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Urteil in Sachsen: Kommunen müssen Kopien von Schülern zahlen

DPAKünftig müssen Sachsens Schüler nichts mehr zahlen, wenn ihre Lehrer Kopiergeld einsammeln. Die Kosten dafür müssen Kommunen und Landkreise übernehmen, entschied nun das dortige Oberverwaltungsgericht. Der sächsische Städte- und Gemeindetag fürchtet Kosten in Millionenhöhe.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...828085,00.html
  1. #30

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    "Groteske fürs Seminar" ?
    "Großartig forbereitete Selbstdarstellung" ? ;)
    (Ich weiß natürlich ungefähr, was Sie meinen, die Abkürzung sagt mir aber nichts.)
    Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Da war offenbar mein Gedankensprung zu groß: Die Verlage verdienen mehr als nötig, weil die Bücher gekauft werden, obwohl man Sie nicht braucht. Und im nächsten Jahr wird dann bei einem anderen Verlag gekauft, "weils ja letztes Mal doch nicht so gepasst hat". Das neue Buch ist aber nicht besser.
    1) Weil in einem Buch ein Kapitel schlecht ist bedeutet das nicht das man das Buch nicht braucht. Bei den restlichen Kapiteln verwendet man es.
    2) Ich weiß nicht aus welchem Bundesland sie kommen aber ich kenne keine Schule die es sich leisten kann ein neues Buch zu kaufen weil das alte nichts taugt. Da wird in jedem Schuljahr um jeden Band geschachert wie auf dem Basar. „NWA verzichtet auf ein Buch in Klasse 10 und dafür bekommen wir das teurere Buch für Klasse 8“
    „Wenn wir in Mathematik das Buch für die 5er erst nach 6 Jahren ersetzen dann bekommen wir die Lernsoftware. Das ist dann um x Euro billiger“.

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Und warum sind die Hefte im Verhältnis teurer? Ich sag's doch, die Verlage verdienen ...
    Warum ist ein GEO Heft im Verhältnis teurer als ein Buch von GEO?
    Weil die a) Preise nicht von den Seitenzahlen abhängen und b) die Themenhefte zwangsweise ausführlicher sein müssen als die Schulbücher.*

    * Da diese nicht in einer bestimmten Reihenfolge behandelt werden müssen manche Grundlagen in mehreren Themenheften bereitgestellt werden und sie müssen breiter aufgestellt sein. Damit sie auch unabhängig behandelt werden können.

    [QUOTE=Zitrone!;10037316]Dass Hefte schneller kaputt und verloren gehen, kann ich nicht nachvollziehen. [/quote ]
    nehmen sie einen Standart Schülerschlamper Rucksack beliebiger Marke. Und in diesen werfen sie ein Hardcoverbuch und ein Themenheft. Falls sie letzteres nicht haben können sie auch eine Zeitschrift nehmen.
    Und dann sehen sie sich die Bücher nach ein paar Wochen an, oder überlegen sie einmal welches Buch zuerst Eselsohren und Knicke besitzt. Welches bei einem Wasserschaden nicht nur beschädigt sondern zerstört ist.
    Und dabei ist es egal ob das Heft nun nicht das ganze Jahr im Einsatz ist.
    Was dabei auch ganz wichtig ist: Die Themenhefte dürfen erst bei Themenbeginn an die Schüler ausgeteilt werden und müssen nach Themenende eingesammelt werden. Sonst fehlen am Schuljahresende viele Hefte.

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Theoretisch? Oder auch praktisch? Falls ja: Haben Sie es gut!
    Zwangsweise. Welche Stadt hat das Geld jedes Jahr neue Bücher zu kaufen?
    Praktisch laufen die Bücher mind. 5 Jahre. Oft aber länger weil kein Geld da ist um sie zu ersetzen. Auch nicht bei einem Lehrplanwechsel.
    Bei einem neuen Lehrplan werden dann jedes Schuljahr eine oder zwei Klassenstufen mit einigen neuen Büchern ausgestattet. Wenn man Glück hat und wurde genau dann eingeschult wenn so ein Wechsel stattfindet dann bekommt man in jedem Schuljahr neue Bücher. Das bedeutet aber das der Vorjahresjahrgang Bücher hat die 5-7 Jahre im Einsatz waren (und entsprechend aussehen).
  2. #31

    Zitat von marit Beitrag anzeigen
    2) Ich weiß nicht aus welchem Bundesland sie kommen aber ich kenne keine Schule die es sich leisten kann ein neues Buch zu kaufen weil das alte nichts taugt.

