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Urteil: Mediziner-Wartezeit soll vors Verfassungsgericht
VG GelsenkirchenIst es verfassungswidrig, länger als sechs Jahren auf ein Medizinstudium warten zu müssen? Ja, sagten Gelsenkirchener Richter und verweisen die Klage dreier Medizinbewerber an das Bundesverfassungsgericht. Das höchste deutsche Gericht könnte die gängige Praxis ins Wanken bringen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...829988,00.html
- #10 26.04.2012 22:33 von
Absolut richtig!
Durch die postfeudale Kleinstaaterei unserer Bundesländer sind die Abinoten sowieso mit äußerster Vorsicht zu geniessen. Da gibt es ohne Zentralabitur solche Spannweiten das man einzelne Abinoten aus Bundesländern wie z.B. Bremen, Hamburg und Berlin eigentlich abwerten müsste.
Außerdem sagt meiner Meinung nach ein 1.xx Abischnitt soviel über den Studienplatzanwärter aus, wie der Umschlag zum Inhalt eines Buches. Denke da sollte man eher einen praxisnahen Einstufungstest machen und evtl. nen halbjähriges verbindliches Vorpraktikum in einem Pflegeberuf oder an einem Krankenhaus mit abschließender Benotung. Und dieses an die Abinote mit einem zu bestimmenden Faktor koppeln.
Noten sind nämlich teilweise sehr individuell und "persönlichkeitsbezogen" und Lehrer nicht immer wertfrei und unbefangen ;) - #11 27.04.2012 00:05 von
In Zeiten, in denen die Mehrheit der Schulabgänger ein Abitur haben und eine Abi-Note von 1,0 nichts außergewöhnliches mehr ist, ist so etwas eine natürliche Folge.
Ein Schuh wird erst daraus, wenn einer mit 1,0 auf den Medizin-Studienplatz warten muss, weil jemand anderes den Studienplatz bekommt, der unter normalen Bedingungen gerade mal die mittlere Reife geschafft hätte. Oder verstößt die Auslese nach Abinote gegen irgendein Antidiskriminierungsgesetz oder eine Quotenregelung? - #12 27.04.2012 06:02 von
sollten nie der einzige Zulassungstatbestand für ein Studium sein. Studiere nur mit einer Abiturnote 1,0 - ist lediglich ein sehr einfaches System für die Unis. Echte Bewerberauswahl sieht anders aus ....
- #13 27.04.2012 06:19 von
Ob verfassungswidrig oder nicht.
Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass Ärzte heutzutage nicht mehr den Menschen sondern nur noch nach Schema F behandeln.
Was sagt ein Abiturdurchschnitt über die Fähigkeiten eines Menschen als Arzt aus? NICHTS
Fakt ist, dass unser Schulsystem nur angepasste und stur dem Lehrplan folgende Schüler mit guten Noten belohnt. Solche Ärzte haben wir genügend - und die Behandlung der Patienten wird von Jahr zu Jahr schlechter. - #14 27.04.2012 06:44 von
Das ist ja lächerlich! In der Abizeit schön faulenzen und Abinoten jenseits von Gut und Böse bekommen und nun das deutsche Studiengesetz anprangern wollen! Sorry aber da hättet ihr euch wie die anderen mal damals hingesetzt und ordentlich gelernt! Was berechtigt euch einen Studienplatz zu bekommen anstatt jemand, der sich dafür qualifiziert hat, weil er schon in der Schule anständige Noten gemacht hat? Wenn es nach mir ginge würdest ihr ewig warten! Und dann auch noch den Luxus haben wollen an einer deutschen Hochschule Medizin studieren wollen! Wenn ihr Geld habe euch durch mehrere Instanzen zu klagen, dann nehmt das Geld lieber und haut ins Ausland ab! Es gibt genug Leute, die dann eben im Ausland studieren! Sorry aber wer im Abi ne 3 macht hat in dem Studium nichts verloren..
- #15 27.04.2012 07:08 von
Wo kämen wir hin ...
