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Urteil: Student bringt Glasverbot am Bodensee zu Fall

DPANiemand sollte sich beim Baden die Füße aufschneiden. Deshalb hat die Stadt Konstanz am Ufer des Bodensees und des Rheins Glasflaschen verboten. Ein Student sah sich dadurch in seiner Freiheit eingeschränkt - und klagte erfolgreich. Das Urteil könnte auch andere Städte interessieren.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...846774,00.html
  1. #1

    Richtig so

    ... daher bin ich auch wie in den USA dafür, dass man Waffen jeglicher Grösse neben der Gemüseabteilung kaufen kann. Schließlich ist ja nicht davon auszugehen, dass von jedem Waffennar (oder Kinobesucher) eine Gefahr ausgeht.
    Und da die Getänkeindustrie ja auch kurz vor dem Kollaps steht...Wie wäre es, wenn man Alkoholika auch Kindergartenkindern zur Verfügung stellt. Mehr Abhängige = mehr Umsatz = mehr Arbeitsplätze.
    Oder hab ich hier im Artikel was falsch verstanden? Ging es hier um ein komplettes Verbot von Flaschen oder nur in einem begrenztem Areal. Werde jetzt jedenfalls mein Handy wieder im Auto benutzen, ist ja schließlich meine persönliche Freiheit...
  2. #2

    ..

    Weg - der Traum, von der großen gelebten Freiheit, des Bodensee`s ohne Makel, und des nicht zu Schaden Kommens ! Weg- die große Freiheit, die alle kostengünstig und frei ist. Näher der Tümpel, der dahin rottet, wenn wer etwas unanständiges versenkt.
  3. #3

    Nun ja...

    Zitat von medicus-cgn Beitrag anzeigen
    ... daher bin ich auch wie in den USA dafür, dass man Waffen jeglicher Grösse neben der Gemüseabteilung kaufen kann.
    Dem Gericht ging's wohl eher darum, dass die Begruendung nicht stichhaltig war. Letztlich hat die Stadt ja auch mehr oder weniger zugegeben, dass die Splitteraktion nur vorgeschoben war und es eher um die "Müllberge" ging.

    Sich dann in einer Weingegend ausgerechnet Glasflaschen rauszusuchen, ist nicht wirklich ueberzeugend.
  4. #4

    Beeindruckend

    Zitat von medicus-cgn Beitrag anzeigen
    ... daher bin ich auch wie in den USA dafür, dass man Waffen jeglicher Grösse neben der Gemüseabteilung kaufen kann. Schließlich ist ja nicht davon auszugehen, dass von jedem Waffennar (oder Kinobesucher) eine Gefahr ausgeht.
    Und da die Getänkeindustrie ja auch kurz vor dem Kollaps steht...Wie wäre es, wenn man Alkoholika auch Kindergartenkindern zur Verfügung stellt. Mehr Abhängige = mehr Umsatz = mehr Arbeitsplätze.
    Oder hab ich hier im Artikel was falsch verstanden? Ging es hier um ein komplettes Verbot von Flaschen oder nur in einem begrenztem Areal. Werde jetzt jedenfalls mein Handy wieder im Auto benutzen, ist ja schließlich meine persönliche Freiheit...
    Einfach beeindruckend, wie treffsicher Sie da Beispiele aus der exakt vergleichbaren Gefahrendimension aus dem Ärmel schütteln. Tote durch Schusswaffengebrauch - Scherben im Fuß - das ist doch wirklich fast das Gleiche.
  5. #5

    traurig...

    die einfachheit im geiste des autors "... daher bin ich auch wie in den USA dafür, dass man Waffen jeglicher Grösse neben der Gemüseabteilung kaufen kann. Schließlich ist ja nicht davon auszugehen, dass von jedem Waffennar (oder Kinobesucher) eine Gefahr ausgeht." selbst wenn man den -untauglichen- versuch der ironie zu grunde legt bleibt eine erschütternde wahrnehmungsstörung des schreibers. zum einen sind nicht alle, die waffen kaufen auch waffennarren- oder besteht die olympia-mannschaft aus staatlich geförderten möchtegern-rambos. oder ist jeder sportschütze ein potentieller killer. zum zweiten spricht die "weltoffenheit" des autors für einen horizont, der wohl nur für einen dessertteller zu gelten vermag- denn ist es nicht die entscheidung des einzelnen, wo er hintritt und wo nicht. wenn uns schon der staat die entscheidungsfreiheit nimmt, ob wir in eine raucherkneipe gehen wollen oder nicht, so sollte er -der staat- doch zumindest die ehrlichkeit besitzen, zuzugeben, dass es um müllgebühren geht und nicht das deckmäntelchen der sicherheit umhängen. hier anzusetzen wäre sinnvoll- aber vielleicht hat der bürger es auch einfach satt, für gelddruckmaschinen wie den gelben punkt doppelt und dreifach zu bezahlen. in jedem falle ist dem autor eins zuzugestehen: er hat die persönliche freiheit, unsinn zu denken.
  6. #6

    Ja, richtig so!

    Denn man kann nicht alles verbieten, nur weil es potentiell gefährlich ist, nur weil manche zu ignorant oder zu blöd sind.

    Was ist mit Leitern, denn man könnte ja runterfallen?
    Messer, denn wer hat sich noch nicht in seiner eigenen Küche mit dem Kneipchen selbst verletzt? (Gurken werden demnächst nur noch zerbrochen.)
    Autos, denn da fang ich lieber gar nicht erst an? (Wenn man das Autofahren verbieten würde, wäre das Problem des Telefonierens am Steuer übrigens auch gelöst, lieber Vorredner!)

    Nicht die Leute sind zu bestrafen, die mit dem potentiell gefährlichen Gegenstand richtig umgehen (nämlich die, die ihre Glasflasche ausgetrunken und dann brav wieder mitgenommen und in ihrem Glascontainer entsorgt haben), sondern die Leute, die ihren Müll einfach in der Landschaft hinterlassen! Es ist völlig richtig, dass hier das Gericht nicht alle für die Fehler weniger bestraft sehen will.
  7. #7

    Sauerei

    Derselbe Student wird wahrscheinlich auf die Barrikaden gehen wenn die Strände vermüllt und mit Glasscherben übersät sind. Wird wahrscheinlich dann wieder auf sein Bürgerliches Recht pochen das ihm eine Körperliche Unversehrtheit garantiert. Wie blöd muß man sein, eine Vermüllung als Bürgerliches Recht anzusehen.
  8. #8

    zu 7. Sauerei:

    Und wie - nennen wir es einfach - "simpel gestrickt" kann man sein, wenn man nicht zwischen einem Recht auf Vermüllung und einem Recht auf das Trinken aus Glasflaschen unterscheiden kann.
    Zu bestrafen ist der Missbrauch, d.h. das Liegenlassen, Zerbrechen, etc. Hier nicht zu Sanktionieren käme einem Recht auf Vermüllung gleich.

    Ansonsten kann ich mich dem Kommentar 6 von daniel2future nur anschließen.
  9. #9

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Einfach beeindruckend, wie treffsicher Sie da Beispiele aus der exakt vergleichbaren Gefahrendimension aus dem Ärmel schütteln. Tote durch Schusswaffengebrauch - Scherben im Fuß - das ist doch wirklich fast das Gleiche.
    Dann nehmen Sie eben das Rauchverbot in der Kneipe. Oder Alkoholverbote in der U-Bahn. Sind diese dann noch zu halten? So unpassend finde ich den Schusswaffenvergleich gar nicht. Großflächige Schnittwunden im Fussbereich sind nicht so ohne.








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