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Unterrichtsausfall: Gymnasiasten verpassen ein ganzes Schuljahr

Es geht um mehr als eine Million Schulstunden pro Woche: Laut einer Studie des deutschen Lehrerverbands verpassen Schüler an Gymnasien rund zehn Prozent des Unterrichts - weil dieser ausfällt oder nicht adäquat vertreten wird.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...812028,00.html
  1. #40

    überbezahlt?

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Wieso „negativ-nachhaltig“? Jede Einsparung, insbesondere jede nachhaltige Einsparung von staatlichen Ausgaben kommt letztlich wem zugute? Richtig! Dem Steuerzahler und damit uns allen. Ein „verantwortlicher“ Umgang mit Steuergeld kann nur bedeuten, jede nur erdenkliche Maßnahme (d.h. jede Maßnahme, die nicht zum sofortigen Absetzen des zuständigen Ministers oder der ganzen Regierung führt) zu ergreifen, Kosten zu sparen. Und mal ehrlich, kennen Sie irgendeinen Minister, der abgesetzt wurde, weil es ihm gelungen ist, Kosten zu senken? Und dann fragen Sie sich, wie schnell ein Minister weg vom Fenster wäre, wenn er vorschlüge, die Stundenzahl für Lehrer zu kürzen und sie von fach- und ausbildungsfremden Aufgaben zu befreien, ihnen vielleicht sogar Büros einzurichten, nur damit sie im Falle eines Falles als Vertretung zur Verfügung zu stehen? Käme das nicht einer „versteckten“ Gehaltserhöhung für eine angesichts leerer Kassen ohnehin schon gewaltig überbezahlten Berufsgruppe gleich?
    Sie scherzen! Der Real-Verlust beträgt bei den GYM-Lehrern in S-H z.B. 20% auf die letzten 15 Jahre, Tendenz steigend. Hinzu kommt: 1,8 % jährlich PLUS bei der Pensionsberechtigung; 35% sind Minimum nach einer bestimmten Anzahl von Jahren; davon gehen dann schließlich ab: Steuern, Sli, PKV.
    Sie haben auch vergessen, dass die Anzahl der SchülerInnen pro Klasse deutlich angestiegen ist - Leistungskurs Geschichte mit 29 z.B., als es noch Lk gab - früher waren's gerade mal 15-18 "Überzeugungstäter". D.h. aber: Anhebung der Wochenarbeitszeit auf kaltem Wege; Anhebung der Stundenzahlen - das bedeutet dann z.B., 25 SchülerInnen mehr, mehr Konferenzen, mehr pädagogische Konferenzen usw. - 160 SchülerInnen dann auf einen GYM-Lehrer samt den daran hängenden mindestens 320 Eltern... von wegen überbezahlt.
  2. #41

    Zitat von schoolhouse Beitrag anzeigen
    Meinen Sie "Beamte z.A."? Probezeit? Halbe Stellen? Wo sollte es sonst "befristete Beamtenstellen" geben..
    Ich spreche von den Universitäten. Da sitzen Zeitbeamte haufenweise. Nicht "z. A.", sondern einfach nur befristet als Beamte auf Zeit.
  3. #42

    Zitat von schoolhouse Beitrag anzeigen
    Sie scherzen!
    Ich scherze nie. Außerdem ist die Sache viel zu ernst, um nicht über den eigenen Schlips geworfen zu werden.

    Der Real-Verlust beträgt bei den GYM-Lehrern in S-H z.B. 20% auf die letzten 15 Jahre, Tendenz steigend. Hinzu kommt: 1,8 % jährlich PLUS bei der Pensionsberechtigung; 35% sind Minimum nach einer bestimmten Anzahl von Jahren; davon gehen dann schließlich ab: Steuern, Sli, PKV.
    Sie haben auch vergessen, dass die Anzahl der SchülerInnen pro Klasse deutlich angestiegen ist - Leistungskurs Geschichte mit 29 z.B., als es noch Lk gab - früher waren's gerade mal 15-18 "Überzeugungstäter". D.h. aber: Anhebung der Wochenarbeitszeit auf kaltem Wege; Anhebung der Stundenzahlen - das bedeutet dann z.B., 25 SchülerInnen mehr, mehr Konferenzen, mehr pädagogische Konferenzen usw. - 160 SchülerInnen dann auf einen GYM-Lehrer samt den daran hängenden mindestens 320 Eltern... von wegen überbezahlt.
    Zwei Dinge:
    Erstens ist das doch eine wunderbare Aufzählung von erfolgreichen und nachhaltigen Einsparungen.
    Und zweitens stimmt eine Sache nicht: das mit der Wochenarbeitszeit. Solange noch immer ein nicht vernachlässigbarer Teil der Arbeitszeit die Unterrichtsvorbereitung ist, hat es jeder Lehrer (m/w) selbst in der Hand, die Verteilung der Arbeitszeit entsprechend anzupassen. Konkret heißt das: Wenn der Dienstherr (m/w) der Meinung ist, die ausführliche „Dokumentation der individuellen Lernentwicklung“ von Florian K. (m/w), der im Unterricht immer nur mit seinem Handy spielt, und das Erstellen eines 200seitigen „Schulprogramms“ sei wichtiger als die Vorbereitung der nächsten Deutschstunde, steht es dem einzelnen Lehrer dann etwa an, dieser Weisung zu widersprechen? Sicher nicht. Also passt er die Qualität seines Unterrichts entsprechend an, um beides in der vorgesehenen Arbeitszeit erledigen zu können. Man nennt das „Qualitätsmanagement“: die Qualität der eigenen Arbeit richtet sich nach den festgelegten Zielvorgaben.
  4. #43

