Forum


 

Urteil des EuGH: Beamte bekommen Geld für verpassten Urlaub

APBeamte haben Anspruch auf eine Abfindung, wenn sie wegen langer Krankheit ihren Urlaub nicht nehmen konnten. Das hat nun der Europäische Gerichtshof entschieden. Die Richter widersprachen damit dem deutschen Beamtenrecht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...831142,00.html
  1. #70

    Kein Titel

    Zitat von wiseguyno1 Beitrag anzeigen
    Pensionen werden schon seit jeher versteuert!
    Es ging aber in dem Beitrag um die Versteuerung von Renten. Und das ist, im Gegensatz zu Pensionen, eine ganz andere Geschichte. Pensionen sind Einkommen. Der Beamte hat zu der Pension nichts beigetragen. Also muss die versteuert werden. Das ist völlig logisch und jedem Einsichtig.
    Bei Renten ist da aber was anderes. Renten kommen aus einer Versicherung. Die Beiträge zu dieser Versicherung kommen aus Einkommen die bereits einmal versteuert wurden. Da liegt die gewaltige Ungerechtigkeit.
  2. #71

    Versorgungslage

    Zitat von wiseguyno1 Beitrag anzeigen
    aber das ist schlicht und einfach nicht wahr! Renten- und Versorgungsrecht sind (auf den jew. €-Betrag bezogen) absolut miteinander vergleichbar! Gleiches gilt übrigens auch für die ges. KV und Beihilfe!

    (Und Nein: Ich bin kein Beamter)
    Jetzt fabulieren Sie aber! Zur Beihilfe: Sie ist in Verbindung mit einer obligatorischen privaten Zusatz-KV eine D-Luxe-Versorgung ersten Ranges. Versuchen sie mal zahnärztliche Leistungen bei einer gesetzlichen Krankenkasse abzurechnen: nahezu Null: Die Beihilfe und die Zusatzversicherung decken dagegen praktisch 100 % der Kosten ab. Beihilfe ist eine Privatversicherung, die gesetzliche KV hat Dank Ulla Schmidt von der SPD inzwischen HartzIV-Niveau.

    Die Durchschnittsrenten von Beamten sind deutlich höher wie die der gesetzlich Versicherten, selbst bei vergleichbaren Funktionsstufen.
    Dazu kommt die regelmäßige Anpassung, die sich an den Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst orientieren.

    Die ist kein Neid, eine Richtigstellung. Das Problem ist, dass die schönsten Versorgungszusagen macht wurden, ohne gleichzeitig Rückstellungen zu bilden. Die Länder werden wegen den Pensionslasten in den nächsten Jahren gefährlich ins schlingern geraten und die Steuern werden dadurch weiter steigen.
  3. #72

    Zitat von wiseguyno1 Beitrag anzeigen
    Ein reiner Vergleich mittels Prozentsatz ist nicht möglich. Sie schreiben ja selbst, dass man schauen muss, was am Ende rauskommt (und zwar in €)!
    Ich arbeite übrigens auf diesem Gebiet ... wollen Sie mir meinen Job erklären?
    Wenn Sie mir sagen, welchen Job Sie haben und Sie da Erklärungsbedarf haben, werde ich Ihnen gern weiterhelfen.
  4. #73

    Der Einzelfall ist doch egal ...

    ... dass das europaeische Buerokratenkartell sich unter horrenden Kosten zentral mit all diesen Regulierungen beschaeftigt und formals selbstaendige Staaten gaengelt, das ist viel bezeichnender.
  5. #74

    Kein Titel

    Zitat von Ray Cohen Beitrag anzeigen
    Dann erklären sie mal wie das wirtschaftlich aufgehen soll Leute fürs nichtarbeiten und kranksein zu bezahlen.
    In gewissem Rahmen, wie ALG1 und HartzIV geht das ja noch. Und selbst da ist es unstimmig. Und wir .....
    Was schwadronieren Sie hier ständig von Boni. Es geht hier um einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub und nicht um Boni für Misswirtschaft wie bei Bankern.
  6. #75

    Warum stellt man Beamte nicht einfach gleich?

    Ich habe da mal einen naiven Vorschlag:
    Warum stellt man Beamte nicht einfach gleich mit 'normalen' Angestellten? Beamte zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung, Krankenversicherungein und Arbeitslosenversicherung ein und bekommen das gleiche raus. Zu Beginn wird der Arbeitnehmeranteil erst mal auf die bisherigen Beamtengehälter aufgeschlagen damit keine Nettonachteil entsteht. Natürlich werden dann die Beamten auch genau die gleichen Leistungen bekommen wie alle anderen Sozialversicherten.
    Was wäre so falsch daran? Das wäre der erste Schritt zur immer wieder diskutierten Bürgerversicherung.

