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Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen

DPADie Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...815139,00.html
  1. #260

    schon wieder der Untertitel dieses Artikels

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    da wird direkt wieder auf Mehrkosten der Bundesländer verwiesen.
    Liebe Unterschichten-Presse - die Bildung ist unsere Zukunft. Mit schlecht bezahlten und v.a. von der Wirtschaft abhängigen Professoren und Universitáten können wir vielleicht weiter im Wettbewerb um den billigsten Akademiker mithalten, sicher aber nicht im Wettbewerb um Zukunftstechnologien oder um die höcht qualifizierten.... es sei denn wir folgen weiter der Idee zur Festigung der 2 Klassen oder Stände... gute Ausbildung nur für Reiche and Privatschulen und Unis.

    Wenn die Länder kein geld haben, dann sollen die doch endlich mal was an der Einnahmenseite drehen und auch diejenigen an den Aufgaben im Gemeinwohl beteiligen, die sich aus ihrer Verpflichtung während der Schröder-Merkel Zeit quasi verabschiedet haben.
    Vermögenssteuer wieder einführen, den Spitzensteuersatz wenigstens auf EU-Mittel hoch, Erbschaftssteuer auf ein EU-Mittel hoch usw.

    Solche Artikel sind mehr als beschämend.
  2. #261

    Über Gehälter kann man sich immer streiten. Im Grunde wird jeder behaupten, dass er/sie zu wenig verdient.
    Aber schon die Tatsache, dass ein überforderte/r Gymnasiallehrer/in mehr als ein Professor bekommt, ist auch ein Witz der Besoldungstabelle der Bundesländer. Und dies erreicht man mit 4 Jahren akademisches Halbwissen in Kombination mit einer pädagogischen Ausbildung.
    Aber eine tobende Klasse aus halbpubertierenden Schülern zu kontrollieren, ist wie die Testfahrt eines Formel 1-Bolide, nur dass Herr Vettel dafür mehr Gehalt bekommt. Wenn man sich vergleicht, kommt nur Nonsens heraus.

    An den deutschen Universitäten werden viele Akademiker "produziert". Es stellt sich aber auch die Frage, ob die Industrie sie überhaupt braucht. Und die Lehre stimmt nicht unbedingt mit den Anforderungen in der Industrie überein.

    In NRW ist eine Magister-Absolventin für Germanistik und Politikwissenschaften, Svenja Schulze, für die Finanzierung von Universitäten und Professoren zuständig. Dies klingt auch nicht sinnvoll und gerecht.
    Am Ende wird wohl auch nur etwas herauskommen, wie bei der Neuberechnung der Hartz IV-Sätze, so dass ich die viel Aufregung nicht verstehen kann.
  3. #262

    klasse...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL

    sucht sich nen Job, ist mit der Besoldung einverstanden um kurz nachdem die Tinte trocken ist zu klagen. Mach das mal in der Privatwirtschaft und du hast den Stuhl sofort vor der Tür. Auch immer wieder schön, wie sich im ÖD gegen das Leistungsprinzip gestemmt wird. Hier soll wohl nur die pure Anwesenheit "belohnt" werden?
  4. #263

    Eine Unverschämtheit ist dieses Urteil

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Der durchschnittliche Physik-Professor (dazu kann ich etwas sagen, in anderen Fachbereichen kenne ich mich nicht aus) arbeitet etwa 60-80 Stunden pro Woche. Bei einem Gehalt von 4000 Euro, d.h. 1000 Euro pro Woche, sind das 12-16 Euro pro Stunde. Die meisten Facharbeiter haben einen besseren Stundenlohn und haben bei 40 Stunden pro Woche wesentlich mehr Freizeit.

