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Urheberrecht: Piraten und Gema sitzen in einem Boot

dapdDie Piratenpartei soll sich von freiem Filesharing verabschieden - und sich lieber realistische Ziele für eine Reform des Urheberrechts suchen. Denn für neue Remix-Regeln und Ausnahmen für Forschung und Lehre gibt es Mitstreiter und Erfolgsaussichten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...837657,00.html
  1. #130

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Erstens betrifft das massenhafte unrechtmäßige Kopieren eher Künstler, die dadurch nicht in finanzielle Not geraten.
    1. Und? 2.Woher wollen Sie das wissen? 3. Was heißt "massenhaft"? In welcher Relation zu was? Zu den Verkaufszahlen? Lady Gaga mit 1 Millionen verkauften Exemplaren kann 5 Millionen Raubkopien verschmerzen? 4. Kann es nicht zum Ruin reichen, wenn jemand zwar NICHT so massenhaft beklaut wird wie Lady Gaga, aber in Relation zum eigenen Eigenkommen ganz entscheidend bestohlen wird?

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Die werden durch rechtmäßige Aufführungen z.B. im Radio so gehyped, dass die Einkommen durch den Verkauf legaler Kopien, etwa CDs, sichergestellt werden können
    Und was ist mit denjenigen, die auf der Kippe leben, NICHT gehypt werden, TROTZDEM beklaut werden, und denen dann das eh schon magere Einkommen aus Verkäufen auch noch durch die Raubkopierer geschmälert wird?

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Zweitens wären die meisten der unrechtmäßig erstellten Kopien nie rechtmäßig erworben worden.
    Woher wollen Sie das wissen? Was leiten Sie aus dieser frei erfundendenen Behauptung ab? (Außer, daß Raubkopien ü-ber-haupt keine Rolle für den Urheber spielen.)

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Dazu fehlt der Zielgruppe schlicht das Budget.
    99 ct bei iTunes ist unerschwinglich?

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Auch ohne die unrechtmäßigen Kopieren wäre das Einkommen der betroffenen Künstler nicht nennenswert angestiegen.
    Womit belegen Sie diese apodiktischen Behauptung?

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Drittens zeigt die Erfahrung mit iTunes und Co, dass es genug Menschen gibt, die rechtmäßige Kopien nachfragen und bezahlen. Solange das Angebot vernünftig ist.
    Wie schön, daß es noch solche Menschen gibt. Warum machen die anderen das nicht genauso, sondern klauen?

    Und wer definiert "vernünftig"? Sie? Oder die Raubkopierer, die mangels Taschengeld zum Stehlen geradezu gezwungen werden? Der Dieb bestimmt den Preis, ab dem er anfängt zu stehlen?
  2. #131

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Ohne den Einzelfall [der Indie-Label-Pleiten,P.] zu kennen, im Artikel steht viel über die wahren Ursachen der Pleite. Das auf die unrechtmäßigen Kopien zu schieben ist unlauter.
    Unlauter ist es, die Aussagen der vom Raubkopieren Betroffenen einfach unter den Teppich zu kehren: "... und der Konsument nicht mehr der Meinung ist, dafür zwingend bezahlen zu müssen."... "Es gibt bei illegalen Downloadern kein Unrechtsbewusstsein und daran geht am Ende eine Firma wie Louisville zugrunde."

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Wenn jemand vom Finanzamt mitgeteilt bekommen muss, dass der Laden pleite ist, dann hat der das Geschäft nicht im Griff, der kennt seinen Markt nicht. Die sind, nach dem Bericht, nicht an Außenständen pleite gegangen, sondern daran, dass kamen.
    Die sind, laut dem Bericht, am Nicht-Verkauf der Alben pleite gegangen. Das Label hatte erfolgreiche Bands, die Bands Riesen-Gigs, es scheiterte an den Verkäufen. Sie haben aber wiedermal eine sinnverdreherische Methode gefunden, um den Geschädigten die Schuld in die Schuhe zu schieben? Wie weiter oben: Der Künstler, der kein zahlendes Publikum findet, ist selber schuld, wenn er nichts verdient? Weil er "den Markt nicht im Griff hat"? Den Markt der Raubkopierer?
    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Selbst wenn das vierfache oder zehnfache verkauft worden wäre. Es hätte nicht gereicht. Die sind an der mangelnden Markdurchdringung und mangelnden Marktkenntnis gescheitert.
    Ziemlich dreiste Argumentation: Das Zehnfache der verkauften 2*3.500 = 7.000 Alben wären 35.000 bzw. zusammen 70.000 Verkäufe gewesen. Damit hätten sie vielleicht erstmal überleben können: In Österreich gibts für 15.000 bereits eine Goldene.

