Ach, und nochwas:
1. Bei mir war ein Praktikum beim Allgemeinmediziner Pflicht! Und es war schrecklich, denn die sog. "Lehrpraxen" waren bei mir alles hokuspokus-Esoterik-IgEL-Praxen, nach dem Motto "wir bessern unser mageres Kassenhonorar durch Unsinn auf, für den die Leute aber ihr sauer verdientes Geld hinblättern".
2. Nichtsdestotrotz habe ich immensen Respekt vor (guten) Hausärzten. Das sind immer noch die tapferen Frontschweine und zumindest bei mir im Studium gab es niemanden, der despektierlich über Hausärzte im Allgemeinen sprach.
3. Natürlich wird es immer so sein, dass man im Studium erstmal von anderen Dingen fasziniert ist. Das ist in jedem Beruf so. Welcher Bäckerazubi träumt konkret in der Berufsschule schon von eigener Bäckerei, welcher Ingenieur von eigenem Büro?
Nur: bei Medizinern ist der Zug ganz schnell abgefahren, wenn man eben die "falsche" Facharztweiterbildung macht. Wenn man erstmal z.B. mit Dermatologie anfängt, kann man nicht mal schnell nach 3 Jahren Hausarzt werden! Man muss dann den Internisten/Allgemeinmediziner nachholen.
Will sagen: wer ist schon bereits im Studium fest entschlossen, Hausarzt zu werden und richtet seine Weiterbildung darauf aus? Die wenigsten...und dann ist es oft zu spät. Selbst wenn man HA werden möchte.
Zumindest kenne ich viele Ex-Kommilitonen dahingehend..
Antworten / Zitieren


