. [...]
    Mir auch.

    Wir sind früher öfter bei Fußballspielen gewesen. Ganze Familie, einschließlich Enkel und Urenkel. Dann wurde die Stimmung immer aggressiver.
    Und was viele Menschen nicht wahrhaben wollen: Nicht nur im Stadion, sondern vor allem auch auf dem Weg ins Stadion und auf dem Nachhauseweg. Selbst ich als alte Frau bekam vielfach zu hören „Steh auf, alte Schnepfe, das ist mein Platz oder willste eins auf die Fresse“ - und dies war dabei noch der harmloseste Spruch.

    Meine Schwiegertöchter und ich sind dann kaum noch mit in Stadion, weil man Söhne und Ehemänner nicht in die Lage des Beschützen-müssens bringen will.

    Nachdem dann immer mehr Bengalos zum Einsatz kamen – auch vor dem Stadion (wovon kaum gesprochen wird) – haben meine Söhne ebenfalls auf Stadionbesuche verzichtet. Wer will schon seine Kinder und sich selbst einer solch völlig unnötigen Gefahr aussetzen?
    Und aus dem Freundes- und Bekanntenkreis weiß ich, dass immer mehr Menschen aus diesen Gründen auf Stadion-Besuche verzichten.

    Aber bitte, wenn die Vereine es nicht schaffen, dieser angeblichen Fans (in meinen Augen Menschen, die bewusst Randale suchen, um ihren persönlichen Frust abzulassen) Herr zu werden, dann dürfen sich die Vereine auch nicht über schwindende Zuschauerzahlen beklagen.

    Doch wenn dann so etwas passiert, wie bei der Love-Parade, dann ist das Weh-Klagen und Schuld-Zuschieben absehbar groß.

    Und solange der Steuerzahler und Krankenkassenbeitragzahler für die (Folge-)Schäden aufkommen muss, haben die Vereine wenig Grund, etwas zu ändern.
    Vor dem Spiel Randale, zerstörte öffentliche Verkehrmittel – Spiel findet nicht statt.
    Während des Spiels Bengalos, Randale – Spiel wird sofort abgebrochen.
    Nach dem Spiel Randale, zerstörte öffentliche Verkehrmittel – hohe Vereinstrafen oder Punktabzug oder Sperre für das nächste Spiel.

    Einige Male konsequent durchgesetzt und ich bin mir sicher, es tritt eine Veränderung ein, weil die Vereine dann direkt davon betroffen sind.
  5. #134

    Massenphänomen

    Mir ist nicht ganz klar, wie man den Vereinen einen Strick daraus drehen will, wenn die Fans ausrasten. Und wenn man emotionale Großveranstaltungen dieser Art (ob nun Fußball, Konzerte oder Ähnliches) nicht ganz abschaffen will, muss man Maßnahmen ergreifen, damit es in der Gruppendynamik oder gar Massenpanik nicht zu Katastrophen kommt. Eine Lehre aus dem Drama 1989 im Hillsborough-Stadion in Sheffield war, dass man das Feld als Überlaufzone braucht, damit die Menschen nicht an den Gittern erdrückt oder zertrampelt werden. Damals gab es 96 Tote und 766 Verletzte. Wenn also Tausende Fans gleichzeitig aufs Feld drängen, lässt sich das nicht verhindern und man sollte auch nicht versuchen, das gewaltsam zu verhindern. Vielmehr muss man die Leute zunächst aufs Feld lassen, die Lage beruhigen, ordnen und die Leute wieder vom Feld und auf die Tribüne geleiten. Das ist, nach den Fernsehbildern zu urteilen, in Düsseldorf geschehen. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn die Fans vernünftiger gewesen wären, aber ein "totales Versagen der Ordner" kann ich nicht sehen. Sie haben sich im Großen und Ganzen so verhalten, wie man es in solchen Situationen tun muss. Sonst braucht man Einzelbetreuung für jeden Zuschauer. Dass offenbar keine größeren Verletzungen zu beklagen sind, hat mich eher beeindruckt.
  6. #135

    urteil zum skandalspiel von

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Skandalspiel von Düsseldorf erregt noch immer die Gemüter, Berlin will das Urteil des DFB nicht akzeptieren. Nur vordergründig geht es darum, ob Fortuna oder Hertha in der 1. Liga spielen dürfen. Tatsächlich findet ein Kampf statt zwischen Fans und Funktionären - um die Hoheit in den Stadien.

    DFB-Urteil zur Relegation zwischen Hertha BSC und Düsseldorf - SPIEGEL ONLINE
    was ist nur aus hertha bsc berlin geworden .
    da flippen spieler völlig aus und es wird auch noch eine strafanzeige wegen körperverletzung gestellt und hertha bsc entschuldigt und distanziert sich davon.
    finde ich gut , besser wäre noch folgender Zusatz gewesen :

    haben wir uns mit sofortiger wirkung von den beteiligten getrennt .

    dies wäre glaubhafter, so ist nach wie vor allem tür und tor geöffnet.
    unsere abteilung steht auch hin und wieder unter strom. wenn wir gegen unseren vorstandsvorsitzenden eine hetzjagd veranstalten,


    bekommen wir sicherlich keine gehaltserhöhung !

    fair wäre von fortuna düsseldorf gewesen einem wiederholungsspiel zuzustimmen.