    Man muss also keine Angst haben, dass Professoren maßlos überbezahlt sind.
    Arme arme Professorenmaus! Und was ist mit Polizisten und all den anderen, die mehr als 39 Stunden in der Woche arbeiten. Bekommen die alle so viel, wie S(s)ie verdienen!
    Das Urteil ist eine Unverschämtheit, es war leider nicht anders zu erwarten ein Professor im BGH hackte einem anderen kein Auge aus.
    Wie war das damals mit den Professoren an der FH? 16 Stunden Unterrichtsverpflichtung? An der normalen "UNI" 8 Stunden. Ach das macht nichts, dann ist man in Gremien etc. Bei uns unterrichtet auch niemand über 8 Stunden. Und 8 Stunden Lehre ist schon die ganz ganz große Ausnahme.

    Ich wehre mich nicht gegen hohen Verdienst, ich wehre mich aber gegen die Bevozugung einer einzigen kleinen Gruppe, die von den Arbeiten ihrer Hiwis, Assis, Doktoranden und Studenten lebt und schmarotzt. Warum sollen diese Damen und Herren mehr verdienen, als der normale Arbeitnehmer.

    Ich habe im Studium keine Professoren erlebt, die sich überarbeitet haben. Und damals hat niemand gejammert, er bekommt zu wenig. Im Gegenteil. Einer der Professoren hat sich kaputt gelacht über das, was er an der FH leisten musste im Gegensatz zur Wirtschaft, wo er vorher jahrelang beschäftigt war.

    Wem das Geld nicht reicht, der soll in die "freie" Wirtschaft gehen.

    Dieses Urteil passt gut zu Rosenmontag, nicht zu einer leistungsgerechten Gesellschaft.
  5. #264

    @Dumme Fragen: Zwang?

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    darum geht es nicht - sondern darum, dass er die 16 Jahre nicht zunächst mit einem Einkommen auf (niedriger als) HartzIV-Niveau (als Student) oder etwas höherem Einkommen (2x HartzIV plus Wohnung; als Doktorand) bei Arbeitsleistungen von 60h pro Woche, oft auch am WE verbracht hat, um dann anschliessend für ca. 1800 netto im Monat als PostDoc alle zwei Jahre umziehen zu müssen, natürlich auch noch mit Auslandsaufenthalt (sonst wird es nichts mit einer unbefristeten Anstellung in der Wissenschaft).
    Zwingt Sie jemand diesen Weg einzuschlagen?
    Der arme Student muss nebenher Arbeiten, egal ob er Professor werden will, oder in die Industrie will.
    Ich hatte Glueck und konnt jede Semsterferien ordentlich Geld verdienen und in die Praxis schnuppern.
    Sie wollen forschen. Das geht auch ausserhalb der Hochschulen.
    Auch wieder Gluck gehabt 23 Jahre R&D.

    Lehren darf man auch als Trainer, Fach-Vorgestzter, auf Tagungen, Seminare, etc..
    Umziehen. Das passiert auch in der Industrie, so gar ueber Laendergranzen hinweg.
    Zum dritten mal mit Ausland.
    Arbeitszeit, Job-Garantie, Rente, Steuern. Schwamm drueber.
    Es ist eine persoenliche Wahl, Elfenbein-Turm, oder Industrie.
  6. #265

    Zitat von rocky balboa Beitrag anzeigen
    Sie verkennen etwas: Die Qualität des Bildungsstandorts Deutschland hängt gravierend von der Qualität der Lehrenden an den Universitäten ab. Wenn Sie sagen, dass man sich über die Bezahlung von vornherein im Klaren ist, haben Sie mit Sicherheit recht. Diese Bezahlung sorgt aber auch dafür, dass viele talentierte Nachwuchswissenschaftler der Universität nach ihrer .....
    Aber seit wann steigt die Qualität der Bildung automatisch mit der Bezahlung der Lehrer oder Professoren? Das ist ist gefährlicher Irrglaube! Entscheidend ist, dass die Lehrkräfte - ob nun an Uni oder Schule - Spaß an ihrem Job haben dementsprechend den Stoff gut vermitteln. Allerdings ist auch die "Qualität" der Studenten und Schüler entscheidend, ein dummer Student wird auch bei einem sehr guten Prof kein Genie werden. Deshalb wäre es - so man denn wirklich die Bildung verbessern will - deutlich angebrachter, am Anfang, also der Schule, zu beginnen und nicht am Ende.

