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Urheberrecht im Internet: Lieber frei als gerecht
dapdDie Piratenpartei will das Urheberrecht einschränken, Künstler und Publizisten laufen dagegen Sturm. Doch die Debatte geht am Kern des Problems vorbei. Das Urheberrecht gehört ganz abgeschafft. Es passt einfach nicht zum Prinzip des freien Internets.
Urheberrecht im Internet: Lieber frei als gerecht - SPIEGEL ONLINE
- #1 21.04.2012 12:05 von
Das ist der Kern. Unvereinbarkeit zwischen Urheberrecht und Freiheit. Rechte und Freiheiten bedeuten immer Kompromisse, jedoch niemals Lösungen.
- #2 21.04.2012 12:10 von
Und dann?
- #3 21.04.2012 12:12 von
Welch grotesker Unsinn! Man steht fassungslos vor solch üblem Erguss!
Mit demselben Argument muss der Autor dann auch Freiheit für Kinderpornographie, Volksverhetzungen und persönliche Beleidigung, Schmähkritik uswusf. im Internet fordern.
Wie man nur auf die absurde Idee kommen kann, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sein müsse!? Als ob die letzten 10.000 Jahre Zivilisationsgeschichte nicht die allerkleinste Spur im verbogenen Weltbild das Autors hinterlassen hätten! - #4 21.04.2012 12:15 von
... ein Artikel, der zeigt, dass die ganze Diskussion am Kern vorbeigeht.
Nur weil das Internet die Möglichkeiten rechtswidriger Handlungen gibt, muss doch noch lange nicht das Gesetz abgeschafft werden! Ich plädiere auch nicht dafür, dass jeder dem Bäcker seine Brötchen klauen darf, weil es grundsätzlich möglich ist...
Wieso verstehen die Urheberrechtsgegner nicht, dass es Geistiges Eigentum gibt? Sie wollen Ihren Job doch auch nicht kostenlos machen, Herr Seemann!? Vermutlich wurden auch Sie für diesen "Debattenbeitrag" entlohnt. Geht aber nur, weil nicht jeder kostenfrei alle Inhalte vom SPIEGEL lesen kann. Richtig?
Meinen Sie wirklich, es ist die Lösung, alles frei anzubieten? Dann dürften die Kulturschaffenden zukünftig eher den Beruf des Bäckers lernen wollen...
Mein Vorschlag: Wenn ein Künstler seine Werke frei anbieten will, soll er dies tun. Wenn nicht, sollte es ihm weiterhin gegeben sein, von seiner Arbeit zu leben! Wo ist das Problem? Nicht bei den Künstlern - nein, bei Autoren solcher Debattenbeiträgen wie diesem; je mehr Leute so einen Schmarrn lesen, desto mehr festigt sich die Meinung, Künstler seien nur geldgierige Säcke. Aber Kunst geniessen wollen alle - Leute, das passt nicht zusammen! - #5 21.04.2012 12:15 von
Goldgräberzeit ging auch mal vorbei
Manche Leute,ja sogar Künstler sprechen sich für die Legalisierung von diversen Drogen aus.
Nicht nur weil manche denken das die Wirkung der von Alkohol ähnlich wäre,nein auch weil man dem illegalem Handel nicht Herr wird.
Auf der anderen Seite hat man es in diversen Ländern mal mit der Prohibition von Alkohol versucht,der Ausgang ist bekannt.
Im laufe des Industriezeitalters mußten so manche Handwerker,Zünfte,Kleinbetriebe und Familienbetriebe aller Arten ihre Existenz aufgeben,weil
die Industrialisierung verschieden Abläufe weiter entwickeln konnte.Und das geht bis zum heutigen Tag und darüber hinaus weiter.
Aktuell ließt man derzeit z.B. jeden Monat von Existenzaufgaben im Bäckereihandwerk und der Gastronomie,wer solche "Traditionen"bald nicht mehr kennt,kann sie weder vermissen noch pflegen oder bewahren.Zwar darf man bis heute kein Kraftstoff in einer Bäckerei oder Kneipe kaufen,Brötchen oder Alkohol an der Tanke allerdings schon.
Als Schauspieler hatte man damals nur die Chance durch Theateraufführungen,dann durch Lichtspielhäuser seine Gagen zu verdienen.
Dann kam das Fernsehen was die Wertschöpfung nochmals verbesserte,dann gab es den Videoverleih und Verkauf,was man ebenfalls gerne mitnahm.Als man dann die Filme auf DVD verkaufen konnte solange es die Umsätze nicht schmälert umso besser.Ähnlich sieht es doch in der Musikbranche aus.
Also zusammengefaßt,alle technischen Errungenschaften die die Vermarktung und die Gewinne steigern sind willkommen und wenn man den Status nicht steigern kann,muß er anscheinend per Gesetzesbeschluß zumindest vor einer Verschlechterung geschützt werden.