    [...]
    Was dabei auch ganz wichtig ist: Die Themenhefte dürfen erst bei Themenbeginn an die Schüler ausgeteilt werden und müssen nach Themenende eingesammelt werden. Sonst fehlen am Schuljahresende viele Hefte.


    Zwangsweise. Welche Stadt hat das Geld jedes Jahr neue Bücher zu kaufen?
    Praktisch laufen die Bücher mind. 5 Jahre. Oft aber länger weil kein Geld da ist um sie zu ersetzen.
    Sorry, aber sie haben da was nicht verstanden: Bei uns kaufen die ELTERN die Bücher!

    Die Schule bietet teilweise auch den Verleih an, allerdings gegen Gebühr, die ca. 1/3 des Kaufpreises beträgt.

    Deshalb hat unsere Schule überhaupt keine Skrupel, alle naslang neue Bücher auf die Listen zu setzen.
  3. #32

    Ich hab noch was vergessen:

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Dass Hefte schneller kaputt und verloren gehen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Zitat von marit Beitrag anzeigen
    nehmen sie einen Standart Schülerschlamper Rucksack beliebiger Marke. Und in diesen werfen sie ein Hardcoverbuch und ein Themenheft. Falls sie letzteres nicht haben können sie auch eine Zeitschrift nehmen.
    Und dann sehen sie sich die Bücher nach ein paar Wochen an, oder überlegen sie einmal welches Buch zuerst Eselsohren und Knicke besitzt. Welches bei einem Wasserschaden nicht nur beschädigt sondern zerstört ist.
    Und dabei ist es egal ob das Heft nun nicht das ganze Jahr im Einsatz ist.
    Wenn Themenhefte etwa so gebunden sind wie Arbeitshefte, können sie durchaus 2, 3 Jahre halten, zumal wenn man sie mit einem Schutzumschlag versieht. Das Interesse daran ist natürlich größer, wenn die Hefte nicht der Schule gehören, sondern privat gekauft wurden ...
  4. #33

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Sorry, aber sie haben da was nicht verstanden: Bei uns kaufen die ELTERN die Bücher!
    Nochmal mein erster Satz: Nehmen wir mal eine 7te Klasse, Realschule, Ba-Wü
    Ich rede immer noch von BaWü, und dort kaufen die Schulen die Bücher (Lehrmittelfreiheit).
    Was dann dazu führt das es Schulen gibt die in manchen Fächern gar keine Bücher haben, weil ihnen diese zu teuer sind.
    Und da jammern dann die Eltern weil wir nur alle 5 Jahre neue Bücher kaufen und die Schüler mit den alten Schinken arbeiten müssen.

    Zitat von Zitrone! Beitrag anzeigen
    Deshalb hat unsere Schule überhaupt keine Skrupel, alle naslang neue Bücher auf die Listen zu setzen.
    Da frage ich mich wie die Schulen das machen. So viele Bücher gibt es doch gar nicht auf dem Markt das man Jahrelang das Schulbuch wechselt.
    Und auch überrascht es mich das die Lehrer dabei mir mitmachen sich jedes Jahr ein neues Buch zu kaufen. Und das in mehreren Jahrgängen gleichzeitig.
  5. #34

    Zitat von marit Beitrag anzeigen
    Nochmal mein erster Satz: Nehmen wir mal eine 7te Klasse, Realschule, Ba-Wü
    Ich rede immer noch von BaWü, und dort kaufen die Schulen die Bücher (Lehrmittelfreiheit).
    Was dann dazu führt das es Schulen gibt die in manchen Fächern gar keine Bücher haben, weil ihnen diese zu teuer sind.
    Und da jammern dann die Eltern weil wir nur alle 5 Jahre neue Bücher kaufen und die Schüler mit den alten Schinken arbeiten müssen.
    Tja, offenbar haben beide Systeme so ihre Nachteile ...

    Zitat von marit Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich wie die Schulen das machen. So viele Bücher gibt es doch gar nicht auf dem Markt das man Jahrelang das Schulbuch wechselt.
    Und auch überrascht es mich das die Lehrer dabei mir mitmachen sich jedes Jahr ein neues Buch zu kaufen. Und das in mehreren Jahrgängen gleichzeitig.
    Manchmal ist es auch einfach nur eine neue Auflage. Wir haben hier in der Gegend ein Buchhändlerin, die schon kurz nach Ausgabe der Listen durch die Schulen sagen kann, ob da nur Druckfehler korrigiert wurden oder sich ganze Kapitel geändert haben - sehr nützlich, das.
  6. #35

    von vs. für

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kommunen müssen Kopien von Schülern zahlen
    Ich hätte da gleich zwei Fragen.

