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Urheberrecht: Wem gehören die Gedanken?

DPAErst waren es die Musiker, dann die Schriftsteller, die aufbegehrten gegen die Umsonstkultur im Netz. So berechtigt ihre Angst auch ist: Das Internet hat eine neue Rechtswirklichkeit geschaffen, gegen die nur ein neues Urheberrecht ankommt.

http://www.spiegel.de/0,1518,833984,00.html
  1. #160

    Warum reden wir nicht einfach mal Tacheles?

    Es ist doch in dieser schönen Republik ganz einfach: Millionäre müssen geschützt und aufgepäppelt werden. Und dahin gehört auch das "Urheberrecht".
    Es ist nämlich nicht so, dass in diesem Land geistiges Eigentum Privateigentum wäre. (Fast?) alle Angestellten verlieren sofort ihr "geistiges Eigentum" an den Arbeitgeber.
    Der Witz (oder wer hat einen passenderen Ausdruck?) ist auf der anderen Seite die Verschaffung von Privateigentum an gesellschaftlichem Eigentum. Ob das die Privatisierung von allgemeinem geistigem Eigentum betrifft (wer erinnert sich an die Patentierung des Buchstabens T seitens eines Unternehmens, das sich allein schon durch den Diebstahl des Namens Telekom verdint machte?) oder die Patentierung von Saatgut oder Genetischem Code.
    Und zu allem sagt diese Politik JA und AMEN! Nein, das ist nicht in Ordnung.
  2. #161

    Teilweise

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Die meisten Leute tun das, stimmt. Was meinen Sie, warum in den Achtzigern und Neunzigern sehr viel mehr Platten verkauft worden sind? Weil die Musik so viel besser war?
    stimmt das (von Ausreißern nach unten wie D.Bohlen oder Stock/Aitken/Waterman mal abgesehen), aber vor allem das Freizeitverhalten der Menschen hat sich seitdem massiv geändert...

    Ich behaupte nicht dass illegales Kopieren eine gute Sache ist, aber die Behauptung "Raubkopie=nicht gekaufte CD" ist eben auch Unsinn - wie die Herrschaften von der Content-Industrie sehr genau wissen.
  3. #162

    Ich schreib jetzt nichts eigenes mehr, ich kopier nur noch:

    "Die Piraten legen sich nicht mit den Ölkonzernen oder Waffenherstellern an, sie erklären nicht der weltweiten islamistischen Intifada gegen Menschenrechte und Meinungsfreiheit den Kampf, nein, die Piraten wollen mit ihren Tennisarmen weiter ungestört Pornos gucken und alle Lieder dieser Welt hören, sie wollen ein langes Leben im Bademantel, finanziert vom dummen Rest jener Bürger, die noch arbeiten und Steuern zahlen. Lauers Pseudoangebot ist so gefährlich wie überflüssig, denn es schadet einer Branche, die ohnehin schon am Boden liegt, tausende Mitarbeiter entlassen musste und kaum noch Geld für den Aufbau neuer Künstler hat."

    Kopiert aus: Urheberrecht – Was die Piraten mit den Nazis WIRKLICH gemeinsam haben | Journalistenwatch.com
    Autor: Jürgen Stark (* 20. März 1957 in Hamburg) ist ein deutscher Autor, Journalist und Mitglied des Deutschen Musikrates. Stark unterrichtet als Lehrbeauftragter an Hochschulen (u.a. Hochschule der populären Künste, Berlin) in den Fachbereichen Medien und Kultur (u.a. Geschichte der elektronischen Medien, Geschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert) und ist Mitbegründer des Institut für kulturelle Kommunikation IKK an der Hochschule Offenburg. Beim IKK ist Stark stellvertretender Direktor für Medienjournalismus.
    Guter Mann.
  4. #163

    Selber schuld

    Zitat von avantxgarde Beitrag anzeigen
    ich war auch opfer eines solchen abmahnung und um das gleich dazu sagen unbegründet...die größte frechheit an dieser Form ist das man aus dem nichts auf einmal in einer bringschuld ist, die man nicht einmal nachprüfen kann, da die Provider die IP adressen nur 7 Tage speichern und die abmahner am 7ten Tag die Adressen einfordern. ---> Der Abgemahnte kann selbst garnichtmehr nachprüfen ob das den wirklich seine IP Adresse war, oder ob da evtl ein Zahlendreher stattgefunden hat. Kein Gericht, Kein Provider prüft diese Daten...---> es werden wahlos Adressen rausgegeben.
    In diesem fall waere ich sogar dafür das man sich Privat vorsorgen kann und sich eine IP Datenbank vergangener Tage erstellen kann, in dem man sich gegen genau diese Masche schützen kann. Gibt es leider nichts, das auch vor Gericht verwertbar wäre.
    Ich verstehe nicht, warum so viele vor einer Abmahnung einknicken. Zumal, wenn sie sich nichts vorzuwerfen haben. Lassen Sie's doch auf einen Prozess ankommen. Am besten bis zum BGH. Vor Gericht muss der Kläger den Beweis erbringen. Niemand muss seine Unschuld beweisen.
  5. #164

    Fernseher

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Sie können bei youtube keine Songs runterladen. Und wie das momentan geregelt ist, sehen Sie, wenn Sie den traurig schauenden Fernseher sehen, der sagt "Das tut uns leid."
    Hallo,

    sicher kann ich/man das! Es gibt sogar programme wo sie nur die url eingeben und das programm wandelt den vidoclip in eine mp3 datei um UND fertig ist der song umsonst. Wußten sie das denn nicht?
  6. #165

