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Urheberrecht: Wem gehören die Gedanken?

DPAErst waren es die Musiker, dann die Schriftsteller, die aufbegehrten gegen die Umsonstkultur im Netz. So berechtigt ihre Angst auch ist: Das Internet hat eine neue Rechtswirklichkeit geschaffen, gegen die nur ein neues Urheberrecht ankommt.

http://www.spiegel.de/0,1518,833984,00.html
  1. #650

    Zitat von steve3000 Beitrag anzeigen
    Ein Verbreiten in einem öffentlich zugänglichen Netzwerk, das Millionen von Nutzern hat, ist nicht mehr "privat", das sollte bei einem weltweit genutzten Medium eigentlich klar sein.
    Meine Homepage ist so privat wie meine Haustür privat ist. Und ich kann jedes Bild das ich will an meine Haustür hängen. Ich kann auch dafür sorgen das beim Drücken der Klingel der neueste Chartsong aus einem Lautsprecher direkt neben der Klingel ertönt. Und ich kann auch mit meinem Handy mit aufgedrehtem Lautsprecher durch die Stadt laufen und mir alle möglichen Chartsongs anhören. Und ich kann in der S-Bahn sitzen mit meinem Laptop und mir eine DVD mit dem neuesten Film anschauen. Ich kann auch lauter Bücher in meiner Wohnung rumliegen haben und jeden der vorbeikommt reinlassen und ihm erlauben diese Bücher zu lesen oder sogar sie sich auszuleihen.

    So lange ich nicht meine Umgebung damit belästige ist das vollkommen i.O. Trotz potentiell 7 Milliarden möglichen Nutzern.
  2. #651

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Urheberrechtsverletzungen sind Lappalien, das sieht die Bevölkerung völlig richtig, sie lässt sich von den Urhebern nicht veralbern.
    Einfache Frage: Warum wollen Sie nicht zahlen?
  3. #652

    Rechtschutzversicherungen grenzen Medienbereich aus

    Grundproblem: Fehlende Rechtssicherheit in Deutschland. Alle Rechtsschutzversicherungen grenzen infolge Rechtsschutz im Medienbereich aus. Mehrere Rechtsanwälte, u.a. Prof. Hertin, beteuerten, dass Gerichte willkürlich entscheiden und der Bürger durch das Justizsystem finanziell massiv geschädigt werden kann.

    Rechtsanwälte behaupten hohe Streitwerte, Landgerichte erlassen einstweilige Verfügungen trotz fehlender Dringlichkeit ohne mündliche Anhörung… Der Bürger kann sich vor Fehlern im Patentamt und Missbrauch fehlender Rechtssicherheit durch kriminell wirkende Rechtsanwälte nicht schützen.

    http://www.kunstlandschaft-spandau.de/rechtssicherheit.htm

    Problemlösung: Wirksame Beschwerde- und Kontrollinstanzen.
  4. #653

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Und ich kann auch mit meinem Handy mit aufgedrehtem Lautsprecher durch die Stadt laufen und mir alle möglichen Chartsongs anhören.
    Da wird es langsam kritisch; wenn du dann noch anfängst laut mitzusingen entsteht schon eine Vergütungspflicht an die Urheber.
    1985 wurde das Urheberrecht dahingehend geändert das eine Aufführung bzw. Wiedergabe auch dann Vergütungspflichtig ist, wenn sie keinem Erwerbszweck dient (vorher gab es dazu den sog. Kirchenmusk Beschluss).
  5. #654

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Ich kann auch lauter Bücher in meiner Wohnung rumliegen haben und jeden der vorbeikommt reinlassen und ihm erlauben diese Bücher zu lesen oder sogar sie sich auszuleihen.
    In der Richtung gibt es da ja diese kriminelle Vereinigung namens Bookcrosser (Bookcrossing). Die stellen doch tatsächlich anderen Leuten Bücher zum Lesen zur Verfügung, so dass den Autoren Milliardenverluste entstehen weil sich deren Bücher kaum noch jemand kaufen muss. Auch Verleihgebühren, diese Minibrosamen, führen diese Kriminellen nicht ab.
    Eingesperrt gehört sowas, jawohl.
  6. #655

