Auch privat bewegt sich Christian Wulff in der Oberklasse - unter den Gastgebern seiner Urlaubsreisen sind millionenschwere Manager und Unternehmer. Wer sind die großzügigen Freunde des Präsidenten, woher kennt er sie?
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...804581,00.html
Ich finde es schön, wenn ein Politiker überall so beliebt ist und so gute Freunde hat, die selbslos für ihn eintreten und treu zu ihm stehen auch wenn es ihnen keine Vorteile bringt.
Wahre Freunde erkennt man immer erst in Stunden der Not und Herr Wulff kann sich wahrlich glücklich schätzen.
Genial inszeniert: da investiert Maschmeyer 42 TDM in die CDU bzw. ins Spitzenpersonal.
Nebenfrage: ist das eigentlich als Parteispende auszuweisen?
Und wenn man dem Wahlsieger irgendwann über dem Weg läuft, bringt man sich noch einmal in Erinnerung
"Tag, übrigens hatte ich seinerzeit ihr tolles Buch gesponsert."
"Freut mich sehr."
"Übrigens, haben Sie mal fünf Minuten Zeit für mich?"
"Aber ja, für Freunde immer."
So macht man das!
daß seine unterstützung für das buch des herrn w. im wahlkampf publik wird, liegt ja auf der hand, denn sonst hätte es peinliche frage gegeben, die es zu verhindern galt und es wäre steuerlich aktenkundig geworden. ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein herr maschmeyer auf mögliche steuerreduzierungen freiwillig verzichtet, für den preis der verschleierung wohl schon und daß er nun in die offensive geht und selbst damit heraus rückt, kann als beleg dienen. ihm war wohl auch klar, daß dies, im zuge der einsetzenden untersuchungen im umfeld des herrn wulff, über kurz oder lang bekannt wird.
die verflechtungen des herrn w. sind schon bemerkenswert, vielleicht sind es ja auch verstrickungen und vielleicht geht er auch im eigenen sumpf unter, als fußnote der geschichte.
Die Frage ist doch nur, wer die Kampagne angezettelt hat. Letztlich geht es um private Bagatellen, die niemanden zu interessieren haben, während andere milliardenschwere Geschäfte, in denen Begünstigungen eine Rolle spielen, nur durch Zufall rauskommen, aber ganz sicher nicht im Detail, also wer welchen Vorteil hatte.
Im Normalfall sind es Parteifreunde, von denen man abgeschossen wird, weil man irgendwas nicht nach deren Willen gemacht hat, nicht richtig pariert hat. Dann wird man halt geköhlert, wie Adenauer, Brandt oder Guttenberg, hinterrücks abgeschossen. In Deutschland ist bereits der lächerliche Mißbrauch von Dienstwagen ausreichend für das Ruinieren einer Karriere, anderswo müssen richtig kriminelle Handlungen im Spiele sein, etwa daß Greise junge unschuldige Damen vergewaltigen. Die Frage ist doch nur, ob man sich vor Verwunderung die Augen reibt oder vor Lachen unter dem Tisch liegt.
Oberklasse sind seine Freunde auch nicht, eher mäßige Emporkömmlinge. Im Rotary sind auch nicht die Oberen zu finden, aber alle leitenden Mitglieder der Exekutive und anderer Institutionen sind dort geborene Mitglieder. Es handelt sich um ein Verständigungsorgan auf Höhe der Dienstboten. Und das hat eine lange Tradition, zumindest seit dem Mittelalter, wenn auch formal verändert. Nicht vergessen: Nirgendwo auf der Welt ist das Vereinswesen ein derart wichtiger Bestandteil der Gesellschaft wie in Deutschland. Seilschaften ohne Ende, alle nach der Meistbegünstigungsklausel handelnd. Unser Parteiensystem fördert und braucht den Parvenü, um überhaupt existieren zu können. Er ist das Prinzip.
Aber nach außen alles adrett und fein. Vorbildliche Saubermänner und Sauberfrauen soweit das Auge reicht. Ich will wissen, ob sich Wulff die Finger wäscht, wenn er gepinkelt hat, ich fordere Totalüberwachung für meinen ersten Diener.
Man fängt ja schon an sich zu schämen für solch ein philiströses Verhalten. Die Freundschaft zu teils doch sehr dubiosen Unternehmern, aus denen ganz offensichtlich erhebliche finanzielle Vorteile gezogen worden sind, zeugen nun wirklich nicht, auch unabhängig vom Ausgang, von Weitsicht!!
Die verzögerten Antworten, Erklärungsversuche und Stellungnahmen erinnern an dieselbe miserable Öffentlichkeitsarbeit eines Herrn zu Guttenberg und zeigen, dass aus den Verfehlungen anderer Abgänger der Regierung nichts gelernt wurde. Dies entspricht dann allerdings wieder der opportunistischen Linie unserer Kanzlerin nach dem Motto "bloß keine öffentliche Konfrontation und nur nicht noch mehr negatives"!! Herr Wulff war ja alles andere als die erste Wahl und füllt sein Amt leider bis dato überhaupt nicht aus, obendrein dann noch solch eine Tolpatschigkeit/Unsicherheit an den Tag zu legen ist wirklich sehr traurig