Unternehmensberatungen: Supermann für vier Jahre

© Eric Audras/PhotoAlto/CorbisConsultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821628,00.html
  1. #10

    Wer keine Ahnung hat....

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...die sich solcher Leute bedienen sind meist nicht überlebensfähig. Wer nicht selbst seinen Laden in den Griff bekommt und sich die hilfe solcher Leute holt, möchte sich entweder auf Kosten des Unternehmens privat sanieren oder ist nicht in der Lage sein Unternehmen selbst zu leiten.
    Oha, ein Forist mit Ahnung :-)

    Sie würden sicherlich eine ISO-Zertifizierung, eine Umstellung von HGB nach IFRS oder die Einführung von SAP ganz locker aus dem Ärmel schütteln ohne Berater.

    Lieber fatherted, falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich selbständig zu machen: Ich würde an Ihrer Stelle alles lassen, was über die Größe eines Blumengeschäfts hinausgeht.
  2. #11

    klischees?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Consultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

    Unternehmensberatungen: Supermann für vier Jahre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL

    Wurden die "Klischees" jetzt widerlegt oder habe ich was überlesen?

    Es hat seine Gründe warum diese Branche von ihrer Intransparenz lebt.

    Eine sehr lesenswerte Reihe:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...insey-1.810988
  3. #12

    Zitat von coronaz123 Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, Ihnen das in dieser Deutlichkeit sagen zu müssen, aber Sie liegen falsch. Wer in einer großen (Strategie-) Beratung auch nur in die Interview-Runde zu kommen möchte, muss zu den Besten der Besten gehören. Top-Abi, Top-Uni dort Top-Noten, Auslandserfahrung, einschlägige Praktika, muss einfach alles passen .. in den Interviews wird dann nochmal kräftig ausgesiebt - Auf 100 Bewerbungen kommen im Schnitt lediglich zwei Angebote ...
    Ja das liegt aber daran das man sich die größten Lackaffen raus sucht.Ich bin selbst Investment Banker bei uns ist es wie bei euch nur nochmal ins quadrat und da sieht man dann am ende wo das hinführt! Die paar Architekten die für das Image angeheurt werden, denken nach 1 jahre genauso wie die bwler. Da bringt mir auch der querdenker nichts wenn er nach kurzer Zeit gestreamlined wird!
  4. #13

    titel

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Es hat seine Gründe warum diese Branche von ihrer Intransparenz lebt.
    Ach Gott ja, welche Branche lebt schon von Transparenz.

    Das Problem ist aber auch woanders mitbegründet: Rein theoretisch könnte ich als Auftraggeber ja sagen, der Herr XY von Firma Z hat letztes Mal gute Arbeit geleistet, den beauftrage ich wieder. Das geht aber heute nicht mehr so ohne weiteres wegen Vetternwirtschaftsgefahr, also ist da der Einkauf davor, der dann mit irgendwelchen Profilen auf die Suche geht, natürlich möglichst billig, billig, und das bekommt man dann eben auch. Wer nur Geld für einen Dacia ausgibt, muss sich nicht wundern, wenn er keinen Benz bekommt. (Wobei es natürlich auch nicht jeder Benz ein Knaller ist....). Ist halt wie überall, wo man Geld ausgibt... man sollte sich schon ansehen, was man einkauft.

    Ansonsten sind die üblichen Beraterklischees, wenn man sie sich mal genau ansieht, mindestens zur Hälfte durch das beauftragende Unternehmen selbst verursacht. Der Klassiker: Die Konzepte wurden nicht umgesetzt. Tja, blöd, die Beratung wurde halt auch nicht dazu beauftragt ("Das schaffen unsere Leute schon selbst..." - Tausend mal gehört, selten hat's geklappt...). Aber schuld ist hinterher immer der Berater, ist ja auch praktisch, der ist ja schliesslich auch nicht mehr da....
  5. #14

    Zitat von zitzewitz Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist es wohl eher egal ob man überhaupt studiert hat. Wichtig ist die perfekte Beherrschung von PowerPoint-Karaoke, hervorragende Denglisch-Kenntnisse, sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und ein gut sitzender Anzug bzw. Kostüm. Ein trendiges Tamagotchi, Blackberry oder iPhod, darf natürlich auch nicht fehlen.
    Fertig ist der Business-Kasper der genau weiss worauf es ankommt und langjährigen Mitarbeitern den Weg (oder auch die Tür) weist.
    Können wir uns darauf einigen, daß es sowohl bei den Consultants als auch bei den "langjährigen Mitarbeitern" gute Leute und Vollpfosten gibt?

