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Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen

DPADie Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...815139,00.html
  1. #90

    Aber:

    Zitat von sirraucheinviel Beitrag anzeigen
    Stimmt. Umgerechnet 7000DM sind auch kein angemessenes Einstiegsgehalt. Davon kann doch keiner leben .... fragen Sie mal Ihren Zahnarzt ;)
    Nur dass in diesem Falle das Einstiegsgehalt dann auch fast schon das Endgehalt ist, und man als Prof nicht eine Praxis an einen Nachfolger verkaufen könnte (das wären dann wohl griechische Verhältnisse)...
  2. #91

    Internationaler Wettbewerb

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Da braucht man sich nicht zu wundern, warum Begabungen nicht in die Wissenschaft gehen, sondern in die Wirtschaft.
    Oder ins Ausland... da sind sie aber auch nicht verbeamtet.
  3. #92

    Große und kleine Fische

    Zitat von Koana Beitrag anzeigen
    Es gibt viele Möglichkeiten eine Gesellschaft zu gliedern.
    Wer sich die Natur betrachtet kann sie alle irgendwo finden.
    (...)
    Interessanter Blickwinkel von Ihnen. Danke dafür. Allerdings denke ich den Sozialdarwinismus etwas anders. Wie im Teich eine zu starke, zu große Raubtierpopulation ihre eigenen Nahrungsgrundlage zerstört, kann der "Rückbau der letzten Hemmschwellen" die Grundlagen des Wohlstands aufzehren, - zumindest erstmal lokal.
    In Griechenland wird ja wohl gerade der Grenzverlauf des sozialen Friedens getestet. Der zum wachsen verurteilte Mob dort verortet gerade den Feind auf der Straße.

    Eine ausgewogene Beamtenbesoldung ist ein Beitrag zum sozialen Frieden, den Streit um Sinn und Unsinn des Beamtenstandes mal beiseite gelassen. Da macht mir eher, wie anderen Foristen hier, die Unterbezahlung von Sicherheitskräften u. a. Sorgen. Professoren können - gestützt von der Konkurrenz im Ausland und in der Wirtschaft - schon ganz gut für sich selber kämpfen.
  4. #93

    Zitat von rettungsschirm Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht. Leistung ist in Deutschland inzwischen verpönt! Und daher schlage ich vor uns auch hier ein Vorbild an angelsächsischen Ländern zu nehmen: Das Professorengehalt wird nicht vom Bundesverfassungsgericht festgelegt, sondern von der Uni! Diese entscheidet auch, ob sie einen Professor anstellt und kann diesen auch wieder kündigen. Denn Beamte sind Professoren dort nicht. Deal?
    Das ist ein super Vorschlag. Dann bekommen wir auch hier endlich die ganzen "Forschungsergebnisse" bzw. "Studien" aus angelsächsischen Ländern, die hier bei SPON regelmäßig unter großem Gelächter präsentiert werden. Kanns kaum erwarten…
  5. #94

    Re

    Zitat von stupp Beitrag anzeigen
    Insbesondere im Vergleich mit einem Manager, der ca. 10 bis 100mal so viel verdient und nur selten die gleiche Qualifikation hat. Da braucht man sich nicht zu wundern, warum Begabungen nicht in die Wissenschaft gehen, sondern in die Wirtschaft.
    wäre ja schön, wenn es so wäre... Seh ich nur leider nicht...
  6. #95

    Wozu noch ein Parlament, wenn es das BVG gibt?

    Verbeamtete Richter entscheiden darüber, ob Beamten-Gehälter hoch genug sind: Das ist ungefähr so als würde man die Frösche um die Entscheidung darüber befragen, ob der Teich trocken gelegt werden darf oder nicht.
    Die Urteile des BVG werden immer abstruser. Die Kompetenzanmaßungen immer hanebüchener. Wofür wählen wir eigentlich noch Parlamente, wenn das BVG demokratisch legitimierte Entscheidungen einfach so, aus eigener Willkür, aushebeln kann?
    Die Gewaltenteilung hat ihre Balance verloren:
    - Die Rechtssprechung, insbesondere in Gestalt des BVG, hat viel zu viel Kompetenzen.
    - Gleichzeitig hat sich die Regierung über die EU-Institutionen Legislativ-Rechte zugeschanzt, die ihr nicht zustehen.