    Ihre Methode, Datendiebstahl und Raubkopien als nebensächlich wegzureden und den Geschädigten auch noch die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist, mit Verlaub, ziemlich unappetitlich.
  3. #132

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Ich habe ausdrücklich vom zahlenden Kunden gesprochen und welchen Gängelungen er sich ausgesetzt sieht. Das ist für mich das Gegenteil von Wertschätzung. Ignorieren Sie das absichtlich oder liegt hier ein Fall kognitiver Überforderung vor?
    Und ich habe ausdrücklich von nicht-zahlenden UND zahlenden Kunden gesprochen. Das sind zwei Dinge. Ignorieren Sie das absichtlich oder...?

    Diese Gängelung, die Sie als unzumutbar empfinden, hat gleich nochmal welche Gründe? Daß die Software-Urheber ihre ehrlichen Kunden "gängeln", beleidigen und belästigen wollen, aus reinem Spaß an der Freud?

    Oder stammt es vielleicht daher, daß den Urhebern kaum was anderes übrigbleibt, als solche Schutzmaßnahmen gegen Raubkopierer zu ergreifen, wenn sie an ihrer Ware noch was verdienen wollen? Und daß daher nolens volens die ehrlichen Kunden unter den Schutzmaßnahmen zu leiden haben, die durch die Raubkopierer notwendig werden? Oder wie stellen Sie sich die Unterscheidbarkeit der Kunden aus Sicht der Urheber vor - wer ganz ehrlich aussieht, kriegt unsere Ware natürlich ohne Kopierschutzmechanismen...?

    Statt die Auswüchse dieser Raubkopier-Ideologie, die solche Maßnahmen erzwingt, zu beklagen und dererlei Treiben in Ihrer Haltung sozial zu ächten, empören Sie sich ausschließlich über die wie auch immer lästigen Abwehrmethoden gegen die Illegalen...
  4. #133

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Ist es auch nicht, Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden, beweglichen Sache. Das ist bei der Urheberrechtsverletzung nicht der Fall. Sorry, nicht meine Erfindung, sondern die des geltenden Rechts.
    Wir diskutieren hier keine Rechtsnormen und Definitionen – wir diskutieren hier Straftaten von beträchtlichem gesellschaftlichen Ausmaß, ihre Gründe, ihre möglichen Rechtfertigungsgründe und die Abhilfe.

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Sie unterliegen einem heftigen Irrtum. Nur weil es ähnliche Strafmaße gibt, heißt das nicht, dass es sich um vergleichbare Rechtsgüter handelt, die verletzt werden.
    Die ähnlichen Strafmaße belegen, daß es sich bei Raubkopien keineswegs um Kavaliersdelikte oder Lappalien handelt, wie das die Raubkopierer gerne hinstellen möchten. Nichts weiter ist mit dem Vergleich der Strafmaße gemeint: Diebstahl und "Urheberrechtsverletzungen" sind mit nicht unerheblichen Strafen belegte Verstöße gegen die Rechtsordnung.

    Übrigens irren Sie natürlich sowieso, wenn Sie meinen, daß es sich um nicht vergleichbare Rechtsgüter handelt: Das Verwertungsrecht des Urhebers ist vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich aus dem Eigentumsrecht des §14 GG abgeleitet.

    "... geht das Bundesverfassungsgericht in Übereinstimmung mit der herrschenden Auffassung davon aus, daß die Verfassungsmäßigkeit der Nutzungsrechte des Urhebers grundsätzlich am Maßstab des Art. 14 GG zu messen ist."

