Es gibt ein Video dazu, wie sie bei der polizeilichen Befragung dazu geschwiegen haben Gary Dobson police interview | The Sun |Video|News
Späte Gerechtigkeit in einem historischen Prozess: Vor 18 Jahren haben Gary Dobson und David Norris den jungen Schwarzen Stephen Lawrence in London erstochen, nun wurden sie zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Doch viele Fragen des Falles sind noch offen.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...807144,00.html
Es gibt ein Video dazu, wie sie bei der polizeilichen Befragung dazu geschwiegen haben Gary Dobson police interview | The Sun |Video|News
Auf der Jacke des einen Täters fanden sich Blutspuren des Opfers, auf der Hose des Zweiten Verurteilten diverse Haare des Opfers. Eindeutiger geht es wohl kaum.
Noch ein paar Indizien:
- Nach der Tat gingen bei der Polizei 29 Anrufe ein, die alle die selbe Gang als Täter verdächtigten. Sie waren gewaltätige Rassisten bekannt.
- Es gibt Videos der Männer, die diese dabei zeigen, wie sie mit Messern "spielen" und im Spiel sich gegenseitig, bzw. mit Anlauf die Wand "ermorden". Die Männer sagen zu dem Dinge wie "Ich will den N***** häuten und in Brand setzen".
- Kurz nach Tat sind junge Männer aus der Nachbarschaft zu den Tätern nach Haus gegangen. Dort war die Gang und einige der Männer waren frisch geduscht und dabei sich wieder anzuziehen.
- Die Männer haben sich in Widersprüche verwickelt. Sie behaupteten, den ganzen Abend zu Hause gewesen zu sein, bei ihrer Freundin gewesen zu sein, kurz etwas gekauft zu haben usw.
- Einige Gangmitglieder behaupteten, sich nicht zu kennen. Es gibt Fotos, die belegen, dass das gelogen war.
Vermutlich gäbe es noch weit mehr Beweise, wenn sich die Polizei nicht so rassistisch und stümperhaft verhalten hätte.
Informieren Sie sich doch bitte das nächste Mal bevor sie Richter des Rassismus beschuldigen.
gruenewiese:
leider machen sie einen Sprung von Indizien zu Beweisen. Das sollte keinem Richter passieren.
Die angeführten Indizien belegen nur, dass die Verdächtigen am Tatort waren, hochwahrscheinlich während des Mordes. Sie zeigen aber nicht, wer der Täter war. Das mag frustrierend sein, ist aber für die Rechtsprechung unumgänglich. Ich weiss nicht, ob das englische Gericht fünf Leute gleichermassen des Mordes schulding sprechen will/kann. Unter den gegebenen Umständen hat wohl nur einer den tödlichen Stich gemacht.Nur diese Person sollte des Mordes angeklagt und verurteilt werden.
Ich glaube nicht, dass das in der Praxis NIE geklärt werden kann, deshalb ist es durchaus erheblich bei der Urteilsfindung.
Was ich beim Urteil erstaunlich fand, war die maximale Interpretation um ein hohes Strafmaß zu erzielen. Der Richter wusste, dass lebenslänglich nicht möglich war aufgrund des Alters der Angeklagten zur Tatzeit. Ein Aspekt ist die Würdigung der Mittäterschaft, der zweite die Tatsache, dass nicht auf Totschlag sondern auf Mord bekannt wurde. Normalerweise muss bei Mord ein Vorsatz erkennbar sein. Dem Richter has es genügt, dass der Tod billigend in Kauf genommen wurde.
Die Urteilsbegründung ist hier:
Stephen Lawrence murder case: the judge's sentencing remarks - full text | UK news | guardian.co.uk
Es stimmt, dass es im deutschen Recht ähnliche Urteile gibt was Mittäterschaft und Vorsatz angeht, zum Beispiel hier:
Urteil des 4.*Strafsenats vom*15.6.2000 -*4*StR*172/00*-