    Zitat von thsherlok Beitrag anzeigen
    Zum einen fehlt bislang jeder Nachweis das es einen direkten Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und Umsatzverlusten gibt (nein, die Brennerstudie gibt das auch nicht her) und zum anderen gibt es Beispiele für den gegenteiligen Effekt (endlich mal dem Autor aus meinem Link zugehört?).
    Illegale Downloads mögen hypothetische Umsatzverluste in Milliardenhöhe darstellen, sie werden dadurch noch lange nicht zu realen Umsatzverlusten oder zu realen Umsatzsteigerungen wenn das illegale Downloaden unmöglich wäre.
    .
    Sie glauben also ernsthaft das es, nach einer privaten legalisierung, keine Umstatzeinbussen geben wird?
    Glauben Sie auch an den Weihnachtsmann?
  7. #656

    Zitat von thsherlok Beitrag anzeigen
    Da wird es langsam kritisch; wenn du dann noch anfängst laut mitzusingen entsteht schon eine Vergütungspflicht an die Urheber.
    1985 wurde das Urheberrecht dahingehend geändert das eine Aufführung bzw. Wiedergabe auch dann Vergütungspflichtig ist, wenn sie keinem Erwerbszweck dient (vorher gab es dazu den sog. Kirchenmusk Beschluss).
    Cool, muss ich gleich mal ausprobieren wenn ich das nächste mal in der S-Bahn sitze und da sitzen so Kids mit ihrem Smartphone, hören laut Musik und singen auch noch mit .... wo muss ich da Anrufen? Gema, Polizei?
  8. #657

    Zitat von OliverSch Beitrag anzeigen
    Sie glauben also ernsthaft das es, nach einer privaten legalisierung, keine Umstatzeinbussen geben wird?
    Glauben Sie auch an den Weihnachtsmann?
    Napster wurde 1998 veröffentlicht. Seitdem gibt es Tauschbörsen und findet der Tausch im Netz statt. Das sind 14 Jahre. Trotzdem steigen die Verkäufe an Musikdownloads seitdem es diese ohne DRM gibt.

    Sie glauben doch nicht wirklich das nach einer Entkriminalisierung von Tauschbörsen auf einmal mehr Leute Tauschbörsen nutzen als das aktuell bereits passiert?
  9. #658

    Zitat von thsherlok Beitrag anzeigen
    In der Richtung gibt es da ja diese kriminelle Vereinigung namens Bookcrosser (Bookcrossing). Die stellen doch tatsächlich anderen Leuten Bücher zum Lesen zur Verfügung, so dass den Autoren Milliardenverluste entstehen weil sich deren Bücher kaum noch jemand kaufen muss. Auch Verleihgebühren, diese Minibrosamen, führen diese Kriminellen nicht ab.
    Eingesperrt gehört sowas, jawohl.
    Und komischerweise wird das dann sogar noch von Verlagen unterstützt.
    Bookcrossing

    Die Welt ist schon komisch ... also ich glaube ja manchmal das es nur die Juristen sind die unbedingt wollen das alles so bleibt wie es ist weil die das Geschäft ihres Lebens machen. Selbst als Totalversager im Jurastudium kann man sich mit Abmahnungen ein gutes Auskommen sichern .....
  10. #659

    Zitat von OliverSch Beitrag anzeigen
    Sie glauben also ernsthaft das es, nach einer privaten legalisierung, keine Umstatzeinbussen geben wird?
    Die Beispiele derjenigen Künstler die heute schon legal ihre Bücher und Musikstücke kostenlos zum Download an jedermann bereitstellen legen dies nahe.
    Eine Garantie gibt es dafür nicht. Es gibt allerdings auch keine Garantie das es umgekehrt zu nie gekannten Umsatzsteigerungen kommen wird, wenn der illegale Download nicht mehr möglich ist bzw. niemand es mehr macht weil ihn die zu erwartenden drastischen Strafen abschrecken.
    Zitat von OliverSch Beitrag anzeigen
    Glauben Sie auch an den Weihnachtsmann?
    Ich nicht, aber anscheinend diverse Künstler die das Geschäftsmodell des kostenlosen Downloads erfolgreich praktizieren.
    Die sind anscheinend weniger Dogmatisch (und damit erfolgreich) als eine Urheberrechtsheroen hier.








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