Unternehmensberatungen: Einmal Tretmühle und zurück

CorbisWarum wird jemand Unternehmensberater, warum lässt er den Job dann hinter sich? Ein Aussteiger und ein Neuling berichten: Der Erfahrene verdiente sehr viel Geld - bis der Akku leer war und seine Frau weg. Der Jung-Consultant glaubt: Es geht auch ohne Schleudergang.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821651,00.html
  1. #1

    Conultants sind nicht die Einigen Workaholics ...

    Natürlich beeinträchtigt das Arbeitspensum das Privatleben erheblich, doch als Unternehmer ist man genauso eingebunden und ausgebucht !

    Wenn man es nicht schafft, zu delegieren und seine Angestellten zu entwickeln, hat man mittelfristig nichts mehr, wofür sich die Tretmühle lohnte, nur ein paar vergeudete Jahre.
  2. #2

    Enttarnt

    Wir bieten Workshops für Unternehmer und eine Software zur Verbesserung von Power-Point-Präsentationen an.
    Das ist doch mal ehrlich.
    Wenn man bei einer Unternehmensberatung wirklich substantiell arbeiten würde, könnte man sich ja auch mit einem ernsthaften Thema selbständig machen. Aber was macht man mit 10 Jahren Beratererfahrung?: Schöne Folien!

    Auch der Einsteiger ist irgendwie putzig. Natürlich weiß er noch nicht alles, aber seine Konsequenz daraus ist die falsche. "Einfach viel reden" ist nicht der richtige Weg, um Wissen zu generieren. Hinsetzen und lernen ist stattdessen angesagt.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum wird jemand Unternehmensberater, warum lässt er den Job dann hinter sich? Ein Aussteiger und ein Neuling berichten: Der Erfahrene verdiente sehr viel Geld - bis der Akku leer war und seine Frau weg. Der Jung-Consultant glaubt: Es geht auch ohne Schleudergang.

    Einsteiger und Aussteiger in der Unternehmensberatung - SPIEGEL ONLINE
    Wo der Einsteiger nun arbeitet ist mir nicht so recht klar geworden?? Bei einer kleinen lokalen Beratung oder einem kleineren "der Großen"?? Gibt es nicht auch Consultancys die sich bewusst für (einigermaßen) Einhaltung der Arbeitszeiten committen?
  4. #4

    keine Ahnung von dem Job

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    Aber was macht man mit 10 Jahren Beratererfahrung?: Schöne Folien!
    Das Problem ist doch, das viele Firmen sich externe Berater holen, um sich ihre vorgegeben Meinung und Arbeistweise bestätigen zu lassen - Veränderungen wollen die gar nicht. Unter´m Strich kommen da nur schöne Folien bei raus...

    Auch der Einsteiger ist irgendwie putzig. Natürlich weiß er noch nicht alles, aber seine Konsequenz daraus ist die falsche. "Einfach viel reden" ist nicht der richtige Weg, um Wissen zu generieren. Hinsetzen und lernen ist stattdessen angesagt.
    Der ist ziemlich feucht hinter den Ohren, da fehlt noch jede Menge Erfahrung. Ob da eine kleine lokale Beratungsfirma das Richtige ist? Ein guter Berater redet nicht viel, sondern hört viel zu - und zieht dann aus dem Gehörten seine Schlüsse, die er in seine Expertise dann einfliessen lässt. Ein Berater der selber viel redet, erfährt nichts über seinen Kunden und hat keine Ahnung von dem Job.
  5. #5

    Meine Erfahrung mit Berater...

    Sie wollen deine Uhr. Sie sagen wie spät es ist und behalten deine Uhr.

    Ab einem gewissen Level konnte ich das Budget für Beratungen auf Null drücken.

    Frischfleisch, jung und günstig, ab Hochschule passt bei vermuteter Betriebsblindheit viel besser.
  6. #6

    Wow !

    Entweder hat die etwas unbedarfte Reporterin zwei besonders einfältige Berater getroffen, denn eine "Software zur Optimierung von Power-Point Präsentationen" braucht gewiss niemand. Und der Ausspruch "wieder am Flughafen in der Schlange zu stehen, empfinde ich als einen enormen Fortschritt" ist total unglaubwürdig.Und vom jüngeren Consultant : "Es kann auch passieren, dass hinten mal jemand rausfliegt, wenn du einen Prozess straffst und dass man da ein Naserümpfen abbekommt", was glaubt er denn wofür er bezahlt wird ? Humankapital einzusparen und damit den Gewinn zu maximieren.
    Ich habe im Laufe der letzten 20 Jahre Consultants aller grossen Firmen erlebt und was hier oft an nassforschen Typen, die weder von der Branche, noch von Abläufen eine Ahnung haben auf die Firmen losgelassen wird ist erschreckend.
    Am Flughafen sieht man die Berater dann die Bildzeitung lesen und sich über den Hubraum ihrer Firmenwägen äusserst angeregt zu unterhalten. Eine Firma die es notwendig hat einen Berater zu engagieren hat entweder ein grottenschlechtes Management oder ist auf dem absteigenden Ast und versucht die notwendigen "Anpassungen" mit schön gemachten Handbüchern, 100-seitigen Power Point Präsentationen und tollen "Road-Maps" zu rechtfertigen.
  7. #7

