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Urteil gegen Charles Taylor: Afrikaner beklagen "Klassenjustiz" in Den Haag

REUTERSCharles Taylor hat grausame Rebellen unterstützt und sich mit Blutdiamanten bezahlen lassen. Dass er dafür zu 50 Jahren Haft verurteilt wurde, stößt weltweit auf Zustimmung, nur in Afrika wird Kritik laut: Den Haag klage ausschließlich Afrikaner an - die Prozesse seien politisch motiviert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836000,00.html
  1. #10

    nene soweit sin ma noch net

    Zitat von ehrensöldner Beitrag anzeigen
    Dazu gehören auch moderne Escort-Girls wie Naomi Campbell, die sich ihre Gunst (?) mit Blutdiamanten haben honorieren lassen. So eine Frau sollte man nie wieder für irgendeinen Laufsteg oder eine Beauty-Zeitschrift engagieren.
    Ne das geht nicht, Frauen dürfen das.
    Neulich stand hier auch ein Artikel über sone Sängerin beim Grandprix das Baku doch so klasse ist....
    Das Ding mit dieser "Emanzipation" ist noch lange nicht soweit das Frauen auch die Konsequenzen ihres Handelns voll tragen müssen. Derzeit ernten sie die Vorteile aber wenn eine so Böcke schießt wie Campell oder die Hupfdole von Baku dann ist das halt...sagen wir naiv oder süß oder ....HEY die sieht gut aus!
  2. #11

    Ja,das alte Rassistenargument.

    Aber soviel ich weiß wurde in Den Haag schon wegen den Kriegsverbrechern aus Deutschland und Ex-Jugoslawien verhandelt.Waren da auch Schwarze vor Gericht?
  3. #12

    Nicht nur die...

    Zitat von joppo Beitrag anzeigen
    Und die diamantairs aus Antwerpen kommen ungeschoren davon?
    ...auch die ganzen Handlanger von Taylor, die dessen Drecksarbeit verrichtet haben. RUF Kommandeure wurden ebenfalls nicht verfolgt, dabei waren die es, die den Zwangsarbeitern die Arme mit Macheten abgetrennt haben.

    Dennoch passt es mir ebenfalls nicht, dass gewisse Politiker in den westlichen Ländern, wie oben schon genannt nicht angeklagt werden.

    Das in Afrika das Konzept von einem Nationalstaat nicht funktioniert, dessen Grenzen willkürlich gezogen worden sind, ist auch ein Problem, wieso bis heute kein Frieden erreicht worden ist. Zu viele Gruppen und Clans, die sich nicht in Staaten bilden und leben und dennoch Autonomie bzw. Macht erstreben.

    Komplexes Thema halt.
  4. #13

    Sofort

    Zitat von erpe Beitrag anzeigen
    Die Käufer der Blutdiamanten gehören auch angeklagt. Ebenso wie jene Mineralölkonzerne, die Öl aus Nigeria beziehen und damit korrupte Regierungen fördern, die ihre Bevölkerung ausbeuten
    den Botschafter des o.g. Landes ausweisen,Embargo verhängen und miltärische Eingreifen,Herr Hollande,übernehmen Sie !
  5. #14

    sollten mal ihre Kultur ansehen und aufarbeiten - "it's good to be da king"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Charles Taylor hat grausame Rebellen unterstützt und sich mit Blutdiamanten bezahlen lassen. Dass er dafür zu 50 Jahren Haft verurteilt wurde, stößt weltweit auf Zustimmung, nur in Afrika wird Kritik laut: Den Haag klage ausschließlich Afrikaner an - die Prozesse seien politisch motiviert.

    Charles Taylors Verurteilung in Den Haag ruft Kritik in Afrika hervor - SPIEGEL ONLINE
    statt zu meckern und Gleichmacherei zu betreiben.

    Einerseits ist es verstaendlich dass nach etlichen Jahrhunderten Ausbeuterei und christlicher 'Verbesserung', Afrika ein zeruetteter Sauladen ist. Statt strategische und rohmaterialien-Ausbeutung koennte sich der Westen nuetzlich dort engagieren - China auch...

    Andererseits wird es langsam langweilig dass die ex-Kolonien immer wieder die Fueher waehlen, die am meisten den alten Kolonialherren aehnlich stinken. Ob's jetzt ein Belgier, Franzose, Englaender (oder auch Deutscher) war, der Genozid betrieben hat, um Diebstahl zu ermoeglichen, oder ein Fettsack der einheimischen Oberschicht, macht wenig Unterschied - tot ist noch immer tot, und ausgebeutet ist noch immer ausgebeutet.

    Da ist naehmlich ein merkbares Problem, das genau Klassenpolitik ist, nur nicht die, die die feinen Herren in ihren italienischen Anzuegen beklagen - die Frage ist, wollen wir weisse Koenige durch schwarze ersetzen (ja, es ist ein kulturelles Schachbrett). Oder wird's mal in Afrika auch endlich Zeit, dass die Menschen kapieren, dass sie keine Koenige brauchen, entgueltig aufgeben, nach ihnen zu suchen und Nichtsnutze zu finden, und stattdessen die Besten unter ihren eigenen Reihen ihnen dienen lassen und auch dabei als Existenzfrage unterstuetzen ?

    Und bitte nicht zu rasch antworten, dass sie ohnmaechtig sind und der Westen immer munkelt und es subvertiert. Von Mexiko bis zum Kongo wird die Antwort langsam ein bisschen zu einfach.
  6. #15

    Wohin

    Ganz einfach:

    die nächste UN-Hauptversammlung wäre auf eine Stunde beschränkt, nämlich die Zeit für den Hofgang der Gefangenen ...
  7. #16

    Ist schon richtig

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Das hat nix mit der Hautfarbe zu tun. Afrikaner werden angeklagt weil Afrika in Sachen Demokratie, Menschenrechte, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit Schlußlicht ist, während es bei Bürgerkriegen Spitzenreiter ist.
    So wie die USA, deren Präsidenten in der Regel Kriegsverbrecher sind.

    Ich empfehle den afrikanischen Staaten sich mit Atombomben auszurüsten. Denn wer A-Versichert ist, der lebt besser.
  8. #17

    Ja warum nicht Bush & Co

    Weil sie mit ihren Bomben und Reketen die Menschen im Irak und Afghanistan schützten,ja das ist der Unterschied.
  9. #18

    Warum Afrika?

    Weil...

    1. In Afrika gibt es zahlreiche Bürgerkriege, die justiziable Verbrechen hervorbringen.

    2. diejenigen Personen der westlichen Welt, die sich ähnlicher Verbrechen schuldig gemacht haben, sind zu mächtig, um vor diesem Gericht zu landen.
  10. #19

    Bitte korrekt recherchieren!

    Dem Korrespondenten ist scheinbar nicht gelaeufig, dass es sich hier nicht um den ICC oder eine "Nebenabteilung" des ICC handelt - es geht um den Sondergerichtshof fuer Sierra Leone. Der tagt normalerweise in Freetown, dieses Gericht hat den ICC um Hilfe gebeten, Taylor in Den Haag vor Gericht zu stellen, da seine Sicherheit im westafrikanischen Raum nicht zu garantieren sei und ausserdem Taylors Anwesenheit zu weiteren Unruhen in Liberia oder Sierra Leone fuehren koennte. Der ICC hat seine Einrichtungen zur Verfuegung gestellt, war aber ansonsten nicht beteiligt. Das Sondergericht hatte einen eng definierten zeitlichen Rahmen und das Personal wurde zu einem grossen Teil von Afrikanern besetzt.








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