    "... Das ist der typische Schutzbereich der Eigentumsgarantie des Art. 14 GG. Dieser kommt im Gesamtgefüge der Verfassung zunächst die Aufgabe zu, dem Träger des Grundrechts durch Zubilligung und Sicherung von Herrschafts-, Nutzungs- und Verfügungsrechten einen Freiheitsraum im vermögensrechtlichen Bereich zu gewährleisten und ihm damit die Entfaltung und eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens zu ermöglichen; insoweit steht sie in einem inneren Zusammenhang mit der Garantie der persönlichen Freiheit (vgl. BVerfGE 21, 73 [86]; 24, 367 [389, 396, 400])."

    Zitiert unter: BVerfG: Schulbuchprivileg, Beschluss v. 07.06.1971 Az. 1 BvR 765/66 - Telemedicus

    Oder hier:

    1. Das Urheberrecht ist als Nutzungsrecht "Eigentum" im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG. 1.

    2. Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gebietet die grundsätzliche Zuordnung des wirtschaftlichen Wertes eines geschützten Werkes an den Urheber.
    ...

    3. Das Interesse der Allgemeinheit an einem ungehinderten Zugang zu den Kulturgütern rechtfertigt es, daß geschützte Werke nach ihrem Erscheinen ohne Zustimmung des Urhebers in Sammlungen aufgenommen werden dürfen, nicht aber, daß der Urheber sein Werk hierfür vergütungsfrei zur Verfügung stellen muß (§ 46 UrhG).

    DFR - BVerfGE 31, 229 - Schulbuchprivileg

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Rabulistisch und geifernd ist in der Diskussion nur Petra. Da ist der Name Programm.

    Sie sind halt nicht in der Lage mit den korrekten Temini zu argumentieren, interpretieren nicht gesagtes in die Aussagen anderer hinein und gehen sachlich auf kein einziges Argument ein. Das hat mit Diskussionskultur nix zu tun, das ist geifernde Randale.

    Damit will ich nix zu tun haben, das führt zu keinerlei Erkenntnisgewinn, daher sind Sie ab jetzt auf meiner Ignore Liste.
    Da sag ich doch ein herzliches Lol!
  5. #134

    Lügen werden nicht wahrer...

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Ich lüge bis die Tastatur glüht

    Die Leute die Musik illegal vervielfältigen geben so oder so kein Geld für entsprechende "Künstler" aus. Wenn diese Künstler nicht überzeugen können und pleite gehen sind alleine sie daran schuld. Dann geben sie ihren Konsumenten nicht genug Mehrwert.

    Hätte wäre wenn Spiele stammen von Urheberrechts Idioten die sich die Welt schön rechnen. Wer kein Geld für ein Lied ausgeben will tut dieses nicht, egal wie wild sie rumstampfen.

    Diese Künstler können nicht durch Zwangsabgaben durchgefüttert werden. Wenn die Künstler unfähig sind ein Geschäftsmodell zu betreiben sollen sie Hartz IV anmelden und sich nicht über Zwangsabgaben finanzieren.

    So einfach ist die Welt.
  6. #135

    Die

    Zitat von watislos Beitrag anzeigen
    Die Leute die Musik illegal vervielfältigen geben so oder so kein Geld für entsprechende "Künstler" aus. Wenn diese Künstler nicht überzeugen können und pleite gehen sind alleine sie daran schuld. Dann geben sie ihren Konsumenten nicht genug Mehrwert.

    .
    Leute, die die Musik von Künstlern klauen, klauen also deswegen, weil sie die Musik gar nicht hören wollen? Was ist das denn für eine irre Argumentation?
  7. #136

