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Urheberrechtskampagne: Hundert Künstler fühlen sich bedroht

dapdMario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, der vor einer Abschaffung des Urheberrechts warnt. Es ist bereits der vierte solche Aufruf innerhalb weniger Wochen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...832538,00.html
  1. #10

    Wir sind die Bürger!

    Aha, der nächste aus der Verwertungsmaschinerie der versucht eine Kampagne zu starten. Wäre auch verwunderlich gewesen das jemand der ca. 15% der von ihm ausgehandelten Gagen bekommt sich nicht einmischt, da könnte ja ein lukratives Geschäftsmodell den Bach runter gehen.

    Aber sei es drum, sehr interessant zu dem Thema:
    Internet-Law » Wir sind die Bürger
  2. #11

    Ich verstehe nicht wieso diese "Künstler" immer sofort vom Ende der zivilisierten Welt sprechen? Da frag ich mich wie Mozart ohne Urhebergesetze seine Werke schaffen konnte.
  3. #12

    Halbwissen macht nicht schlauer

    Zitat von Einweckglas Beitrag anzeigen
    Kunst in Deutschland ist subventionierter Abfall geprägt von Kompensationskäufen und dergleichen. Zudem zahlt der Bund (also Steuerzahler) die Hälfte des Beitrags der Künstlersozialkasse. Alleine, damit die nicht als Alterslast die Sozialkassen belasten aber halt auch nichts anderes als Subventionen. Wer sollte da Mitleid haben?
    Sie sollten sich mal die Beitrittsbedingungen der Künstlersozialkasse durchlesen. Künstler zahlen ihren Beitrag für die KSK so wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Den restlichen Beitrag zahlen die Abnehmer/Auftraggeber, etc. Abgabepflichtig sind Unternehmer unabhängig von ihrer Rechtsform. Im Gesetz (§ 24 KSVG) werden drei Gruppen unterschieden:
    1) Verwerter wie Theater, Verlage, Galerien,
    2. Unternehmer, die Werbung / Öffentlichkeitsarbeit für ihr eigenes Unternehmen betreiben
    3) Unternehmer unter die Abgabepflicht, die unabhängig vom eigentlichen Zweck des Unternehmens nicht nur gelegentlich Aufträge an selbständige Künstler oder Publizisten erteilen.
    Die Künstlersozialabgabe stellt den "Quasi-Arbeitgeberanteil" dar, der von allen Unternehmen erhoben wird, die nicht nur gelegentlich Werke oder Leistungen selbständiger Künstler oder Publizisten verwerten (Verlage, Theater, Galerien, Werbeagenturen, Schallplattenhersteller, Rundfunkanstalten usw.). Der Abgabepflicht unterliegen alle an selbständige Künstler und Publizisten- vielleicht besser: an alle Kreativen - gezahlten Entgelte. Unerheblich ist, ob der Künstler oder Publizist selbst in der Künstlersozialversicherung versichert ist. Die Künstlersozialabgabe ist auf alle Entgelte ( z. B. Gagen, Honorare, Tantiemen ) zu zahlen, die an selbständige Künstler oder Publizisten gezahlt werden.
    Es ist doch so leicht unter KSK Auftraggeber zu googeln.
  4. #13

    Nur „unterschreiben“ …

    Die Urheber unterschreiben eben einen Brief, den einer der Schützer (nicht Verwerter) ihrer Urheberrechte formuliert hat. Das ist in Ordnung und gibt nichts für einen Vorwurf her.
    Diejenigen, die nicht für die vermarktete Kreativität der Urheber zahlen aber dennoch besitzen möchten, ja die wählen dann eben die Piraten. Entern und anderer Leute Eigentum in Besitz nehmen. Das ist nicht in Ordnung.
  5. #14

    Zitat von mappus3 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht wieso diese "Künstler" immer sofort vom Ende der zivilisierten Welt sprechen? Da frag ich mich wie Mozart ohne Urhebergesetze seine Werke schaffen konnte.
    Seine Kunden haben ihn bezahlt, bevor sie seine Werke aufgeführt haben. Sie sehen den Unterschied?
  6. #15

    Das Unheil droht aus....

    .....einer ganz anderen Ecke:

    Die Musikindustrie möchte nämlich Alben als Auftragswerke definieren, damit Nutzungsrechte nicht nach 35 Jahren an die Künstler zurückfallen:

    Musikindustrie will Musiker "enteignen" | Telepolis

    Die Liste der Künstler, die im Moment davon betroffen wären, sind hier zu finden:

    Michael Robertson: Screwed FOREVER Artist List (Is Your Favorite Artist On It?)

