Forum


 

Urteil zu befristeter Arbeit: Arbeitsrichter begrenzen Kettenverträge

DPABianca Kücük hat elf Jahre lang beim Amtsgericht Köln gearbeitet, nach 13 Fristverträgen wurde ihr gekündigt. Beim EuGH blitzte sie mit ihrer Klage ab. Jetzt verlangt das Bundesarbeitsgericht eine erneute Prüfung - mit weitreichenden Folgen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...845326,00.html
  1. #1

    des Pudels Kern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bianca Kücük hat elf Jahre lang beim Amtsgericht Köln gearbeitet, nach 13 Fristverträgen wurde ihr gekündigt. Beim EuGH blitzte sie mit ihrer Klage ab. Jetzt verlangt das Bundesarbeitsgericht eine erneute Prüfung - mit weitreichenden Folgen.

    Kettenverträge: Bundesarbeitsgericht bestärkt Kücük - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem ist in diesem Fall doch auch diese unsägliche Mutterschaftsregelung, mit der Frauen eindeutig benachteiligt werden und kleine Firmen ernsthafte Probleme haben.
    Frauen im gebährfähigen Alter werden nicht festangestellt um dem Risiko Mutterschutz zu entgehen.
    Lohnfortzahlung ud Arbeitsplatz freihalten usw. kann eine Klitsche ruinieren.
    Spätestens wenn die Schwangerschaftsvertretung selbst schwanger wird wird sich der Metzger überlegen, wie er sich dauerhaft Personal sichern kann.

    Ein Arbeitgeber dürfte durch eine schwangere Mitarbeiterin keinerlei nachteile haben. Er bezahlt den Lohn weiter und bekommt vom Arbeitsamt einen kostenlosen Ersatz.
    Das wäre zumindest ein Ansatz, um Frauen gleichwertig in die Arbeitswelt zu integrieren.
  2. #2

    Leider nicht genug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bianca Kücük hat elf Jahre lang beim Amtsgericht Köln gearbeitet, nach 13 Fristverträgen wurde ihr gekündigt. Beim EuGH blitzte sie mit ihrer Klage ab. Jetzt verlangt das Bundesarbeitsgericht eine erneute Prüfung - mit weitreichenden Folgen.

    Kettenverträge: Bundesarbeitsgericht bestärkt Kücük - SPIEGEL ONLINE
    Wenn befristete Arbeitsverträge nur eingesetzt werden um den Leuten Druck zu machen und sie quasi in ständiger Angst leben müssen jeder Tag kann der letzte hier sein finde ich das Menschverachtend. Das Problem ist das Arbeitgeber in Deutschland immer am längeren Hebel sitzen, natürlich unbefristet, wem die Befristung nicht passt kann ja gehen, als ob das die Alternative wäre wenn Arbeitsplätze nicht auf Bäumen wachsen.

    Die Arbeitnehmer argumentieren sicher das sie befristen weil es einmal eingestellt so schwer ist in Deutschland jemanden zu feuern, aber wenn sie so wenig Menschenkenntnis haben um festzustellen ob der Mitarbeiter nach einen oder zwei Jahren was taugt sollten sie sich fragen ob sie zum Chef taugen. Neben der Generation Praktikum die schlimmsten Auswüchse der heutigen Arbeitswelt, kein Wunder das die psychischen Krankheiten immer weiter zunehmen, man könnte nur kotzen.
  3. #3

    Nein, ...

    Nein, wir haben keinen Kindermangel! Dieser Artikel zeigt deutlich die Probleme der heutigen Arbeitswelt auf. Wann tut die Politik endlich etwas gegen diese Art der Diskriminierung von Frauen?
  4. #4

    einfach Falsch

    Kommt auch nur ein Richter auf die Idee das ein ständiger Vertretungbedarf keine Vollzeitstelle ist^^
  5. #5

    Gibt es

    Zitat von gg72 Beitrag anzeigen
    Nein, wir haben keinen Kindermangel! Dieser Artikel zeigt deutlich die Probleme der heutigen Arbeitswelt auf. Wann tut die Politik endlich etwas gegen diese Art der Diskriminierung von Frauen?
    Kettenvertraege nur bei Frauen?
  6. #6

