DPAEs ist eine heiß diskutierte Frage: Soll chronisch kranken Autofahrern, die schon mal einen Unfall verursacht haben, der Führerschein entzogen werden können? Verkehrsmediziner fordern nun, dass zumindest strengere Kontrollen nach schweren Chrashs eingeführt werden.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...854615,00.html
Gesetze, Gesetze, warum? Solange ein kranker Mensch, der weiß das er nur noch eingeschränkt fahrtüchtig oder sogar fahruntüchtig ist, nicht aus Eigenverantwortung seine Finger vom Auto lässt, solange werden wir Unfälle durch diese Leute erleben müssen. Da nützt keine Zwangsuntersuchung, da nützt keine Vorschrift, denn die Einhaltung ist nicht kontrollierbar. ich spreche aus Erfahrung, denn seit ich Morphine und andere starke Schmerzmittel nehmen muss, habe ich das Auto- fahren eingstellt. Mir geht es dabei sogar gut, denn ich werde mein Gewissen nicht mit dem Leiden eines anderen durch mein Fehlverhalten belasten müssen.
Meinen Sie nicht, dass Ihr Kommentar etwas wiedersprüchlich ist?
Natürlich nutzt eine vorgeschriebene Untersuchung zur Verkehrstüchtigkeit nur, wenn das Ergebnis auch den Behörden vorliegt, also amtlich dokumentiert ist.
Bei LKW-Führer- und Personenbeförderungsscheinen besteht seit langem die Begrenzung bis zum 50sten, bzw. 60sten Lebensjahr, wenn keine erneute Gesundheitsprüfung vorgelegt wird.
Und Einschränkungen aus dem Sehtest u.ä. werden auch grundsätzlich in den Führerscheinen eingetragen.
Spätestens bei einem Unfall kann das Nichtbefolgen einer Einschränkung eine Straftat darstellen, wenn das in einem ursächlichen Zusammenhang steht, was aber tatsächlich oft ignoriert wird.
Die Missachtung eines Fahrverbotes oder Fahren ohne Führerschein stellt dagegen immer eine Straftat dar.
Leider sind die meisten Menschen allerdings zu stolz es zuzugeben, dass sie untüchtig geworden sind. Auch zeigen andere Länder, dass weniger Gesetze auch nicht viel mehr bringen (schaue Asien). Dort sieht man auch, wie sicher und "leichtgängig" der europäische Verkehr ist.
Ich wäre allgemein auch für eine Untersuchung alle 2 Jahre ab dem Alter von 60 Jahren und bei chronisch kranken Personen und jährlich ab 80 Jahren .
Es geht ja nicht darum, dass man ihnen den Führerschein wegnehmen will, wie hier jemand in den ersten Kommentaren schreibt. Es geht darum, dass man die Person und sein Umfeld schützen will und muss.
Ich kann es von meinem Großvater sagen, Gott habe ihn selig, dass es bitter nötig gewesen wäre. Der hat auch schon bei Gegenverkehr gerne einen Traktor überholt und nicht immer war er schneller (was aber nicht zu seinen Ableben geführt hatte)
Jeder Verkehrsteilnehmer geht ein Risiko ein. Nun kommt es darauf an, wie man mit dem Risiko umgeht.
Entweder aggressiv fahren, Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Oder Risikominimierung durch vorausschauendes, vorsichtiges Fahren. Vorsicht aber bitte nicht mit Verkersbehinderung verwechseln.
Ganz ehrlich, beim Straßenverkehr hat die Prüfung durchaus einen Sinn und man lernt die strengen Vorschriften und auch deren Überprüfung sehr zu schätzen, wenn man länger einem Straßenverkehr ausgesetzt war, wo das eben nicht der Fall ist.
Dazu geht es hier darum, dass Leute die in ihren Fähigkeiten durch Krankheit und/oder Alter, dementsprechend überprüft werden sollen, weil der Mensch eben zu stolz ist es zu zu geben. Es geht nicht darum, jeden jeden Tag zu überprüfen.
Ich frage mich auch, warum man immer bei jedem Gesetz die "Totalitärer Staat Keule" rausholen muss...