    Aber natürlich kenne ich den Grund warum diese einfache und gerechte Lösung nicht genommen wird. Die Beamten stehen sich so besser und die starke Beamtenlobby sorgt dafür dass das so bleibt.
  7. #76

    Ich wundere mich gerade ueber die geforderte Summe... wenn 86 Tage Urlaub 16.800 Euro sind, dann ergibt das ein Montasgehalt von gut 3900 Euro. Ich nehme mal an, das ist brutto, aber selbst dann muesste der "Feuerwehrmann" in der Besoldungsgruppe A13 sein. Brandoberamtsrat oder Brandrat. Also eher nicht der, der auf dem roten Auto faehrt und Feuer loescht.
    Pension basierend auf A13 ist auch nicht schlecht, insofern sieht das schon sehr nach Luxusversorgung aus. Aber Deutschland hats ja....
  8. #77

    @willi

    Zitat von willi_der_letzte Beitrag anzeigen
    Was schwadronieren Sie hier ständig von Boni. Es geht hier um einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub und nicht um Boni für Misswirtschaft wie bei Bankern.
    Der Mann will ja keine zusätzlichen Urlaubstage, was soll er auch damit, als Pensionär.

    Hier geht es um Bargeld. Genauer Bargeld, dass für nichtgetane Arbeit ausgezahlt wird. Näher an die Manager Boni kann diese Beschreibung doch kaum mehr kommen! ;-)
  9. #78

    Zitat von hostie64 Beitrag anzeigen
    Ich habe da mal einen naiven Vorschlag:
    Warum stellt man Beamte nicht einfach gleich mit 'normalen' Angestellten? Beamte zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung, Krankenversicherungein und Arbeitslosenversicherung ein und bekommen das gleiche raus. Zu Beginn wird der Arbeitnehmeranteil erst mal auf die bisherigen Beamtengehälter aufgeschlagen damit keine Nettonachteil entsteht. Natürlich werden dann die Beamten auch genau die gleichen Leistungen bekommen wie alle anderen Sozialversicherten.
    Was wäre so falsch daran? Das wäre der erste Schritt zur immer wieder diskutierten Bürgerversicherung.

    Aber natürlich kenne ich den Grund warum diese einfache und gerechte Lösung nicht genommen wird. Die Beamten stehen sich so besser und die starke Beamtenlobby sorgt dafür dass das so bleibt.

    Wenn Beamte in die gesetzlichen Sozialversicherungen einzahlen würden, wäre der finanzielle Vorteil für den Dienstherren (Land, Bund, Kommune) weg. Zum wiederholten Male: Man sollte sich vor dem Beamtenbashing mal über die Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten informieren, vielleicht würde man dann etwas leiser krakeelen.
  10. #79

    Linke Tasche, rechte Tasche...

    Zitat von berniejosefkoch Beitrag anzeigen
    Ach ja?! Und wo ist die Gleichstellung bei den Renten/Pensionen? Haben jemals Beamte auch nur einen einzigen Euro für ihre Altersversorgung ausgegeben? Man sollte vor den EuGH ziehen und klagen, damit jeder Beamte in Deutschland ebenfalls für seine Altersversorgung arbeiten muss. Und selbst dann wäre eine Gleichstellung immer noch nicht erreicht aber man wäre dieser eingehöriges Stück näher gekommen!
    ... Sie müssen das so sehen. Alles wird von den Steuergeldern bezahlt. Wenn Sie also vom gezahlten Gehalt wieder etwas zurückbekommen (in diesem Fall ein Rentenbeitrag), dann ist das ja keine Einnahme. Der Dienstherr hätte hier die Pflicht Rücklagen zu bilden.

    Die Ungleichbehandlung sehe ich woanders: bei der Berechnungsgrundlage für die Höhe der Pension. Beim Normalarbeitnehmer ist das das mittlere Einkommen, bei den Beamten sind es die letzten Gehälter. Da liegt die Ungerechtigkeit. Außerdem ist die Rente im Gegensatz zur Pension gedeckelt!

    Aus meiner Sicht sollten alle Arbeitnehmer, ob Selbstständige, Beamte oder sonstwer in der gesetzlichen Rentenkasse sein. Dann gäbe es keine Sonderstellung mehr bezüglich Versorgungskassen für alle die später nicht mal mit der Altersarmutsrente abgespeist werden.


TOP



TOP