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Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen

DPADie Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...815139,00.html
  1. #40

    Professor = Beamter?

    warum bitte schön müssen Professoren Beamte sein?
    Es ist zu hoffen, dass das Urteil dazu führen wird, Professoren zukünftig nicht mehr in den Luxusstatus eines höheren Beamten zu setzen.

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich daran denke, dass es vornehmlich Jura-Professoren waren, die ihrer Sorgfaltspflicht als Beamte offenkundig nicht nachkamen, als sie reihenweise Plagiate mit Promotionsurkunden versahen. Einen Dr. Guttenberg hätte es nie gegeben, wenn unsere Herren Professoren sich an die Grundsätze der niedriger gestellten Grenzbeamten halten würden.

    Ganz zu schweigen von einem Staatsoberhaupt, dass sich mehr an Geschenken leisten darf als ein ganz normaler städtischer Müllentsorgungsfacharbeiter. Verkehrte Welt!
  2. #41

    Das ist schon alles schön und gut, aber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Zum einen, wie einige Foristen bemängeln, hat das Urteil ein "Geschmäckle", da Beamten für Beamte entscheiden und - Professoren für Professoren (allein im ersten Senat sind es 5/8).

    Zweitens werden in der Tat, für die Gesellschaft offensichtlich, unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen sehr unterschiedliche Behandlungen zuteil. Man kann natürlich sagen: "Das war schon immer so, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter, etc." Aber wenn solche Ungleichheiten bereits in der normalen Bevölkerung verankert werden (denn die Reichen sind gewohnheitsmässig aussen vor), dann ist dies sozialpolitisch auf Dauer negativ.
    Zudem, auch darauf wurde bereits hingewiesen, haben Professoren nicht so selten auch Nebeneinkünfte, die durchaus erheblich sein können und nicht selten das Grundgehalt übertreffen. Dies sollte in die Überlegungen mit einfliessen.

    Ein letzter Aspekt: In der Tat sieht es um die akademische Lehre in Deutschland schlecht bestellt aus. Das hat Tradition. Eine Zementierung dieser Tradition indem man Leistungsanreize abschafft, hat negative Auswirkungen auf den Wissenschafts- und Universitätsstandort Deutschland und fördert lediglich die Beamtenmentalität der Lehrenden.
  3. #42

    Lagerbildung

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    Beamte versorgen Beamte. Da wäre es doch an der Zeit, dass HATZ IV Empfänger HATZ IV Empfänger versorgen. Das wäre doch wahre Gerechtigkeit. Amen
    Ist schon echt lustig, die Lagerbildung hier! Normal wird jede Lohnerhöhung gefeiert, aber Professoren und Akademiker gehören zum Establishment, zu "den Bösen". Wenn dort der Lohn erhöht wird, ist es schlecht, ein Grund zu trauern.

    Der Unterschied zwischen Professoren und Hartz IV-Empfängern ist, dass unsere Professoren mit ihren Qualifikationen überall auf der Welt mehr verdienen würden und es ihnen besser ginge, während unsere Hartz IV-Empfänger mit ihren Qualifikationen und ihrer Einstellung überall auf der Welt weniger verdienen würden und es ihnen schlechter ginge (Ausnahmen bestätigen die Regel).
  4. #43

    t

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Ich halte ide Bezüge der Professoren nicht für zu hoch. Aber ich finde es zynisch, dass das BVG dies feststellt, wo es nichtmal Mindestlöhne für normal Arbeitende gibt.
  5. #44

    Zitat von Pupsie Beitrag anzeigen
    Nun, Ihrer Ansicht nach studiert man also, um später mehr zu verdienen und nicht der Bildung wegen?

    Ich würde gern den Spruch mit dem Herr, Hirn und Regen vortragen, aber das wäre schade um den Spruch.
    Es ist nur noch traurig, wie materiell versaut der moderne Mensch ist - moralisch nicht nur am Abgrund, sondern schon nen Schritt weiter.
    In diesem Sinne ....
    Sagts und gönnt anderen dabei nicht den Dreck unter den Fingernägeln. Dass man nicht für das Geld studiert, hat nichts damit zu tun, dass man nach dem Studium nicht trotzdem angemessen bezahlt werden möchte.