    immerhin war hertha bsc so fair auf aufforderung der polizei das spiel wieder aufzunehmen um ein blutbad zu verhindern
    eine solche aussage wird man sich kaum aus dem ärmel schütteln.
    ich hoffe nur das die polizei keine presseerklärung abgibt indem dies
    dementiert wird .die folgen für hertha bsc wären dann jur.nicht mehr absehbar.

    natürlich geht es auf keinen fall ,wenn eine platzstürmung vorgenommen wird, dies war bei fortuna düsseldorf bereits schon einmal in der vergangenheit gewesen. zuletzt beim aufstieg in die zweite bundesliga und zuletzt am 15.mai 2012. dies geht auf keinen fall so weiter .

    möglicherweise werden jetzt auch fotos vorgelegt in der einige vermumte zu sehen sind . dann sollten aber auch die vielen kinder gezeigt werden die mit ihren eltern den aufstieg feiern wollten,weil alle dachten das spiel sei zu ende.

    fazit: verkorkste saison, wirbel um die vielen trainer ,1:2 zu hause verloren . 2:2 in düsseldorf . (allerdings nur hertha bsc benachteiligt) ,die geworfenen feuerwerksköprer aus dem hertha fanblock nach dem 1:2 wollen wir einfach vergessen.
  7. #136

    Zitat von copperfish Beitrag anzeigen
    Wenn man die "Urteilsbegründung" des "Herrn" Hans E. Lorenz liest:
    „Wenn in Zukunft ein dunkelhäutiger Spieler von Fans rassistisch beleidigt wird, dann könnte fortan jeder Klub wegen psychischer Beeinträchtigung Einspruch einlegen. So weit kann es nicht gehen.”

    offenbar auch ein Stück weit den Rassisten.

    In anderen Ländern bekommen Vereine zu Recht Strafen aufgebrummt, wenn ihre "Fans" rassistische Schmähungen ablassen, aber ausgerechnet in Deutschland dürfen solche Straftaten zum relativieren herhalten.
    Ist es wirklich schon wieder so weit?
    Die Strafen gibt es doch auch in Deutschland und das ist auch gut so. Es ging hier aber um die Frage, ob bzw. ab wann eine psychische Beeinträchtigung der Spieler so weit geht, dass man ein Spiel wiederholen muss.
  8. #137

    Verstehen

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Die Strafen gibt es doch auch in Deutschland und das ist auch gut so. Es ging hier aber um die Frage, ob bzw. ab wann eine psychische Beeinträchtigung der Spieler so weit geht, dass man ein Spiel wiederholen muss.
    Ich könnte den Spieler oder besser noch dessen Verein verstehen, wenn die bei solchen Sraftaten den Platz verlassen würden.
    Und dann vielleicht mal nicht die DFB Pseudogerichtsbarkeit ranlassen, sondern wirkliche Gerichte.
    Es ist an der Zeit das da mal Exempel statuiert werden, und es ist wirklich nicht an der Zeit, solche Straftaten zur Verharmlosung anderer heranzuziehen!
  9. #138

    2

    Zitat von Klausi Beitrag anzeigen
    Mit der Dauer von 7 minuten
    Zwei Minuten - und alles wäre perfekt geregelt! Genau die zwei Minuten, die tatsächlich nicht mehr regulär stattfinden konnten! Wenn nur der Aufwand nicht so groß wäre...
    Ansonten find ich die ganze Diskussion furchtbar traurig, weil sie absolut wichtig ist, aber an der völlig falschen Stelle geführt wird!

    Tatsächlich sind Gewaltszenen in und um Fussballspiele wieder häufiger zu beobachten. Angriffe auf Fanbusse, gewalttätige Randale nach dem Kölner Abstieg, am Abend vor dem besagten Spiel 79 Verletzte (!!!) nach der Karlsruher Niederlage, nicht zuletzt der koordinierte Bengaloangriff der Herthafans in der selben Partie.

    Und ganz Deutschland diskutiert über ein skurrile Lächerlichkeit. Denn das ist es am Ende. Hätte sich das Gleiche 1:1 zwei Minuten später abgespielt (oder es hätte sich beim Pfiff des Schiris tatsächlich um den Schlusspfiff gehandelt), hätte niemand über die Sache gesprochen. Vielmehr hätte der Reporter die fröhlich feiernden Fans gelobt.
    Platzflutungen nach Titeln und Aufstiegen gibt es seit Jahrzehnten! Selbst Frau Maischberger hat gestern hübsche Beispiele sogar schon aus den Siebzigern gezeigt! Nur dass man halt üblicherweise den Schlusspfiff abwartet ;-).

    Schade, Chance vertan! Denn es ist dringend notwendig, sich mit dem gehäuft gewaltbereiten Verhalten einiger Fans und Fangruppen zu beschäftigen und hier Lösungen zu erarbeiten, die über ein "Lass uns das mal ausdikutieren" möglicherweise herausgehen.
  10. #139

    Irre...

    ... daß dadurch eine Debatte über Gewalt und Ultras und Hools und sonst was ausgelöst wurde. Denn der Platzsturm wurde eben gerade von den erwünschten, aber dümmlich-ahnungslosen "Eventies" ausgeführt, die nur Party machen wollten (und keinen Krawall). Kein ernsthafter Fan oder gar Ultra wäre so blöd gewesen - denn die nehmen nicht nur ihre Rolle als Unterstützer ihres Vereins (wenn auch evtl. in falscher Form, z.B. durch Bengalo-Abbrennen), sondern auch das Spiel ernst.








TOP



TOP