Der radikale Kurssturz um rund 1000 Punkte am Donnerstagabend hat die Weltbörsen erschüttert: Immer noch rätseln Anleger über die Gründe des Kurzzeit-Crashs an der Wall Street. Dass ein einzelner Händler das Fiasko durch einen Tippfehler auslöste, wird zusehends bezweifelt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...693582,00.html
Ich denke das hier die Computer mit den ganzen automatisierten Tradingvorschlägen ggf. einen Streich gespielt haben. So schnell wie die Kurse runtergegangen sind haben die anderen automatischen Tradingsystem ja auch wider zurückgekauft.
Ich schätze mal, da hat sich gigantisch schnell was hochgeschauklt. Bei den automatisierten Verkäufen gibt es mit Sicherheit irgendwann eine chaotische Eigendynamik mit unbeherrschbaren und unvorhersehbaren Selbstverstärkungseffekten. Wir können froh sein, dass Rechengeschwindigkeit und Übertragungsgeschwindigkeit physikalisch begrenzt sind. Sonst wären solche Einbrüche an der Tagesordnung. Mich erinnert das Ganze an eine Monsterwelle, die aus dem Nichts auftaucht und auch wieder in's Nichts verschwindet.
Letztlich ist die Börse ein gigantischer Mumpitz. Die Banker drehen alle an diesem vermeintlichem Perpetuum-mobile und merken gar nicht, wie bescheuert und schädlich sie alle sind.
Nein! Ich bin kein Linker!!!
"Händler fürchteten einen Rückzieher der Regierung in Athen und den Staatsbankrott des Landes. "Alle Augen richten sich auf Europa", sagte der Devisenanalyst Samarjit Shankar von BNY Mellon. "Die Investoren sind beunruhigt wegen des Ansteckungsrisikos unter den europäischen Ländern.""
Was für ein Schmarren. Die angloamerikanischen Finanzkreise haben die Krise um Griechenland ja erst ausgelöst. Hauptziel war dabei, den Euro zu schwächen.
Das Debakel um Griechenland dient wiederum dazu, dass die gleichen Kreise massiv auf "short" spekulieren, d.h. Aktien, die man selbst nicht hat, leer zu verkaufen in der Hoffung, man kann sie günstiger zurückkaufen.
Dafür braucht es einen scheinbar plausiblen Grund, sonst würden die ahnungslosen Aktienbesitzer, deren Konten regelmäßig geplündert werden, wohl völlig verrückt werden.
Dieses Abräumen, oder Luft aus der Blase lassen mittels Leerverkäufe ist zutiefst unmoralisch, weil es einer kalten Enteignung gleich kommt. Wenn man Leerverkäufe nicht verbieten kann oder will sollten die Erträge daraus zumindest hoch besteuert werden, um Anreizpotential herauszunehmen.
Also sagen uns diese "Trader", von deren Kauf- und Verkaufsentscheidungen auch unser Leben(-sstandard) abhängt, dass sie gar nicht wissen, *warum* sie da Werte kaufen und verkaufen?
Das nenn' ich Chuzpe.
Wenn die mit Briefmarken handeln könnte mir das ja egal sein, aber auf diese Weise werden Firmen ruiniert, Arbeitsplätze vernichtet, Staaten in Zinsschulden getrieben ...
Wennn ich die wäre, würde ich wahrscheinlich zu der Tippser-Theorie eifrig nicken und mir meinen Teil denken:
Die Alternative - wir haben verkauft obwohl wir gar nicht wissen, warum - ist imho viel schlimmer.
Das lässt ja wieder mal Spekulationen zu.
AlKaida? Die Chinesen? Haben die mal kurz getestet, wie man so richtig Panik auslösen kann?
Für mich - aller höchste Zeit die Glaubwürdikeit dieses mächtigsten Systems der Welt anzuzweifeln!!!
Vielleicht wollte einfach jemand durch einen solchen
fat finger einige Verkäufe auslösen. Solche Kursverluste
lösen dann stop-loss-Verkäufe aus und der clevere
( kriminelle kann man auch sagen ) kommt recht günstig an
jede Menge Papierchen.
Dumm nur, wenn man sich auf solche Computersteuerungen
verläßt. Als Privatmann. Dann ist schnell die Kohle futsch.