    Ein Facharbeiter steigt mit 19/20 in seinen Beruf ein. Er arbeitet also ca. 10-15 Jahre Vollzeit, bis ein Akademiker Studium und Promotion abgeschlossen hat. Eine Promotion in einer Einrichtung der Max-Planck- oder Fraunhofer-Gesellschaft wird in der Regel mit einer Teilzeit-E9-Stelle (ca. 1300€ brutto monatlich) entlohnt. Der Facharbeiter verdient währenddessen in manchen Tarifregionen schon fast das Doppelte.
    Das ergibt grob überschlagen einen Einkommensvorsprung von mindestens 100.000 Euro. Dieser Gehalts- und nicht zuletzt auch Vorsorgevorsprung muss irgendwie abgefangen werden. Und dabei nähern wir uns nicht einmal ansatzweise der Tatsache, dass in der Wirtschaft ganz andere Gehälter gezahlt werden.
  6. #45

    Zitat von Yami Beitrag anzeigen
    andere beamte entscheiden was beamte zu verdienen haben. ist ja wie bei den politikern die selbst über ihre diaten abstimmen dürfen.
    und wenn ich viele mir bekannte professoren sehe, ist die besoldung ehr zu hoch für das was die leisten.
    Tja, bevor die Neid-Debatte losbricht, kann ich nur sagen:

    Augen auf bei der Berufswahl!
  7. #46

    ...

    Zitat von lock_vogell Beitrag anzeigen
    sorry wenn ich son mist lese bekomme ich das kotzen...
    haben sie schonmal überlegt wieviel ein professor in der wirtschaft verdienen würde?
    und jetzt mal kurz überlegen, warum ein professor dann an der uni bleiben sollte, um für wissenschaftlichen nachwuchs zu sorgen!
    ein frischer doctor (nicht professor) wird in der wirtschaft schon wesentlich mehr als 3500,- € verdienen, irgendwas ist da doch falsch, wenn wir weiterhin eine nation von "dichtern und denkern" bleiben wollen, anstatt irgendwann die inovationen der chinesen abzukupfern! *augenroll*
    Die Zeiten in denen wir eine Nation von Dichtern und Denkern waren, sind schon seit geraumer Zeit vorbei.

    Wir sind auf dem besten Wege unsere Nation selbst vor die Schlachtbank zu führen. Kein anderes Volk dieser Erde schafft es sich binnen kürzester Zeit selbst so "abzuschaffen".

    Dieses Urteil: Ein Witz und eine Ohfreige für jeden Menschen der weiss wie diese Damen und Herren leben.
  8. #47

    Zitat von sirraucheinviel Beitrag anzeigen
    Stimmt. Umgerechnet 7000DM sind auch kein angemessenes Einstiegsgehalt. Davon kann doch keiner leben .... fragen Sie mal Ihren Zahnarzt ;)
    Ähm, Einstiegsgehalt? Falls es Ihnen entfallen sein sollte, Professor wird man nicht direkt nach dem Studiumsabschluss, da lebt man erst noch ein paar Jahre als unbezahlter Doktorand, danach als schlecht bezahlter Habilitand und muss danach darauf hoffen auch tatsächlich berufen zu werden. Sonst vergammelt man nämlich irgendwo im akademischen Nirwana.
  9. #48

    Ich gebe keinen Titel mehr an

    Zitat von ss21 Beitrag anzeigen
    Die Professoren, die ich beim Studium erlebt habe sind keine 2000 im Monat wert.
    Sind oft nicht sehr helle.
    Wenn man bedenkt , dass die noch 6 Monate im Jahr Urlaub haben...
    Deckt sich absolut mit meinen Erfahrungen. Ein, zwei wirklich engagierte waren dabei, der Rest waren fast ausnahmslos faule Schw...., die sich meistens aus einem Job in der freien Wirtschaft abgeseilt hatten und dann eine ruhige Kugel schoben und auf berechtigte Anliegen von Studenten frech und herablassend reagierten.
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Hallo,
    jo und eine "besoldung" unter exitenzminimum ist verfassungskonform! Ein hohn für jeden der täglich mit dem kämpft was er als "besoldung" vor die füße geworfen bekommt.


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