    1. Geht es hier um Gentechnik?
    Im Grunde ist es ja nicht mehr als Recht und billig, dass die Kommunen auch bezahlen, was sie bestellen. Allerdings bleibt für mich im Dunkel: Warum genau lassen die Kommunen Kopien ihrer Schüler anfertigen? Gibts von denen nicht genug? Gibts da nicht noch mehr rechtliche Fragen diese Klone betreffend? Und was kostet so ein kopierter Schüler wohl? Der Artikel hat da nicht ausreichend recherchiert, finde ich.

    Nur für den Fall, dass es sich hier um ein schreckliches Missverständnis handelt und es in Wirklichkeit nicht um Kopien von, sondern um Kopien FÜR Schüler geht:

    2. Ist das Urheber-Recht - das im Englischen ja nicht umsonst copyright heißt - eventuell zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt worden? Seit wann darf man denn aus Büchern ganze Klassensätze von Kopien anfertigen? Ganz ernst: Ist das überhaupt erlaubt?
  7. #36

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Künftig müssen Sachsens Schüler nichts mehr zahlen, wenn ihre Lehrer Kopiergeld einsammeln. Die Kosten dafür müssen Kommunen und Landkreise übernehmen, entschied nun das dortige Oberverwaltungsgericht. Der sächsische Städte- und Gemeindetag fürchtet Kosten in Millionenhöhe.

    Urteil in Sachsen: Kommunen müssen Kopien von Schülern zahlen - SPIEGEL ONLINE
    Eine alternative wären hier doch E-Book Reader. Guten Preis mit Händlern ausmachen (unter 80 Euro), einkommensschwächeren Familien Alternativen anbieten bzw. einen noch geringeren Preis. Zudem – wenn man Schulbücher auch in einer digitalen Version anbietet, dann kann man sich diese 80 Euro auch zusammensparen. Alles eine Frage des Willens – genug Wissen haben wir ja, warum nicht unsere Möglichkeiten nutzen.

    Ich habe auch so ein Ding für die Uni – und seitdem ich es habe, muss ich keine Kopien von irgendetwas machen (bei uns wird grundsätzlich alles eingescannt und in ein virtuelles System hochgeladen) und zudem kann man es viel besser lesen, hat kein Papierchaos, kann auf bestimmte Literatur später noch zugreifen etc.

    Würde sich auch dafür eignen, z.B. Matheaufgaben heraus zu lesen, genauso wie für Klassiker, die in der Regel dann auch kostenlos zu bekommen sind. Wobei ich es schon wichtig finde, dass man nicht nur mit so einem E-Book Reader arbeitet, sondern hier und da auch mit echten Büchern. Schreiben können die Kids ja immer noch auf Papier.

    Wer jetzt denkt, dass das unangenehm ist auf so einem Ding zu lesen bzw. damit zu arbeiten: Besser als jeder Computer. Der Bildschirm leuchtet nicht, der Text entsteht elektronischer Tinte und so sieht das Ganze aus wie in einem echten Buch. Meiner Meinung nach die Zukunft an Unis und Schule. Einmal gekauft, und Papier gespart! Braucht lediglich ein wenig Strom und natürlich die Produktion...
  8. #37

    Wenn ich Ihren Beitrag lese ...

    Zitat von RTS Beitrag anzeigen
    Eine alternative wären hier doch E-Book Reader. Guten Preis mit Händlern ausmachen (unter 80 Euro), einkommensschwächeren Familien Alternativen anbieten bzw. einen noch geringeren Preis.

    Ich habe auch so ein Ding für die Uni – und seitdem ich es habe, muss ich keine Kopien von irgendetwas machen
    ... kann ich nicht glauben, dass Sie tatsächlich einen eInk-ebook-Reader besitzen.

    Die haben keine Farbe, können keine hochauflösenden Fotos oder Grafiken abbilden, sind für das sequentielle Lesen eines Romans bestens geeignet, aber nicht für das Herumblättern.

    Die durchschnittliche Lebensdauer in einem Schulranzen und im Klassenbetrieb dürfte im Wochenbereich liegen.

    Ich könnte jetzt noch 50 Zeilen lang weitermachen, aber nein : Siehaben keinen ebook-Reader...
  9. #38

    Immer wieder wird versucht das alte Schulgeld/Lehrgeld das vor über hundert Jahren offiziell abgeschafft wurde wieder einzuführen. Mal nennen die das Kopiergeld oder wie vor einigen Jahren in Hamburg "Büchergeld". Wehret den Anfängen!


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