... wenn ich Leistung lohnte ???
Als alter Ossi habe ich den Sinn der Warterei auf diese Studienplätze nie verstanden. Wenn mein Abi zu schlecht war, war es zu schlecht, Punkt. Man wird nicht intelligenter, wenn man wartet. Das Medizinstudium und erst recht später die verantwortungsvolle Berufsausführung erfordern nun mal geistige Fähigkeiten. Was soll der gesellschaftliche Sinn sein, erst jemanden jahrelang warten zu lassen, ihn dann durch ein Studium zu schleppen, für welches er nicht geeignet ist, nur um dann einen Arzt zu haben, der schlechter ist, als derjenige, den er mit seiner Warterei vom Studienplatz verdrängte ?
Natürlich braucht es ein Zentralabitur, damit die Leistungen auch vergleichbar sind. Und natürlich sollte man ein Jahr warten können um zu sehen, ob man mit seinem Schnitt im Folgejahr vielleicht besser ist als nötig. Von mir aus kann man ja ggf. die Abi-Prüfungen nochmal machen, wenn man sich in einem Fach total verhauen hatte, um einen höheren Schnitt zu kriegen. Aber dann isses auch jut. Zu schlecht ist zu schlecht und das gilt für alle (Berufs)wege, nicht nur für Ärzte. - #16 27.04.2012 07:17 von
...
Das heißt, Sie sind in der Lage Dinge auswendig zu lernen, wenn man Ihnen vorher sagt, was dran kommt. Aber wenn Wissen und seine Verknüpfung spontan und querbet gefordert wird, geht's nicht so gut. Komisch, was glauben Sie, wird Ihnen im Berufsleben später abgefordert ?
Dieses mehr und mehr zunehmende Abfragen von auswendig Gelerntem im Gegensatz zur Benotung tatsächlicher Intelligenz nervt mich total. Eine Zensur sollte nicht sosehr Lernfleiß ausdrücken, sondern vielmehr die Anwendungsbereitschaft des Wissens in einem Fachgebiet.
Schon allein, daß Sie selbst die Klausuren in den Mittelpunkt stellen und froh sind, daß nun keiner mehr plötzlich mündlich prüft, statt zu zeigen, daß Ihre Schwäche bei solchen mündlichen Abfragen verschwunden ist, zeigt, daß das mit dem logischen Denken so ein Problem ist, oder ?
Für das, was Sie in der Wartezeit getan haben habe ich Respekt und da es keine allgemein vergleichbaren Abinoten in DE gibt, sind Sie vermutlich eh besser als der Notenschnitt hergibt. Aber das ist ein anderes Thema. - #17 27.04.2012 07:35 von
Noten sind die Wahrheit
.... Manche arbeiten oder betreuen auch schon während der Schulzeit oder sind durch andere - auch körperliche - Handicaps bzw. Lehrkörper daran gehindert eine 1,0 zu schaffen. Es sollte das Anforderungsprofil an ein Medizinstudium ausschlaggebend sein und nicht eine einzige (!) Ziffer auf einem Stück Papier. Aber wir wollen die deutsche Ordnung nicht ins Wanken bringen :-)
- #18 27.04.2012 07:37 von
Na, wer so unbedingt und nur an Medizin interessiert ist, duerfte doch der richtige Kandidat fuer einen Landarztjob sein! Muss doch Liebe zum Helfen sein! Wuerde ich volles Stipendium geben, mit rechtlich einwandfreier Verpflichtung, mind. 25 Jahre dort zu praktizieren, wo es nicht genug Aerzte gibt!
- #19 27.04.2012 08:36 von
warum werden nicht alle die wollen zugelassen oder machen eine eingangsprüfung!?
alle zulassen und dann bis zu physicum sieben. so war es zu meiner zeit und das war gut so, denn fast jeder zweite war nach vier semestern raus aus dem rennen oder ging auf lehramt etc. in uk ist es z.t. auch heute noch so, d.h. sieben bis zum achten semester.
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