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Urteil im Gema-Streit: YouTube muss alle neuen Uploads prüfen

dapdJetzt könnte es für YouTube teuer werden: Ein Gericht hat entschieden, dass die Plattform bei jedem neuen Upload prüfen muss, ob der Beitrag die Rechte von Gema-Mitgliedern verletzt. Es geht derzeit nur um sieben Werke, doch die umfassende Prüfpflicht könnte leicht auf weitere Stücke ausgeweitet werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...828801,00.html
  1. #1

    Weltfremd

    Unglaublich! Mir fällt dazu echt nichts mehr ein.

    Durch seine technik- und fortschrittsfeindliche Rechtsprechung bringt sich Deutschland um seine eigene Zukunft.

    Wir müssen das Urheberrecht nicht abschaffen, aber es muss ein Fair Use nach US-Vorbild her und weniger Störerhaftung.
  2. #2

    Leute benutzt einfach eine von diversen Proxy Seiten um für Deutschland gesperrte Videos zu schauen.

    Das Internet bleibt frei da kann auch die GEMA nichts dran ändern.
  3. #3

    Wem nutzt's?

    Der/die Urheber sollte(-n) selbst bestimmen können, was im Netz veröffentlicht werden darf, und was nicht.

    Beispiel:

    Fragt man als Filmemacher beim Verlag, der Plattenfirma oder sonstigen Rechte-Inhabern eines Stückes an, ob man dieses als Untermalung, sprich: als künstlerische Erweiterung ohne kommerzielle Interessen für sein YouTube-Filmchen benutzen darf, so bekommt man von deren Rechtsabteilungen (mangels Interesse und Aufwand) niemals eine Antwort. Da nutzt keine Namensnennung im Abspann oder Verlinkung zu ITunes etc.. So bleibt nur noch das halb-gare Gedudel von Royalty-free-Music-Portalen oder Augen-zu-und-durch.

    Natürlich ist die reine Veröffentlichung des Songs bei YouTube mit einem hübschen Bild des Künstlers oder Sonnenuntergang in der Tat recht fragwürdig, da es sich ja hierbei kaum um eine künstlerische Erweiterung handelt, aber dennoch liegt in beiden Fällen ja ein hoher weiblicher Effekt für das jeweilige Stück vor, oder? Ein Großteil der Nutzer kauft ja dann auch brav bei Itunes das Stück.

    Anstatt sich zu vor dem Kadi zu bekriegen, sollten beteiligte Interessenvertreter sich vielleicht ein neues, zeitgemäßes Model überlegen: Zum Beispiel den Verkauf von Lizenzen für die nicht-kommerzielle Nutzung (mit Namensnennung und Verlinkung) - einfach und schnell online erhältlich. Ich bin mir sicher, dass dies einige Portemonnaies der Künstler, wie auch Vertriebsgesellschaften und so auch der GEMA füllen würde.

    Im Moment scheint mir - und so offensichtlich auch vielen anderen 'Usern' - die GEMA einfach nur anachronistisch und selbstverliebt, wie ein alter Mann vor'm Spiegel, die Faust geballt zu John Bon Jovi - die CD, die er bei WOM für 21 Mark ergattert hat - in der anderen Hand ein Glas Valpolicella. Gleich wird er Whitney Houston auflegen - und vielleicht weinen.

    OK. Phantasie durchgegangen.
  4. #4

    Hä?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt könnte es für YouTube teuer werden: Ein Gericht hat entschieden, dass die Plattform bei jedem neuen Upload prüfen muss, ob der Beitrag die Rechte von Gema-Mitgliedern verletzt.
    Diese Einleitung ist nicht ganz unrichtig, aber irreführend. Damit youtube zur Löschung verpflichtet ist (wohl gleichbedeutend damit, dass sich ein Rechtsanspruch ableitete), muss ein Anzeigen seitens der GEMA erfolgen. Überdies muss generell eine automatische Prüfung erfolgen; ein Versagen dieses Automatismus schlüge sich aber wohl nicht direkt darin nieder, dass es teuer würde. Dazu bedürfte es nach wie vor des Hinweises an youtube seitens der GEMA, der dann von youtube ignoriert wird.
    Oder hab ich was falsch verstanden?
  5. #5

    Jeder 12jährige in Deutschland weiß, wie man diese Sperre in höchstens 10 Sekunden umgehen kann. Die Nichtkenntnis des Netz seitens der Gema ist beispiellos.
  6. #6

    Von wegen!

    Zitat von qranqe Beitrag anzeigen
    Durch seine technik- und fortschrittsfeindliche Rechtsprechung bringt sich Deutschland um seine eigene Zukunft.
    Von wegen! YouTube ist damals nicht angetreten, um Musikvideos oder ganze Filme kostenlos bereitzustellen. Es war als Plattform für Amateurvideos gedacht. Warum man nun dennoch Musikvideos dort findet, kann ich nicht so ganz verstehen. Dafür war YouTube nicht gedacht.
  7. #7

    wird sich google ... (bzw. youtube) ... ja aus deutschland zurückziehen, so wie aus china. das wär mal ne massnahme.
    im gegensatz zu china allerdings gibt es hier (noch) keinen erstaz. was würden deutsche nutzer der gema dafür sagen?
  8. #8

    Schönes Deutschland

    Wir haben in Deutschland schon längst ACTA umgesetzt, ob wir es wahr haben wollen oder nicht.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt könnte es für YouTube teuer werden: Ein Gericht hat entschieden, dass die Plattform bei jedem neuen Upload prüfen muss, ob der Beitrag die Rechte von Gema-Mitgliedern verletzt. Es geht derzeit nur um sieben Werke, doch die umfassende Prüfpflicht könnte leicht auf weitere Stücke ausgeweitet werden.

    Urteil im Gema-Streit: YouTube muss alle neuen Uploads prüfen - SPIEGEL ONLINE
    Die Landgerichte Hamburg und Köln treffen bei technikrelevanten Urteilen immer wieder zutiefst fragwürdige Entscheidungen.
    Bei 60 Stunden Videomaterial pro Minute ist eine manuelle Prüfung unmöglich, und eine automatische Prüfung lässt "immer" etwas durch oder verursacht massive Kolleteralschäden.
    Mission: Impossible für YouTube.
    Dann werden sich Firmen wie Rapidshare in Zukunft ja noch wärmer anziehen dürfen. Denn die Haftung als "Störer" dürfte diese Firmen genauso betreffen.

    Bin gespannt wann Facebook als Störer dran ist wegen Fotos von Dritten welche ohne Genehmigung dort eingestellt wurden.








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