    Zusätzlich könnte man auch darüber nachdenken, die Wirtschaft enger einzubinden, so wie es in den USA beispielswiese üblich ist. So können Professoren in beiden Bereichen tätig sein, gleichzeitig generieren die Unis so auch mehr Geld.
  7. #266

    Amtsangemessen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    Ingenieur Anfangsgehalt (ca. 25-32 Jahre Einstiegsalter) im ö.D. als Beamter
    Anwärtergrundbetrag 14 Monate Verwaltungsausbildung 962,78 Euro
    danach A 10 = 2.235,31 Euro
    abzüglich PKV Anteil je nach Familienstand 150 - 450 Euro
    abzüglich Steuer
    Pensionsanspruch 1,79 Prozent vom Grundgehalt pro Jahr
  8. #267

    Ich wander aus.

    Denn es ist mir nun völlig klar, dass dieses Land beim bevorstehenden demographischen Wandel untergehen wird.

    Wer Professoren knapp 4000 Euro bezahlt, der darf sich nicht wundern, dass sich dort nicht die Besten versammeln, sondern nur der übriggebliebene Rest. Und diese Leute sollen dann den Nachwuchs ausbilden und den Fachkräfte-Nachschub aufrecht erhalten?

    Dass ich nicht lache.
    Ich war letztens einmal wieder an einer Uni zu Besuch, und musste mit Erschrecken feststellen, dass der dortige VWL-Dozent nichtmal mehr den Lagrange-Multiplikator anwenden konnte. Ja, sowas passiert, wenn man so wenig Geld bezahlt, dass man nur den Bodensatz eines Fachbereichs anlockt.
    Nachhaltigkeit ist anders, wir fahren hier definitiv auf Verschleiß.
  9. #268

    Verfassungsgericht ?

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    wo bleibt der Mittelbau - wo die befristet angestellten Akademiker?!

    Die Bezahlung von Hochschullehrern geht das Verfassungsgericht überhaupt nichts an. Diese Gericht hat darüber überhaupt nicht zu befinden, die Bezahlung dieses Personenkreises ist Angelegenheit der Bundesländer.
  10. #269

    Demokratisches Feudalsystem = kapitalistischer Umbau der DDR Demokratie

    Zitat von Vex Beitrag anzeigen
    Die Besoldung ist echt ein Witz ... jeder normale Arbeiter verdient in der Industrie mehr teilweise sogar ohne Ausbildung. Sogar im Mittelstand werden ähnliche Löhne gezahlt für teils geringere Qualifikationen.
    Könnte es sein, dass Sie die letzen Jahre nicht mitbekommen haben? Ihre idealistischen Heile-Welt-Vorstellungen sind inzwischen weitumfänglich Geschichte. Normal ist in der Industrie inzwischen schlecht bezahlte Leiharbeit, bzw. als nächste Pervertierung die Annäherung an chinesische Lohnverhältnisse durch Leiharbeit über Werksverträge.

    Natürlich gibt es die von Ihnen beschriebenen Verhältnisse auch noch, aber es werden immer weniger. Inzwischen wird die deutsche Gesellschaft immer weiter aufgespalten in einen kleinen Feudalanteil mit dem Recht auf Selbstbedienung, und einem großen Rest, der nur noch als Nutzvieh der Führer der Volkswirtschaft gehalten wird.

    PS: Natürlich ist eine soziale Absicherung etwas gutes, aber wenn sie nur für eine Spitze der Gesellschaft gilt, die den Rest als Freiwild ausbeutet, dann ist es nicht viel mehr als ein kapitalistisch organisiertes Apartheitssystem.








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