    Angst kein guter Motivator

    Zitat von LustigerLumpi Beitrag anzeigen
    Wenn befristete Arbeitsverträge nur eingesetzt werden um den Leuten Druck zu machen und sie quasi in ständiger Angst leben müssen jeder Tag kann der letzte hier sein finde ich das Menschverachtend. Das Problem ist das Arbeitgeber in Deutschland immer am längeren Hebel sitzen,......
    Hochmotivierte Leute arbeiten präziser und schneller. Dies hat sich zu den Arbeitgebern wohl noch nicht rumgesprochen.
    Hoher Krankenstand, noch schlimmer psyische Leiden kosten mehr als ein
    unbefristetes Arbeitsverhältnis.
    Solange die Politik auspressbare Reserven vorhält kein Problem für die Arbeitgeber, die erzeugten Gesundheitskosten für die "verbrauchten" Arbeiter zahlt ja die Sozialkasse.

    Als ehemaliger Chef von 250 Mitarbeitern hatte ich vor Jahren schon vorgeschlagen die Krankenkassenanteile der Arbeitgeber an den Krankenständen bzw. an den Arztbesuchen zu bemessen.

    Hoher Krankenstand und viele Arztbesuche gleich Höchstbeitrag.

    Weder politische Gremien noch Arbeitgeberverband fand dies erwähnenswert.
    Wir hatten damals übrigens den niedrigsten Krankenstand im Kammerbezirk,

    Komplizierter als das deutsche Abrechnungswesen im Gesundheitsbereich
    würde dies auch nicht werden. Schlimmer geht es nämlich nicht.

    Der Patient brauchte nur beim Arzt arbeitsbedingte Krankheit als Krankheitsgrund angeben. Statistisch auch kein Problem.
  7. #7

    Wie im Alten Rom

    Damals entschied der Hausher, ob er mit Sklaven, Freigelassenen oder Freien arbeiten wollte. An dieser Entscheidungsmöglichkeit hat sich bis heute nicht viel geändert. Perfide und ein Verfall der Sitten ist es, wenn ein Amtsgericht die bestehende Rechtslage ausnutzt und unbefristete Leistungen in Kettendienstleistungen umwandelt. Ich kann nur hoffen, dass Rot-Grün ab 2013 die Axt an diesen Fehlwuchs anlegt!
  8. #8

    Richteramt

    Zitat von srb.armatus Beitrag anzeigen
    Kommt auch nur ein Richter auf die Idee das ein ständiger Vertretungbedarf keine Vollzeitstelle ist^^
    Nur Richter stellen keine Planstellen fest. Das Problem ist doch, dass die stelle mit jemandem besetzt ist, der nicht entlassen werden kann. Für die zeitlich befristete Abwesenheit des Stelleninhabers muss eine Vertretung her. Ist doch klar, dass die Stelle befristet wird bis zu dem tag an dem der Stelleninhaber wieder erscheint.

    Würden Behörden eine Personalquote von 110% haben, also 10 Ersatzleute auf 100 Bedienstete, dann gäbe es ünerhaupt keine befristeten Anstellungen. Wenn etwas nicht stimmt, dann ist es der PERSONALSCHLÜSSEL; aber über den kann auch kein Richter urteilen.
  9. #9

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bianca Kücük hat elf Jahre lang beim Amtsgericht Köln gearbeitet, nach 13 Fristverträgen wurde ihr gekündigt. Beim EuGH blitzte sie mit ihrer Klage ab. Jetzt verlangt das Bundesarbeitsgericht eine erneute Prüfung - mit weitreichenden Folgen.

    Kettenverträge: Bundesarbeitsgericht bestärkt Kücük - SPIEGEL ONLINE
    Hoffentlich wird hier mal ein vernünftiges Urteil gesprochen.
    Den Arbeitnehmer seit 11 Jahren in finanzieller Unsicherheit zu belassen ist doch schon fast kriminell. Vielleicht hätte Frau Kücük schon früher eine Festanstellung einklagen sollen.


TOP



TOP