DPADie Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...815139,00.html
die sozialleistungen in dänemark sind schon im einiges besser als hier.
aber warum muss es immmer so laufen das erst banker, dann die ärzte und nun die professoren immer auf kosten des normlen kleinen steuerzahlers bzw. krankenkassenmitglied ihr lohnplus bekommen und der kleine mann am ende deshalb immer weniger hat.
Da hat ja ein FH-Ing. in der Industrie schon deutlich mehr, wenn auch nicht als Einstiegsgehalt.
7000 DM sind das schon lange nicht mehr, seit 2001 beträgt die wahre Inflationsrate ca. 50 %, somit entspricht das Prof-Gehalt einer Kaufkraft von ca. 3500 DM in 2001. Kein Wunder, dass die richtig guten Leute in der Schweiz arbeiten, dort wird Wissen und Können noch belohnt und nicht von Neidzerfressenen schlecht geredet.
Ich kann die allgemeine Kritik hier nicht im Ansatz nachvollziehen. Ich hatte mich, um ehrlich zu sein, mit dem Thema noch nie wirklich befasst, ich habe auch nicht studiert.
Dass ein Professor weniger als 4000€ verdient hat mich überrascht, ich halte das sowohl absolut wie relativ für deutlich zu wenig. Mit einem solchen Einkommen lässt es sich natürlich gut leben, ich finde aber wenn man die Aufgaben und die nötige Ausbildung betrachtet sollte ein Professor wesentlich mehr verdienen, und nicht nur etwas über dem Durchschnittseinkommen liegen.
Bildung sollte uns wichtig sein, und auch wenn es für einige "Ehrensache" sein mag, durch bessere Bezahlung erhält man in der Regel auch besseres Personal. Will man die Besten, muss man entsprechende Anreize setzen, so funktioniert unser System.
Irgendwie ist es schon bedenklich, dass das Bundesverfassungsgericht einen Mindestlohn für gewisse Professionen fordert, sich aber nicht für die vielen Menschen, die nicht von ihrer Arbeit Lohn leben können zuständig fühlen. Insgesamt aber bin ich trotzdem der Meinung, dass Professoren schon ordentlich bezahlt werden sollten - auch sollten sie ordentlich ausgestattet werden, denn sonst werden sie durch "Drittmittelforschung" (wurde ja in den letzten Jahren gepriesen wie die Erscheinung des Leibhaftigen) zu Gefääligkeitsgutachtern!
Allerdings versteh ich auch, dass dieses Urteil schon auch für viele Personen sehr unverständlich ist, wenn man sich die vielen Arbeitslosen, Leiharbeiter und Lohnsklaven in der "aufgeklärten Welt" ansieht.
Es muss wirklich etwas für die Balance getan werden. Damit mein ich nicht an den Löhnen herumzudoktern, sondern die Ursachen anzugehen. Es muss von Anfang an Chancengleichheit herrschen - nur so akzeptieren arme bzw. ärmlichere Menschen auch Superreiche. Sollten aber Seilschaften und Vitamin B zum Aufstieg benötigt werden akzeptiert kaum einer die "Elitenbildung" und die damit verbundenen Ungleichheiten. Hier lässt auch wieder Josef Stiglitz grüßen.