    Fazit:
    Unser Parlament wird mehr und mehr zu einem Organ, das nichts mehr zu sagen hat.
    Der Tag wird kommen, an dem diese unselige Entwicklung in einem Verfassungskonflikt kulminieren wird, der alle demokratischen Institutionen beschädigen wird.
  7. #96

    Zitat von rettungsschirm Beitrag anzeigen
    Dieses blöde Argument "was ein Bundestagsabgeordneter, Professor oder sonstwas in der Wirtschaft verdienen würde"... Als was denn in der Wirtschaft? Vorstand von Daimler? Pförtner des Hauptsitzes? Sachbearbeiter in der Buchhaltung? Wieso sollen diese Leute immer gleich superqualifiziert für höchste Aufgaben in der Wirtschaft sein?

    Und wenn dem so ist verdient auch ein Professor sehr viel, so dass er nicht in die Wirtschaft muss (Vorträge, Beratertätigkeit etc.).
    Man braucht keine Superqualifikation um als Doktor mehr als 3500 Euro zu verdienen.
    Das Gehalt ist ein Einstiegsgehalt z.B. in der Unternehmensberater-Branche oder in der Industrie.
    Und da hat derjenige noch nicht einmal eine verantwortungsvolle Aufgabe im Unternehmen, wie es ein Professor an einer Universität hat.

    Sie sind ein Witzbold, wenn sie denken ein Vorstand verdiene 3500 Euro im Monat. Sie haben echt keine Ahnung.
  8. #97

    Nun ja...

    Zitat von ss21 Beitrag anzeigen
    Wenn man bedenkt , dass die noch 6 Monate im Jahr Urlaub haben...
    Nur weil SIE während Ihres Studiums 6 Monate im Jahr nicht an der Uni waren, heisst das nicht, dass die Profs soviel Urlaub machen.

    Wobei ich sagen muss, dass die Umstellung von C auf W wirklich eine Verbesserung gebracht hat. Das alte, arbeitsscheue Gesindel an den Unis ist jedenfalls mittlerweile größtenteils pensioniert. Die nächste Herkulesaufgabe wäre die Ausmistung des TVP-Augias-Stalls...
  9. #98

    Richtiger Schritt -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Professorenbesoldung in Deutschland ist in Teilen verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Auf die Bundesländer kommen nun wohl deutliche Mehrkosten zu.

    Urteil des Verfassungsgerichts: Deutschlands Professoren müssen mehr verdienen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    auf dem Weg die Postion der klassischen Universitäten gegenüber Wissenschaftsfastfood wie privaten Hochschulen und wirtschaftsfinanzierten Instituten zu stärken.
  10. #99

    Ja, genau

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    Jetzt reichts. Genug der Erpressung und Ausbeutung der Steuerzahler durch eine staatlich gehätschelte Kaste al la Griechenland. Das Beamtentum gehört abgeschafft und sollte ersatzlos aus der Verfassung gestrichen werden. Die Partei, die sich das auf ihre Fahne schreibt, ist meiner Stimme sicher.
    denn für diese mickrigrn Einstiegsgehälter werden sie kaum noch Bewerber bekommen. Wenn das Gehalt dann in Lauf der Zeit steigt, dann wird auf die Beamten eingedroschen. Ich erinnere mich noch: Nach Universitätsstudium als Referendar 2 Jahre lang mtl. 900 DM (verheiratet). Danach 3 Jahre z.A. (zur Anstellung) jederzeit kündbar. Das Einstiegsgehalt bei Siemens lag damals schon bei 2.500 DM. Alle Schulkollegen haben gelacht. Jetzt nach Erreichen der Pensionsgrenze sehen sie ganz belämmert aus, wenn sie ihre Rente betrachten.


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