    Zitat von warzenmeissel Beitrag anzeigen
    Leute, die die Musik von Künstlern klauen, klauen also deswegen, weil sie die Musik gar nicht hören wollen? Was ist das denn für eine irre Argumentation?
    Sie sollten nicht von 'irrer Argumentation' reden und gleichzeitig von einem 'Klauen' von Musik reden. Wie muss sich der Durchschnittsirre sich das vorstellen, wenn man Musik 'klaut'?
    Zum besseren Verständnis und zur Beantwortung Ihrer Frage:
    1. Satz: Wer Musik gratis aus dem Netz, Radio etc. saugt, zahlt nichts. Entweder, weil er nicht kann (Armut) oder nicht will (Wertschätzungsproblem). => Daraus lässt sich also kein Verlust ableiten, weil es eh niemals gekauft worden wäre.
    2. Satz: Menschen die künstlerische Leistung wertschätzen, sind bereit für Musik zu zahlen, wenn diese gut und einfach zugänglich ist.
    Sie kaufen nicht, wenn die Musik schlecht, DRM-verseucht oder umständlich zu erwerben ist. => Daraus lässt sich ein Verlust ableiten, weil gekauft worden wäre. Der ist aber selbstverschuldet.
  8. #137

    Zitat von Fred the Frog Beitrag anzeigen
    Was will er mir nur sagen?
    .......
    Also
    1. wann ist eine Kopie illegal
    2. wie oft wird ein Verkauf obsolet.
    Er wollte sagen was er auch geschrieben hatte. ;)

    Also, anders gefragt :
    1. Wie kommt's zum Regen.
    2. Wieviele Tropfen sind in einer Wolke.

    Wenden Sie sich doch an Fredi Kogel, der war zwar sicher kein guter DJ, aber er war einer. Soll nun nicht heißen das er sich gut in den Verhältnissen seiner Kollegen auskannte, die durchaus, zu seiner aktiven Zeit als DJ, Plattenimporte schwärzten, damit von gefragten Sachen auch niemand nur den Titel erfährt. Ich denke seine "Fersehkarriere" begann auch mit "Nachrichten" ohne weitere Nachrichtenkorrospondenten, und Wettervorhersagen die nur nicht zur gleichen Zeit wie die der renomierten Sender erschienen.
    So ist Privatfernsehen eben gewesen, und privat ist jeder, auch Heute noch.

    Das eigentliche Problem ist, das hier tatsächlich, auch von Ihnen, eine Kommunikationseinrichtung und deren Gerätschaft wie ein Teil der klassischen Medienwelt dargestellt wird. Einfach so, a priori.
  9. #138

    Hm, mal so nebenbei ....

    Da jetzt überall behauptet wird, durch die Raubkopierer würden die Musiker verhungern etc. pp. möchte ich gerne mal wissen, wie Künstler vor Erfindung der Tonträger überlebt haben. Immerhin ist das eine extrem kurze Zeit in der Musikgeschichte, dass Musik überhaupt aufgezeichnet(und somit auch kopiert) werden konnte.
  10. #139

    Zitat von Tostan Beitrag anzeigen
    Hm, mal so nebenbei ....

    Da jetzt überall behauptet wird, durch die Raubkopierer würden die Musiker verhungern etc. pp. möchte ich gerne mal wissen, wie Künstler vor Erfindung der Tonträger überlebt haben. Immerhin ist das eine extrem kurze Zeit in der Musikgeschichte, dass Musik überhaupt aufgezeichnet(und somit auch kopiert) werden konnte.
    Nun.
    Es gibt halt heuer viel mehr Leute, die gerne Künstler wären.
    Dadurch ist die Konkurrenz viel größer.
    Damals war das noch ein Knochenjob, den nicht jeder machen wollte und, in Ermangelung von Talent, auch nicht konnte.
    Den Traum von schnellen 'Euro' gibt es erst seit der 'Neuzeit', seit man weder live, noch richtig, singen können muss um einen Hit zu landen, von dem man leben kann.

    Viel ist sicher auch in der Musikbranche Präventivjammern auf hohem Niveau. Die Gewinnblase aus der Digitalisierungszeit als noch jedem alles nochmal auf CD verkauft werden konnte und der Wiedervereinigung, als der Osten neben Bananen auch plötzlich CDs kaufen konnte, musste einfach mal bei Sättigung des Marktes platzen.
    Nun bewegt man sich wieder auf Normalniveau.

    Wenn man z.B. die Filmbranche betrachtet, die ständig den Untergang wegen 'Raubkopien' prophezeit und drakonisch gegen Kinder vorgeht: Es gehen heuer mehr Leute ins Kino wie früher und man verkauft sogar noch DVDs dazu.


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