Auch wenn ich zustimme, dass die zuletzt erforderlichen Wartezeiten von 12-13 Semestern sehr lang und nahe an der Grenze des zumutbaren sind - eine prinzipielle Ungerechtigkeit kann ich darin nicht erkennen.
Es ist nunmal so, dass Medizinstudienplätze extrem begehrt und gleichzeitig aufgrund der hohen Kosten limitiert sind. Die aktuelle Regelung sieht vor, dass 20 % der Plätze nach Abiturnote, 60 % nach Auswahl durch die Hochschule und 20 % durch Wartezeit vergeben werden.
Bei einer entsprechend hohen Anzahl an Bewerbern kommt es eben zu den sehr hohen Anforderungen bezüglich Note, Wartezeit oder besonders gutes Abschneiden im Auswahlverfahren.
Die Lösung:
Akzeptieren oder mehr Studienplätze. Gegebenenfalls könnte man auch die Quoten überdenken, nach denen die Plätze vergeben werden, z.B. mehr als 20 % nach Wartezeit zu vergeben. Aber dies führt dann zu umso höheren Anforderungen den anderen gegenüber, z.B. müsste der Notendurchschnitt dann noch besser sein. Wäre dies etwa gerechter? Ich meine nein.
Antworten / Zitieren


