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Ursache für Air-France-Unglück: Überforderte Piloten, technische Pannen
APDer Absturz eines Air-France-Airbus in den Atlantik im Juni 2009 gilt als eine der größten Tragödien der Passagier-Luftfahrt, 228 Menschen starben. Jetzt liegt der Abschlussbericht der französischen Ermittler vor - Pilotenfehler sind demnach für das Unglück verantwortlich.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,842743,00.html
- #1 05.07.2012 14:40 vonIch bin ja nicht oft geflogen in meinem Leben, aber selbst ich habe halbwegs am Motorengeräusch erkennen können, ob wir schnell fliegen, oder langsam.Die Piloten waren offenbar von falschen Geschwindigkeitsanzeigen irritiert, wie der geborgenen Black Box zu entnehmen ist. Sie reagierten kaum auf Warnungen über einen Strömungsabriss an den Tragflächen.
Und da will ein Pilot - in Verbindung mit einer Strömungsabrißwarnung - nicht erkennen können, daß er zu langsam fliegt. Kommt mir etwas komisch vor, würde aber dazu passen, daß man sich heutzutage nur noch auf die Technik verläßt aber ansonsten hilflos ist.
Schlimme Sache... - #2 05.07.2012 14:44 von
Keine Chance für die Piloten
Die Maschine wurde so langsam, daß die "Stall Stall"-Warnung wieder ausging. Das tut sie in dieser Maschine etwa unter 100 kts (oder?). Als die Piloten die Maschine in die richtige Position, in der sie Geschwindigkeit gewann, brachten, passierte folglich was? genau: "Stall, Stall. Welcher Pilot, der die Architektur des Warnsystems nicht kennt, kann hier das richtige tun? Richtig, keiner!
- #3 05.07.2012 14:52 von
Aha die Piloten sind schuld...
Natürlich müssen es die Piloten sein, es sind immer die Piloten, denn ansonsten müssten sich ja die Hersteller mit ärgerlichen Haftungsfragen herumschlagen.
- #4 05.07.2012 14:54 von
Ich bin zwar absoluter Laie, aber müsste man nicht mithilfe von GPS und der Flugzeughöhe auch die Geschwindigkeit berechnen können? Warum geht das nicht?
- #5 05.07.2012 15:06 von
re
Unsinn.
Die Piloten taten genau das Entgegengesetzte: Sie lenkten kontinuierlich mit maximalem Anschlag nach oben.
Die Piloten steuerten absichtlich gegen die Selbststabilisierung des Flugzeuges. Hätten die Piloten nur den Steuerknüppel los gelassen wäre nichts passiert! Ich verlange hier noch nichtmal dass die Piloten Anweisungsgemäß den Stall beenden sollten. Nur nichtstun hätte gereicht! - #6 05.07.2012 15:07 von
Nein, es müssen immer die Hersteller sein oder Fluggesellschaften, damit die Angehörigen und Anwälte Profit daraus schlagen können. Das mag nicht für alle Angehörigen gelten, aber für die, die im Artikel genannt ist, gilt es: Ihr sollte an der Ursache liegen, was passiert ist. Darum geht es ihr aber nicht, denn von toten Piloten wird nicht viel zu holen sein.
Airbus kann nichts für die ausgefallenen Messgeräte. Supergekühltes Wasser wird bei jedem Flugzeug und bei jedem Messgerät zu solchen Ausfällen führen können. Aus mehreren verfügbaren Modellen hat sich Air France die verbauten aktiv selbst ausgesucht, warum auch immer.
Das Ganze ist und bleibt eine Tragödie. Noch besser ausbilden, nach neuen Technologien für die Geschwindigkeitsmessung suchen, noch mehr Daten aufzeichnen, Videoüberwachung im Cockpit und keine Techtelmechtels an Bord, auch nicht in der Pause.
Wer nun noch klagen will, soll das tun. Ausschlaggebend ist der Bericht.
Manchmal sind eben Menschen schuld. Ganz einfach. Das is schwerer zu akzeptieren, als wenn eine Maschine versagt. Aber es ist so.
Es sollte nun Schluss sein. - #7 05.07.2012 15:09 von
re
Diese Angabe ist wertlos, da nur die Relativgeschwindigkeit zum Boden angezeigt werden kann. Ein Pilot muss aber wissen wie das Flugzeug relativ zu der Ihm umgebenden Luft sich bewegt. In den Oberen Luftschichten sind Windgeschwindigkeiten von 100-200km/h nichts ungewöhnliches, und "jet-streams" haben erheblich mehr.
- #8 05.07.2012 15:11 von
Aber nicht im Zentrum einer Gewitterzelle, siehe:
http://www.weathergraphics.com/tim/a...47-profile.jpg
und vor allem nicht unter extrem starken, schnell wechselnden up- und downwinds bei Ausfall der Geschwindigkeitsanzeige. Das ist nicht die erste Maschine, die da unten in Stücken wieder rauskommt:
PULKOVO 612 Tupolev Tu-154 85185 crash simulation 08-22-06 WEATHER RADAR ATTENUATION EFFECT (SD).mp4 - YouTube
(Pulkovo 612).
Das Problem wird sein, daß die Piloten die Gewitterzelle "übersehen" haben, während andere Maschinen zu diesem Zeitpunkt teils beträchtliche Umwege geflogen sind. Möglicherweise um der Firma "Kosten zu sparen". Das ist das Problem. - #9 05.07.2012 15:13 von
Die tragische Wahrheit will keiner aussprechen:
- Die Piloten haben versagt.
- Sie waren schlecht ausgebildet.
Über mehrere Minuten haben die Piloten praktisch alles getan, um das Flugzeug zum Absturz zu bringen (Nase steil nach oben, bis die Kiste abschmiert).
Es ist menschlich, wenn unter Stress anfangs eine falsche Entscheidung getroffen wird; es zeugt von schlechter Ausbildung, wenn trotz anderslautender Warnungen stur an der falschen Entscheidung festgehalten wird.
Das die Fehlermeldung eines technischen Systems für Laien verwirrend sein können, liegt in der Natur der Sache; aber dafür sollten hochbezahlte Spezialisten ausgebildet sein.
Mein Vorschlag: Air France verklagen, wenn sie eine derartige Crew auf die Menschheit loslässt.
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