DPADie Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...815139,00.html
Interessanter Blickwinkel von Ihnen. Danke dafür. Allerdings denke ich den Sozialdarwinismus etwas anders. Wie im Teich eine zu starke, zu große Raubtierpopulation ihre eigenen Nahrungsgrundlage zerstört, kann der "Rückbau der letzten Hemmschwellen" die Grundlagen des Wohlstands aufzehren, - zumindest erstmal lokal.
In Griechenland wird ja wohl gerade der Grenzverlauf des sozialen Friedens getestet. Der zum wachsen verurteilte Mob dort verortet gerade den Feind auf der Straße.
Eine ausgewogene Beamtenbesoldung ist ein Beitrag zum sozialen Frieden, den Streit um Sinn und Unsinn des Beamtenstandes mal beiseite gelassen. Da macht mir eher, wie anderen Foristen hier, die Unterbezahlung von Sicherheitskräften u. a. Sorgen. Professoren können - gestützt von der Konkurrenz im Ausland und in der Wirtschaft - schon ganz gut für sich selber kämpfen.
Verbeamtete Richter entscheiden darüber, ob Beamten-Gehälter hoch genug sind: Das ist ungefähr so als würde man die Frösche um die Entscheidung darüber befragen, ob der Teich trocken gelegt werden darf oder nicht.
Die Urteile des BVG werden immer abstruser. Die Kompetenzanmaßungen immer hanebüchener. Wofür wählen wir eigentlich noch Parlamente, wenn das BVG demokratisch legitimierte Entscheidungen einfach so, aus eigener Willkür, aushebeln kann?
Die Gewaltenteilung hat ihre Balance verloren:
- Die Rechtssprechung, insbesondere in Gestalt des BVG, hat viel zu viel Kompetenzen.
- Gleichzeitig hat sich die Regierung über die EU-Institutionen Legislativ-Rechte zugeschanzt, die ihr nicht zustehen.
Fazit:
Unser Parlament wird mehr und mehr zu einem Organ, das nichts mehr zu sagen hat.
Der Tag wird kommen, an dem diese unselige Entwicklung in einem Verfassungskonflikt kulminieren wird, der alle demokratischen Institutionen beschädigen wird.
Man braucht keine Superqualifikation um als Doktor mehr als 3500 Euro zu verdienen.
Das Gehalt ist ein Einstiegsgehalt z.B. in der Unternehmensberater-Branche oder in der Industrie.
Und da hat derjenige noch nicht einmal eine verantwortungsvolle Aufgabe im Unternehmen, wie es ein Professor an einer Universität hat.
Sie sind ein Witzbold, wenn sie denken ein Vorstand verdiene 3500 Euro im Monat. Sie haben echt keine Ahnung.
Nur weil SIE während Ihres Studiums 6 Monate im Jahr nicht an der Uni waren, heisst das nicht, dass die Profs soviel Urlaub machen.
Wobei ich sagen muss, dass die Umstellung von C auf W wirklich eine Verbesserung gebracht hat. Das alte, arbeitsscheue Gesindel an den Unis ist jedenfalls mittlerweile größtenteils pensioniert. Die nächste Herkulesaufgabe wäre die Ausmistung des TVP-Augias-Stalls...
denn für diese mickrigrn Einstiegsgehälter werden sie kaum noch Bewerber bekommen. Wenn das Gehalt dann in Lauf der Zeit steigt, dann wird auf die Beamten eingedroschen. Ich erinnere mich noch: Nach Universitätsstudium als Referendar 2 Jahre lang mtl. 900 DM (verheiratet). Danach 3 Jahre z.A. (zur Anstellung) jederzeit kündbar. Das Einstiegsgehalt bei Siemens lag damals schon bei 2.500 DM. Alle Schulkollegen haben gelacht. Jetzt nach Erreichen der Pensionsgrenze sehen sie ganz belämmert aus, wenn sie ihre Rente betrachten.