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Urteil in China: Menschenrechtler muss 18 Monate ins Straflager

Er soll den angeblichen Selbstmord eines Mitstreiters angezweifelt haben - dafür muss ein Bürgerrechtler in China nun anderthalb Jahre in einem Straflager schuften. Einen Prozess bekam Xiao Yong nach Angaben seines Anwalts nicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845956,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er soll den angeblichen Selbstmord eines Mitstreiters angezweifelt haben - dafür muss ein Bürgerrechtler in China nun anderthalb Jahre in einem Straflager schuften. Einen Prozess bekam Xiao Yong nach Angaben seines Anwalts nicht.

    Urteil in China: Menschenrechtler muss 18 Monate ins Straflager - SPIEGEL ONLINE
    auch das wird hier im Forum legitimiert werden, dient schließlich der "Stabilität" des sonst unregierbaren Chinas. Da braucht man die harte Hand. Nicht?
  2. #2

    legitimation

    Zitat von timorieth Beitrag anzeigen
    auch das wird hier im Forum legitimiert werden, dient schließlich der "Stabilität" des sonst unregierbaren Chinas. Da braucht man die harte Hand. Nicht?
    Zitat von timorieth Beitrag anzeigen
    auch das wird hier im Forum legitimiert werden, dient schließlich der "Stabilität" des sonst unregierbaren Chinas. Da braucht man die harte Hand. Nicht?
    "sonst unregierbar" ... käme ja erstmal drauf an, das experiment zu wagen. Im kleinen und im vergleich sehr eingeschränkten rahmen wird ja schonmal geübt [HK].

    Aber Sie sprechen damit eine [wohl auch tatsächlich von der breiten bevölkerung so empfundene] zentrale legitimationsbasis der herrschaft der KPCh an: stabilität.

    Zwar haben der lange marsch und der antiimperialistische kampf gegen Japan ziemlich ausgedient bzw. nur noch historio-folkloristischen charakter, aber der "deal" [altertümlich: der gesellschaftsvertrag] zwischen KP und der bevölkerung ist seit dem Tiananmen-massaker : wirtschaftliche prosperität gegen macht-alleinvertretungs-anspruch der partei.

    Und eben jene prosperität bedarf nunmal frieden, ruhe, 'stabilität'.
    - Wenn dann noch dazu kommt, dass "demokratie, rechtstaatlichkeit, menschenrechte, checks & balances, gewaltenteilung, kapitalistische marktwirtschaft, drogen und krieg" zwar nicht gerade teufelszeug, aber eben "kram des imperialistischen auslandes" sind, mit dem man in den vergangenen 250 jahren wenig gute erfahrungen gemacht hat, dann wird deutlich, warum "die" Chinesen anders ticken.

    Das relativiert zwar die sog. "administrativhaft" in keiner weise, aber macht auch klar, dass sie eine systembedingte verwerfung ist, wie wir sie selbst ja nun auch zu genüge kennen [bsp.: warum muss ein scheckbetrüger für 5 jahre in den knast, während wenn einer einem anderen ein bein abhackt, er mit ner geldstrafe davonkommt ...?].


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