dapdAm Frankfurter Flughafen bleiben Nachtflüge auch künftig tabu. Das Bundesverwaltungsgericht untersagte Starts und Landungen zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. Damit ist eine zuvor erteilte Genehmigung des Landes Hessen hinfällig.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...825673,00.html
Letzteres glaube ich Dir nicht. Vielleicht hast Du es an Systematik und Phantasie bei der Wohnungssuche mangeln lassen und z.B. den Fehler gemacht, das nahe Umland zu vergessen? 5...10 Fahrminuten von Spandau entfernt, in Neu-Fahrland, hatte ich eine spottbillige und bildhübsche Neubauwohnung, die sogar über 2 Etagen ging! Obwohl wenig entfernt davon, entlang der B5, das Wohnen schweinisch teuer/unbezahlbar ist. Die Mieten sind eben äußerst kontrastreich.
Ich halte den Zuzug in eine Einflugschneise auch weiterhin für ein Einverständnis mit den bestehenden akustischen Verhältnissen.
Nein - das Problem sind die Leute, die in die Nähe eines Flughafens ziehen und sich dann vom Lärm gestört fühlen. Den Flughafen Hamburg gibt es schon seit über 100 Jahren, damals noch in einem Ort Fuhlsbüttel, der noch nicht zu Hamburg gehörte. Soviele Wohngebiete gibt es aber nicht direkt am Flughafen. Wer dort hingezogen ist wusste, auf was er sich einließ.
Weil dann die nächsten Leute auf die grüne Wiese neben den neuen Flughafen ziehen uns sich wieder vom Lärm belästigt fühlen würden.An dieser nicht zeitgemäßen Fehlplanung festzuhalten, aus Kostengründen, ist das Problem. Wenn Hong Kong es schafft, einen neuen entlegenen Flugplatz zu bauen, warum schafft man das in Deutschland nicht?
Nö - wer selbst zum Lärm zieht und sich darüber beschwert sollte nicht verwundert sein, "beschimpft" zu werden.Es ist absolut sinnlos, Menschen, die wegen der Fehlplanung unter dem Lärm leiden, dafür zu schimpfen.
Die Diskussion um einen Ausbau des Flughafens Frankfurt begann 1997. Erst in 2005 ist allerdings die Entscheidung gefallen, dass es zur Nord-West-Variante kommt. Es waren noch eine Nord-Ost-, bzw. Süd-Variante im Gespräch. D.h. also in der Zeit von 1997 – 2005 hätte sich niemand im Rhein-Main-Gebiet eine Wohnung mieten, ein Haus kaufen bzw. eine Familie gründen dürfen, weil er ja Gefahr lief, in die Einflugschneise bzw. auch in die neuen, aber vollkommen unbekannten da Variante nicht feststand, Flugrouten hineinzuziehen?
Das ist in einer Region, die schon durch die Banken in Frankfurt stark wächst, ziemlich unrealistisch. Frankfurt hat nun mal das Problem, viel zu viele Arbeitsplätze für viel zu wenig Wohnraum zu bieten. Mein Job und auch der meines Mannes haben absolut nichts mit dem Flughafen zu tun, wir sind beide hier geboren und haben unser gesamtes soziales Umfeld inkl. Jobs hier. Die Menschen, die hier arbeiten sollen, müssen irgendwo wohnen.
Es wird für den Flughafen und die angeblich auch durch das neue Terminal 3 entstehenden (anvisierten) 100.000 neuen Jobs einen Standortnachteil für den Flughafen geben. Die Menschen für diese Jobs müssen erst einmal hierherziehen, wo sollen die denn alle wohnen? Es geht vor allem um Jobs im mittleren bis unteren Lohnsegment (Hotels, Konferenzzentren, Shopping-Mal etc.). D.h., diese Leute müssen nah an ihrem Job wohnen, weil sie sich eine lange Anfahrt nicht mehr leisten können. Ein Sechstel des Rhein-Main-Gebietes unterliegt aber aufgrund des Flughafens schon Siedlungsbeschränkungen, also, wo sollen neue Wohnungen entstehen?
Auf diese Fragen gibt einem niemand Antworten. Aber für die Fraport und Co. wird es auf Dauer schwierig, Personal zu finden. Wenn die Menschen von z.B. EUR 800,-- netto leben müssen (APS = Fraport-Tochter = zahlt im Schnitt EUR 6,50 die Stunde) und das bei den Mieten hier, dann könnte der eine oder andere schon überlegen, ob er sein Glück nicht woanders versucht. Nämlich dort, wo er entweder bessere Löhne bekommt oder weniger Miete zahlt. Oder aber es werden Wohnsilos gebaut und diese müssen zwangsläufig (Fahrtkosten) in die Nähe des Flughafens, dort gelten aber wiederum Siedlungsbeschränkungen. Falls jemand bis hier gelesen hat: Da beißt sich eine Katze ganz schön in den Schwanz, oder?
Noch ne Frage: Fraport und Co. sparen durch das Nachtflugverbot doch sicherlich Personalkosten wegen Wegfall einiger Nachtzuschläge? Ob das die „unglaublichen“ Verluste durch das Verbot von 17 Nachtflügen (11 davon hatte LH beantragt) ein bisschen ausgleicht? Es wäre schön, wenn man dazu mal Zahlen geliefert bekäme.
Die 100.000 Jobs sind doch eine Seifenblase.
Man schrieb damals die Unternehmen am Flughafen und im Umland an und fragte, wie sich die Anzahl der Arbeitsplätze in den nächsten 15 (!) Jahren mit oder ohne Ausbau entwickeln würde.
Nur ein Bruchteil der Unternehmen hat geantwortet und das mit der Genauigkeit dürfte in etwas der Prognose mit der Glaskugel entsprechen ...
Wir schaffen es nicht, das Wetter für 2 Wochen vorauszusagen, aber die Arbeitsplatzentwicklung über 15 Jahre, also zumindest am Flughafen. ;-)
Nach dem Vorbild von Wikipedia wurde die Seite Frapedia (.de) installiert. Dort kann man einige Zahlen nachlesen. Da man sich mit falschen Zahlen selbst ins Knie schießen würde, nehme ich mal an, dass die Angaben korrekt sind. Die Geschäftsberichte der Fraport hatte ich mir selbst von 1999 - 2011 selbst angeschaut, die Angaben daraus stimmen.