    Bin mal gespannt, ob die Leute sich das gefallen lassen.
  7. #16

    ...

    ist doch ganz einfach, sorgt dafür, dass in deutschland jobs gut bezahlt werden, dann haben die leute auch geld für kunst. haben sie kein geld, suchen sie wege, um trotzdem an kunst zu kommen. will unser "armes hartzIV kind" das kein taschengeld bekommt nicht auch unterwegs im bus die neuste musik hören? ich meine: ER HAT EIN RECHT DAZU!!!
  8. #17

    Zitat von maifreuden Beitrag anzeigen
    Die Urheber unterschreiben eben einen Brief, den einer der Schützer (nicht Verwerter) ihrer Urheberrechte formuliert hat. Das ist in Ordnung und gibt nichts für einen Vorwurf her.
    Diejenigen, die nicht für die vermarktete Kreativität der Urheber zahlen aber dennoch besitzen möchten, ja die wählen dann eben die Piraten. Entern und anderer Leute Eigentum in Besitz nehmen. Das ist nicht in Ordnung.
    Diese Äußerung zeigt das sie nichts, aber auch gar nichts in dieser Diskusson verstanden haben...

    Nennen Sie mir einen Piraten-Politiker, der auch nur einmal, in dem ZUsammenhang, das Wort "umsonst" in den Mund genommen hat...
  9. #18

    aaa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Adorf, Charlotte Roche, Daniel Kehlmann und andere prominente Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, der vor einer Abschaffung des Urheberrechts warnt. Es ist bereits der vierte solche Aufruf innerhalb weniger Wochen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf die Erfolge der Piratenpartei.

    Künstler schreiben offenen Brief für das Urheberrecht - SPIEGEL ONLINE
    Lassen wir doch einfach mal einen bekannten Anwalt zu diesem Thema zu Worte kommen …

    Zitat von Udo Vetter / law blog
    ...
    Die Heerschar jener Autoren, Musiker und Filmemacher, die sich mit ihren Werken (noch) keinen Platz in den Top-Rängen verdient haben, sieht das Wirken der Verwerter weitaus distanzierter.

    Dass die Verwerter eine Abmahnindustrie ins Leben gerufen haben, die mit ihren aberwitzigen Auswüchsen mittlerweile nicht nur individuelle Angst, sondern längst sozialen Unfrieden stiftet, ist den Unterzeichnern des Appells keine Erwähnung wert.
    ...
    Ansonsten bleiben nur Platitüden. Der durchaus umstrittene Begriff des geistigen Eigentums wird so selbstverständlich im Mund geführt wie die Behauptung, das Anfertigen einer digitalen Kopie sei “profaner Diebstahl”. Wer so selbstvergessen auf* Maximalpositionen besteht, darf sich nicht wundern, wenn die Brüchigkeit seiner Position mit wenigen Worten belegt wird.

    Auch das “geistige Eigentum” unterliegt weitgehenden Schranken. Und es ist durchaus nicht vermessen und schon gar nicht illegal zu fordern, dass sich das Urheberrecht an die Gegebenheiten der digitalen Welt anpassen soll und nicht umgekehrt.

    Die heute noch so stolzen Urhebern müssten dann die bittere Erfahrung machen, dass das freie Netz wichtiger ist als ihr unbestrittener Beitrag zur Kultur. Das Motto wäre dann: Besser jeder kann frei online seine Meinung sagen, als dass alles den Bach runtergeht, bloß weil ein paar Schriftsteller meinen, sie hätten den unbedingten Anspruch an die Gesellschaft auf ein solides Auskommen pro Essay oder Roman.*
    law blog: Ihr seid nicht systemrelevant

    Auf Thomas Stadler wurde in diesem Zusammenhang schon von einem anderen Forenkollegen verlinkt.

    Das die Roches dieser Republik alles ganz toll finden ist schon klar. Das sind ja auch nicht die Künstler, die unter dem Unsinn leiden sondern die, die z.B. mit der GEMA den dicken Schotter machen während "normale" Künstler von diesen Verwertern eher verarscht werden. Das geht ja schon beim Stimmrecht los.
  10. #19

    Lächerlich

    Was für eine dämliche Kampagne!
    Tatort Drehbuch Schreiber haben Angst um Ihre Pründe?
    Wie soll denn bitte gerade denen etwas passieren?
    Oder fordert die Piratenpartei seit neuestem, dass Schauspieler und Drehbuchautoren für die Zwangsgebürensubventionsverschwender der ARD umsonst arbeiten sollen?
    Das Urheberrecht ist in seiner heutigen Form eine Massengeldumverteilungswaffe der Rechteinhaber.
    Und ein Zusammenhang zwischen Raubkopiermördern und Umsätzen der Musikindustrie oder Filmindustrie ist bis heute nicht feststellbar.
    (Siehe das neue Ärzte Album)
    Jeder kanns umsonst haben und es ist trotzdem Platz 1 der Charts.
    Kein Mensch will das Urheberrecht abschaffen!
    Es muss nur ein Weg gefunden werden im privaten Bereich zu leben ohne ständig davon gefoltert, drangsaliert und ausgenommen zu werden.

    Aber die können mir gerne mal den Parteitagsbeschluss oder den Teil des Wahlprogramms zeigen wo gefordert wird das Urheberrecht ersatzlos zu streichen!








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