    Zitat von faenwulf Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen vielleicht schon mal in den Sinn gekommen dass das erschaffen von Kunst auch sehr viel Zeit beansprucht? Wenn ein Schriftsteller ein Buch schreibt dann kann das mehrere Jahre dauern. Bei Filmemachern sieht das nicht anders aus. Und auch in der Musik benötigt man schon ein wenig Zeit um ein ganzes Album zu schreiben. Wenn also die Künstler nicht mehr genügend Geld verdienen um Ihre Kreativität zu finanzieren dann werden Diese wohl arbeiten gehen, allerdings bleibt dann halt keine Zeit für anderes und so wird es dann wohl auch keine Musik, keine Filme und keine Bücher mehr geben. Aber wozu soll man auch solche nutzlosen Dinge die eh keinen Wert haben erschaffen wenn die heutige Jugend auch damit zufrieden ist sich zu besaufen und sich gegenseitig totzuschlagen... Welch wunderbare Zeiten auf die wir zusteuern.
    Künstler werden nach Erfolg bezahlt und nicht nach Zeitaufwand. Wenn sie 10 Jahre an einem Buch geschrieben haben, was dann 200 mal verkauft wird oder in 6 Wochen einen Bestseller schreiben, Geld verdienen sie nur im zweiten Fall.

    Das Urheberrecht nutzt nur die großen Hechte, die ganzen Kleinen gehen bei der Geschichte leer aus oder zahlen sogar drauf. Ein Fakt, der viel zu selten genannt wird.
    Eine Kulturflatrate würde diesen Effekt nur noch verschärfen.
    Die generelle Frage ist, lohnt es sich wegen vielleicht 5000 Künstlern, die Gewinn dank Urheberrecht machen, die Totalüberwachung von 80 Millionen Bürgern?
    Ich arbeite in einem kleinen Club, mit vorrangig Konzerten, das läuft trotz Ehrenamt nur, weil wir den Leuten Alkohol verkaufen. Die Eintrittseinnahmen gehen an die Künstler, GEMA, KSK, Finanzamt usw.
  7. #166

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um stehlen, sondern um kopieren, also um vervielfältigen. Sie hätten Ihrer Argumentation folgend selbst Jesus ins Gefängnis schicken müssen, als er die Fische und das Brot vermehrt hat, denn damit hat er ja dann die Fischer und Bäcker bestohlen.
    Also jeden Raubkopierer ans Kreuz zu Nageln ist zwar ein bisschen Pervers aber okay, wäre zumindest eine Strafe.
  8. #167

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    Raten sie mal mit welche Methode ich sehr gut fahre
    Tipp: Es ist nicht Methode 1.

    Das ist Ihre Entscheidung. Wer aber Methode 1 durchziehen will, sollte nicht daran gehindert werden, oder?

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    Von daher, mag ich dieses ganze Abmahngehabe bei dem eben auch zig Schüler belangt werden weil sie einfach nicht die Kohle haben für etwas wie eine CD.
    Aber für Smartphones, Breitband-Netzzugang und einen entsprechenden Rechner.

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl die meisten der verklagenden Künstler sind eher die, die sowieso nicht soo. viel verkaufen bzw Leute zu Konzerten bekommen bzw gar nicht imstande sind live zu spielen.
    Muss man live spielen können, um gute Musik zu machen? Mike Oldfield hat sechs Jahre gebraucht, bis er psychisch soweit war, sich auf eine Bühne zu stellen. Was vermutlich nicht passiert wäre, wenn sich jeder "tubular Bells" einfach runtergeladen hätte.

    Zumal da etwa Sachen vorkommen, die sich live gar nichtr realisieren lassen. Ist das jetzt eine Einschränkung, die ich als Produzent einfach hinnehmen muss? Nicht, oder?

    Um mein Zeug live aufzuführen (wenn das überhaupt jemand live sehen wollte), bräuchte ich sechsmal den gleichen Synthesizer, den ich habe. Da habe ich kein Geld für, bzw. investiere das lieber anders.
  9. #168

    Zitat von BBTurpin Beitrag anzeigen
    Öffentliche Bibliotheken garantieren schon lange den Zugang zum kulturellen Leben der Gemeinschaft, und sie bieten nicht nur Literatur, sondern auch Musik und Videos zum Nulltarif....
    Nur mal so am Rande - bei uns KOSTET die öffentliche Bibliothek Jahresbeitrag.

    Das hat nix damit zu tun, daß ich nicht für meine CDs bezahlen kann. Aber die dreifache Abzocke - für etwas, was ich garnicht tue - ist einfach nicht gerecht.

    Ich zahl Abgaben auf Brenner, Kopierer, Leer CDs, obwohl ich maximal mal eine Sicherheitskopie einer gekauften CD fürs Auto mache.
    Und daß ne CD 20 Euro kostet, ist auch nicht nachzuvollziehen. Da hätte ja früher eine LP 100 Mark kosten müssen.
    Zusätzlich sehe ich eben, daß die Kohle eher bei Produzenten, Hypeerzeugern und den ganzen Möchtegern "c"reativen landet als bei den Künstlern - so gesehen ist der Wasserkopf beim Musikschaffen IRRSINNIG groß - das muß ich dann auch nicht unterstützen.
  10. #169

    Zitat von H-Vollmilch Beitrag anzeigen
    Auch hier haben wir die klassische unzulässige Schlußfolgerung.
    Bitte führen sie mal genau aus, warum eine Raubkopie zwangsläufig einer nicht gekauften Kopie (zB einer CD) entspricht.
    Bitte führen Sie doch mal genau aus, warum keine runtergeladene CD einem Verkauf entspricht.

    Das können Sie nicht, oder?

    Die Plattenindustrie hingegenb kann Ihnen recht exakt zeigen, wieviele Exemplare sie heute von einer CD verkauft und meinetwegen vor 20 Jahren.








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