Wenn Sie aufmerksamer lesen würden hätten Sie gemerkt, dass ich die Co-Faktoren erwähnt habe. Allerdings sind GVO-Pflanzen nicht darunter, dafür der invertebrate iridescent virus type 6 und halt wie erwähnt u.a. Pestizide. Wie bereits gesagt, dass die moderne Landwirtschaft mit weitflächigen Monokulturen, Pestizideinsatz, etc. ökologische Konsequenzen hat, die auch auf Bienen negative Auswirkungen hat, erscheint mir durchaus auch naheliegend. Das zeigt aber nicht zuletzt, dass es ein grosser Fehler ist, auf Gentech als primäres, ja gar einziges Problem zu fokussieren. Aber in der naiven Weltsicht vieler hier gibt es offenbar nur "Gentech-Pflanzen" oder "Natur pur"..das zeigt sich leider auch bei den Bienen, die Sie hier fälschlicherweise wie eine natürliche Population behandeln. Was Quatsch ist, die heutige Honigbiene hat sich fast global ausgebreitet, lokale Arten verdrängt und ist wie alles Domestizierte völlig überzüchtet, sprich mit geringer genetischer Diversität. Dass sowas immer anfälliger wird für Krankenheiten und Stress erstaunt darum kaum.
Na wenn es unbedingt sein muss, dann nennen Sie Monsanto meinetwegen einen Gentech-Saatgut-Konzern (was allerdings ein Pleonasmus ist, stellen doch alle Saatgut-Hersteller auch gentechnisch verändertes her). Oder Gentech-Konzern (wobei man das dann wohl auf die ganze Pharma- und Biotech-Branche anwenden muss). Was Sie aber nicht zu verstehen scheinen: "Gen-Konzern" macht nach wie vor keinen Sinn. Und im übrigen ist der Witz auch, dass es in dem Artikel um Monsanto als Hersteller von Pestiziden geht..Ja nee, is klar ... Monsanto ist ja nur weltweit führend in der Entwicklung und Verbreitung genmanipulierten Saatguts ... da kommen natürlich nur eingefleischte Fortschrittsgegner auf die Idee, den Laden "Gen-Konzern" zu nennen.
Mein ökologisches Wissen verbietet es mir leider, "Mutter Natur" als ein "Wohnzimmer" oder sonst etwas zu betrachten. Im übrigen hat die globale Ökologie ganz andere Probleme, von landwirtschaftlicher Seite u.a. deren landschaftsverändernder Einfluss an sich, der Eintrag von Nährstoffen, Toxinen, etc., sowie Fremdorganismen an sich. "Seuchenartig" breitet sich deshalb auch eher anderes aus, z.B. Palmöl-Monokulturen für Ihr tägliches Essen.Nichts anderes ist das weltweit seuchenartige Verbreiten genmanipulierter Pflanzen ... und falls Sie Mutter Natur nicht als Ihr "Wohnzimmer" ansehen, dann zeugt das weniger von einer fortschrittlichen Einstellung, sondern eher von urbaner Degeneration.
Wie auch immer, im Gesamtkontext könnte man Ihnen sogar zustimmen, mit der Freisetzung vieler Stoffe und der Veränderung nahezu sämtlicher Ökosysteme werden effektiv so einige heikle Experimente betrieben. Die meisten GVO-Pflanzen scheinen mir da aber verglichen mit vielem anderem eine eher vernachlässigbare Komponente. Nicht zuletzt in Europa, wo diese in vielen Ländern kaum oder gar nicht vorhanden sind..

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