    Der Durchschnittsrepräsentant beider Gruppe wird im Gegensatz zu Ihren Schilderungen eher ein normaler Mensch sein, der versucht einen guten Job zu machen
  6. #15

    .

    Zitat von coronaz123 Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, Ihnen das in dieser Deutlichkeit sagen zu müssen, aber Sie liegen falsch. Wer in einer großen (Strategie-) Beratung auch nur in die Interview-Runde zu kommen möchte, muss zu den Besten der Besten gehören. Top-Abi, Top-Uni dort Top-Noten, Auslandserfahrung, einschlägige Praktika, muss einfach alles passen .. in den Interviews wird dann nochmal kräftig ausgesiebt - Auf 100 Bewerbungen kommen im Schnitt lediglich zwei Angebote ...
    Wozu denn ein Top-Abi?

    Der gesamten Branche würde es mehr als guttun, wenn sie auf sehr gute und (!) erfahrene Menschen setzen würde. Ein 25-Jähriger bzw. eine 25-Jährige haben da wenig zu bieten. Direkt nach der Uni weiss man eigentlich wenig, zumindest ist das Gelernte in vielen Bereichen oberflächlich. Dazu fehlen die Lebenserfahrung und die Berufserfahrung. Verglichen mit jemandem, der vielleicht 10 Jahre in unterschiedlichen Bereichen geforscht hat (Uni+Privatwirtschaft), sind das doch bestenfalls Angelernte.

    Und diese Menschen sollen Firmen beraten? Vermutlich fallen da die Mängel und Blendwerke gar nicht auf, weil alle Firmen auf solche Berater setzen.

    Beraten kann nur der Erfahrene. Selbst in Spezialgebieten wie z.B. rund um SAP wird man Jahre der Einarbeitung benötigen, um wirklich fundiert beraten zu können. Alles andere ist Scheinwissen, d.h. durch Scheine zertifiziertes Wissen. Zum Glück kann man dieses Scheinwissen in bunte Folien packen, dann fällt es nicht so auf.
  7. #16

    titel

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Der gesamten Branche würde es mehr als guttun, wenn sie auf sehr gute und (!) erfahrene Menschen setzen würde. Ein 25-Jähriger bzw. eine 25-Jährige haben da wenig zu bieten. Direkt nach der Uni weiss man eigentlich wenig, zumindest ist das Gelernte in vielen Bereichen oberflächlich. Dazu fehlen die Lebenserfahrung und die Berufserfahrung. Verglichen mit jemandem, der vielleicht 10 Jahre in unterschiedlichen Bereichen geforscht hat (Uni+Privatwirtschaft), sind das doch bestenfalls Angelernte.
    Solche Berater können Sie doch bekommen. Allerdings nicht zum Discountpreis, also fragen Sie doch einfach das nächste Mal Ihren Chef, warum dieser keine entsprechend erfahrenen Leute beauftragt hat. Jedem Auftraggeber steht es vollkommen frei, sich vor der Beauftragung die Berater anzusehen. Ich kenne Beratungen mit Durchschnittsalter bei den Beratern von 45 Jahren.

    Teuer sind sie natürlich, denn ab einem gewissen Alter lässt u.a. die Reisebereitschaft etc. nach, dementsprechend sind gute Leute in dem Alter rar.

    Ach so, und was die jungen Leute betrifft, so stimmt ihre Aussage auch nicht (was bsp. analytische Stärke u.ä. betrifft). Ist aber immer alles eine Frage wen man für was für welchen Preis einsetzt.

