3 1/2 Jahre für das Töten von 4 Menschen in Eppendorf, 4 Jahre und 6 Monate für das Bereitstellen von Links auf Filmangebote. Braucht man glaub ich nicht weiter kommentieren.
dapdEr verdiente Millionen mit Raubkopien, nun muss er ins Gefängnis: Das Landgericht Leipzig hat den Chef des Filmportals kino.to zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Ohne sein Geständnis wäre die Strafe wohl noch höher ausgefallen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...838819,00.html
3 1/2 Jahre für das Töten von 4 Menschen in Eppendorf, 4 Jahre und 6 Monate für das Bereitstellen von Links auf Filmangebote. Braucht man glaub ich nicht weiter kommentieren.
Ich finde es unverhältnismäßig, wenn jemand wg. der Verletzung von Urheberrechten für mehrere Jahre ins Gefängnis muss, während andere wg. Vergewaltigung oder Körperverletzung die Chance auf eine Bewährungsstrafe haben.
Hier muss die Zerstörung eines Menschen mit dem Verlust von Einnahmen verglichen werden; wobei der Einnahmeverlust auch noch hypothetisch ist: Ich bezweifle, dass Kino.to irgendjemanden ernsthaft von einem Kinobesuch abgehalten hat.
Raubkopierer kommen für Jahre ins Gefängnis, während Eltern, die ihre Kinder misshandeln mit einer milden Strafe davonkommen (http://www.bild.de/regional/berlin/elternpflichten/mutter-hielt-kinder-wie-hunde-24645334.bild.html).
Mir liegt es fern den Betreiber von kino.to zu verteidigen, aber gefühlsmäßig scheinen Delikte dieser Art offensichtlich zu den wenigen Straftatbeständen zu gehören, bei denen Gerichtet mit voller Härte urteilt. Ich bin kein Freund von Relativierungen, doch würde ich es begrüßen, wenn dies auch auf andere Straftatbestände (insbesondere Delikte bei denen Menschen körperlich zu Schaden kamen) zutreffen würde.
Wow, vom Fliesenleger zum 4fachen Millionär und dann zum 4jährigen Gefängnisinsassen. Die Story von kino.to ist - filmreif.
Ich habe das Verfahren und die Hintergrundberichterstattung abseits der Mainstream-Medien interessiert verfolgt.
Mein Fazit:
Diese Geschichte hat vier Seiten:
1.) der Standpunkt des Angeklagten
2.) der Standpunkt des Anklägers
3.) die Wahrheit = Konsens aus 1+2
4.) das was wirklich passiert ist
Der letzte Punkt ist m.e. der Teil, der von der Presse am meisten vernachlässigt wurde.
Sein Problem war jeder dass er nicht zu der Manager-Gilde gehört, deshalb muss er ins Gefängnis. Die ganzen Millionen-Zocker und Steuerhinterzieher die sogar dem Statt direkt geschadet haben, laufen frei.Er verdiente Millionen mit Raubkopien, nun muss er ins Gefängnis
Für Totschlag gibt es bei uns manchmal weniger Strafe.
Völlig überzogen.