Das Elektronik und Computer die Verbreitung von Musikstücken vereinfachte wurde von Künstlern nicht unbedingt in Zweifel gezogen.Auch die Vereinfachung der Herstellung der Musikstücke-alben,angefangen vom Verzicht auf Studiomusikern-Technikern,Tonstudio Equipment bis hin zur Herstellung der Tonträger,sowie dem erstellen der Booklets(Grafikdesign) und dessen Druckherstellung,alles Dinge die enorme Kosten senkten und die Gewinne erhöhten.
Vielleicht muß die Branche einfach mal die Verteilung der Gagen und Einnahmen intern regeln.Derzeit macht eine Filmhauptrolle in einem Blockbuster einen
Schauspieler über Nacht zum Multimillionär ,sowie ein Musikalbum den Musikkünstler.Auch gilt ähnliches für Regisseure,Produzenten,Autoren etc.wenn der Film erfolgreich ist.
Jeder,ob in der Branche oder außerhalb, hat sich daran gewöhnt,das Künstler nach ein paar Jahren mehr als ausgesorgt haben.
Vielleicht hat man den Zenit des Geldverdienens einfach jetzt erreicht und die Kurve geht allmählich wieder nach unten.
Auch wenn man sich mal die Preise für eine CD in diversen deutschen Musikgeschäften anschaut alle recht ähnlich,vergleicht man die Preise mit anderen Ländern,sehe ich dort beträchtliche Differenzen.Ähnlich wie bei den Ölkartellen.
Vielleicht ist es ander Zeit,das die Branche sich selbst neu strukturiert und die eigenen Verdienstmöglichkeiten neu justiert.Wird schon keiner als Straßenmusiker enden oder auf dem Marktplatz die Leute belustigen müssen. - #6 21.04.2012 12:15 von
Das Urheberrecht wägt die unterschiedlichen Interessenlagen der Urheber und Nutzer auf's allerbeste gegeneinander ab. Die Nutzer haben sehr weitgehende Rechte, beispielsweise das Recht zum Erstellen von Kopien für die private Nutzung, die Weitergabe dieser Kopien im privaten Umfeld, das Zitatrecht und die Nutzujng zu wissenschaftlichen Zwecken. Mehr braucht's nicht, und insbesondere braucht der Nutzer nicht das Recht auf ungenehmigte Weiterverbreitung geschützter Werke in der größtmöglichen Öffentlichkeit.
Das Urheberrecht hat sich als eines der wesentlichen freiheitlichen Bürgerrechte im Zeitalter der Aufklärung durchgesetzt. Es ist eine wesentliche Grundlage unserer Freiheit! - #7 21.04.2012 12:18 von
Denkfehler
Der Autor begeht einen gewaltigen Denkfehler. Aus der Tatsache, daß ein Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet technisch nicht zur verhindern ist, schließt er, das es überhaupt nicht möglich und deswegen illegitim ist. Das ist aber nun ein Trugschluß, wie die aktuelle Praxis zeigt. Man macht ein paar stichprobenartige Kontrollen, greift sich einzelne Schwarzkopierer raus und macht die dann so richtig fertig. Wenn man da nur genug Druck aufbaut, kann mann die Sache sehr wohl soweit eindämmen, daß genug Leute nicht wagen, illegale download sites zu benutzen. Ist so ähnlich wie bei der Prostitution, man kann es eindämmen aber nie ganz verhindern. Ob das alles so wünschenswert und mit freiheitlichen Prinzipien vereinbar ist, steht auf einem anderen Blatt.
- #8 21.04.2012 12:18 vonHätte man das nicht schon spätestens nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern fordern müssen?Zitat von sysop
(Mir schon klar, damals gab es ein Urheberrecht ja noch nicht.) - #9 21.04.2012 12:19 von
Alles läuft auf diesen Schlusssatz zu? Mehr nicht? Toll ...
Damit kann man schön plakativ-provokant einen Satz in den Raum stellen, ohne sich in irgendeiner Weise mit den Konsequenzen oder möglichen Alternativmodellen beschäftigen zu müssen.
Genauso gut könnte ich fordern: Schafft das Filesharing ab! Verbietet alle Seiten, verbietet alle Übertragungsprotokolle, verfolgt rigoros alle Folesharer. Megaupload und Kim Dotcom habe ja vorgemacht, dass es geht. Der Staat muss nur kompromisslos genug sein.
Weder das eine noch das andere kann im Sinne beider Seiten sein. Und beide Forderungen ließen sich so nicht durchsetzen.
Was mich bei dieser ganzen Überlegung am meisten nervt: Wieso muss sich die ganze Welt eigentlich inzwischen durch das Internet definieren lassen? Das Internet ist de facto *nichts*. Man kann es nicht essen, nicht trinken, nicht atmen, es wärmt einen nicht, es heilt nicht. Für das Bestehen der Menschen hat es keinen vorrangigen Nutzen. Es ist Luxus. Digitaler, virtueller Luxus.
Also warum sollten sich alle Maßstäbe, Vorgaben und Gesetze daran orientieren?
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