    Dabei ist die Lösung so einfach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unterrichtsausfall: Gymnasiasten verpassen ein ganzes Schuljahr
    Ich empfehle jedem Gymnasiasten 1x sitzenbleiben. Dann passt es wieder.
  5. #44

    Sparmaßnahmen

    Zitat von schoolhouse Beitrag anzeigen
    Sie scherzen!...
    Nein. das tut der Forist nicht. Sie tragen mit Ihrer Aufzählung Eulen nach Athen. Der Kollege weiß das nämlich.

    Darum kam auch der ernst gemeinte Vorschlag von ihm, die Anweisungen des Dienstherren ernst zu nehmen und bei steigenden Belastungen auf anderen Sektoren diejenigen Arbeitsbereiche, die man noch selbst beeinflussen kann, also z.B. Unterrichts-Vorbereitungszeit, zu reduzieren.

    Ob man das allerdings mit dem Anspruch an den eigenen Unterricht vereinbaren kann, ist wieder eine andere Frage.

    Im übrigen geht es Ihnen in SH nicht anders als Lehrern in vielen anderen Bundesländern. Lesen Sie einmal hier,

    http://www.tresselt.de/download/spar2009.doc

    wie in NRW eine Verschlechterung in den Unterrichtsbedingungen von 1990 - 2009 stattgefunden hat.
    Eine davon war die schrittweise Streichung der Stellenreserve, die den Schulen ehedem zur Vermeidung von Unterrichtsausfall zur Verfügung gestanden hatte, in den Jahren 1994 bis 1996.

    Wenn man so vorgeht wie das Land NRW, darf man eigentlich nicht über Unterrichtsausfall jammern.
  6. #45

    Nice try

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Ich empfehle jedem Gymnasiasten 1x sitzenbleiben. Dann passt es wieder.
    Das lässt das Land NRW nicht zu. Die Landesregierung setzt alles (was nichts kostet !!!) daran, die Zahl der "Wiederholer" zu senken. Druck auf Lehrkräfte, die schlechte Noten geben, Senkung der Anforderungen ... etc pp
  7. #46

    Leider gibt es hier im Forum keine

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Wieso „negativ-nachhaltig“? Jede Einsparung, insbesondere jede nachhaltige Einsparung von staatlichen Ausgaben kommt letztlich wem zugute? Richtig! Dem Steuerzahler und damit uns allen.
    emoticons, daher kann ich die Ironie Ihres Beitrags nicht herauslesen.
    Das ist doch nur eine die Debatte anregende provokante Äußerung? Oder meinen Sie das wirklich Ernst?
    Denn dann müssten Sie ja auch für ein Einsparen von Polizisten, Feuerwehren und Krankenhäusern sein. Was man da dem armen deutschen Steurzahler, der ärmsten Sau auf diesem Planeten, alles zumutet:
    Verbrechensprävention bzw. Aufklärung? - Kostet doch nur!
    Brandprävention oder Löscharbeiten? - Alles viel zu teuer!
    Vorsorgeuntersuchungen oder Heilbehandlungen? - Verlängert sowieso nur die durchschnittliche Lebenserwartung auf Kosten der Rentenversicherung!
  8. #47

    Zitat von gangker2 Beitrag anzeigen
    Denn dann müssten Sie ja auch für ein Einsparen von Polizisten, Feuerwehren und Krankenhäusern sein.
    Und was soll daran bitte schlecht sein? In den letzten Jahrzehnten haben wir doch gesehen, zu welcher Anspruchsmentalität öffentlich finanzierte Krankenhäuser und -fürsorge führen. Und fördert eine ständig rufbereite Feuerwehr etwa nicht den sorglosen Umgang mit Gas und Strom? Und wie ineffizient die steuerfinanzierte Polizei arbeitet, insbesondere für die Verbrechensopfer, kann man wunderbar sehen, wenn man sich Bereiche ansieht, in denen die Verfolgung von Straftätern durch private Investigatoren und die Aburteilung durch Abmahnanwälte geschieht, die nicht in ihrer Beamtenhängematte liegen, sondern leistungsgerecht bezahlt werden.


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