    Wie gesagt - einfach mal beim Chef nachfragen, warum er so ein Sparfuchs ist. Lassen Sie uns die Antwort wissen....
  8. #17

    .

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Solche Berater können Sie doch bekommen. Allerdings nicht zum Discountpreis, also fragen Sie doch einfach das nächste Mal Ihren Chef, warum dieser keine entsprechend erfahrenen Leute beauftragt hat. Jedem Auftraggeber steht es vollkommen frei, sich vor der Beauftragung die Berater anzusehen. Ich kenne Beratungen mit Durchschnittsalter bei den Beratern von 45 Jahren.

    Teuer sind sie natürlich, denn ab einem gewissen Alter lässt u.a. die Reisebereitschaft etc. nach, dementsprechend sind gute Leute in dem Alter rar.

    Ach so, und was die jungen Leute betrifft, so stimmt ihre Aussage auch nicht (was bsp. analytische Stärke u.ä. betrifft). Ist aber immer alles eine Frage wen man für was für welchen Preis einsetzt.

    Wie gesagt - einfach mal beim Chef nachfragen, warum er so ein Sparfuchs ist. Lassen Sie uns die Antwort wissen....
    Eine sorgfältige analytische Betrachtung funktioniert nur, wenn man sehr viel Ahnung hat. Das Anwenden von allgemeinen Methoden und Rezepten kann sehr schnell in die Sackgasse führen.

    Ich brauche keine Berater. Ich verstehe mein Metier selbst.
  9. #18

    Alles Quatsch - von Beraterarbeit haben sie auch keine Ahnung.

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Wozu denn ein Top-Abi?

    Der gesamten Branche würde es mehr als guttun, wenn sie auf sehr gute und (!) erfahrene Menschen setzen würde. Ein 25-Jähriger bzw. eine 25-Jährige haben da wenig zu bieten. Direkt nach der Uni weiss man eigentlich wenig, zumindest ist das Gelernte in vielen Bereichen oberflächlich. Dazu fehlen die Lebenserfahrung und die Berufserfahrung. Verglichen mit jemandem, der vielleicht 10 Jahre in unterschiedlichen Bereichen geforscht hat (Uni+Privatwirtschaft), sind das doch bestenfalls Angelernte.

    Und diese Menschen sollen Firmen beraten? Vermutlich fallen da die Mängel und Blendwerke gar nicht auf, weil alle Firmen auf solche Berater setzen.

    Beraten kann nur der Erfahrene. Selbst in Spezialgebieten wie z.B. rund um SAP wird man Jahre der Einarbeitung benötigen, um wirklich fundiert beraten zu können. Alles andere ist Scheinwissen, d.h. durch Scheine zertifiziertes Wissen. Zum Glück kann man dieses Scheinwissen in bunte Folien packen, dann fällt es nicht so auf.
    Auch in Beratungsprojekten gibt es - wie überall im Wirtschaftsleben - die großen übergreifenden Dinge und - da geht es nicht ohne Mühsal - zwischen 50 und 80 % Kleinarbeit zu tun. Dazu nimmt man in der Regel Youngster, die von der UNI kommen (wo sollen die auch sonst ihre Erfahrungen machen ?).
    Und auch eine SAP-Einführung ist 20 % strategische Arbeit und 80 % mühsame Kleinarbeit.
  10. #19

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    ich tu das seit ca. 3 Jahren, für eine wirklich große Firma berate ich die Kunden wie sie ihre Rechenzentren für unser Produkt auslegen sollten und was für Fernzugriffe nötig ist. Den Job mach gern, denn in DEM Konzern gibts ne 35 Stunden-Woche bei vollem Freizeitausgleich, unbefristete Verträge und Reisezeit ist ARbeitszeit und es gilt die Devise: "keine Externe wenn es sich vermeiden läßt". .....
    Die Firma hört sich als Arbeitgeber sehr interessant für mich an, da ich kurz vor dem Abschluss meines Studiums stehe. Wie bekommen wir das denn jetzt hin, dass ich weiß wo ich mich bewerben muss und Sie hier nicht den Namen der Firma nennen müssen?

    Danke und Grüße!