    optional

    160.000 € im Jahr und Bonus, das verdienen doch alle Leiharbeiter und Harz IV Empfänger, nein natürlich nicht, alternativ kann man das sicher in der Elektro und Metallindustrie verdienen als Hauptabteilungsleiter.
    In manchen Bereichen gehen Geschäftsführer bei wesentlich mehr Verantwortung mit weniger nach Hause.

    Sein Geld muß man verdienen, das die Persönliche Belastung mit dem Einkommen wächst lernt man im BWL Studium im Fach Personal in den ersten Lehrveranstaltungen, weniger Geld, weniger Stress, wenn man in der richtigen gewerkschaftlich abgesicherten Branche ist.

    Unternehmensberater können natürlich auch eine Gewerkschaft aller Marburger Bund gründen, aber Ärzte erbringen im gegensatz zu Unternehmensberatern nachvollziehbare Leistungen.
    Das Schmerzensgeld muss stimmen ist auch ein bekannter Spruch.
    insoweit glaube ich das das Schmerzensgeld am unteren Rand der Gesellschaft nicht stimmt.

    Aber wer den Sozialdarwinismus zum Teil so verinnerlicht hat und vertritt wie Unternehmensberater, der muß sich nicht umbedingt beschweren, wenn er eben auch in einer Welt lebt wo dieser so gelebt wird, die alternative gewerkscahftsfunktionär, sozialistischer Theoretiker, scheidet ja für diese Menschen von sich aus aus und bitte immer daran denken wo die Durchschnitts einkommen liegen, mit 160.000 € im Jahr plus Bonus gehört man laut Spiegel zu den oberen 5 % der Einkommenspyramide, da kann man schon entsprechenden Einsatz erwarten, jedenfalls, wenn man den FDP Funktionären glauben schenkt oder geht es hier um Leistungslosen Wohlstand?
  8. #8

    optional

    160.000 € im Jahr und Bonus, das verdienen doch alle Leiharbeiter und Harz IV Empfänger, nein natürlich nicht, alternativ kann man das sicher in der Elektro und Metallindustrie verdienen als Hauptabteilungsleiter.

    In manchen Bereichen gehen Geschäftsführer bei wesentlich mehr Verantwortung mit weniger nach Hause.

    Sein Geld muß man verdienen, das die Persönliche Belastung mit dem Einkommen wächst lernt man im BWL Studium im Fach Personal in den ersten Lehrveranstaltungen, weniger Geld, weniger Stress, wenn man in der richtigen gewerkschaftlich abgesicherten Branche ist.
    Unternehmensberater können natürlich auch eine Gewerkschaft aller Marburger Bund gründen, aber Ärzte erbringen im gegensatz zu Unternehmensberatern nachvollziehbare Leistungen.
    Das Schmerzensgeld muss stimmen ist auch ein bekannter Spruch.
    insoweit glaube ich das das Schmerzensgeld am unteren Rand der Gesellschaft nicht stimmt.

    Aber wer den Sozialdarwinismus zum Teil so verinnerlicht hat und vertritt wie Unternehmensberater, der muß sich nicht umbedingt beschweren, wenn er eben auch in einer Welt lebt wo dieser so gelebt wird, die alternative gewerkscahftsfunktionär, sozialistischer Theoretiker, scheidet ja für diese Menschen von sich aus aus und bitte immer daran denken wo die Durchschnitts einkommen liegen, mit 160.000 € im Jahr plus Bonus gehört man laut Spiegel zu den oberen 5 % der Einkommenspyramide, da kann man schon entsprechenden Einsatz erwarten, jedenfalls, wenn man den FDP Funktionären glauben schenkt oder geht es hier um Leistungslosen Wohlstand?
  9. #9

    Unter "McKinsey und ich" findet man

    einen sehr lehrreicher Beitrag der Journalistin Julia Friedrichs in der ZEIT, eine Bewerbung bei einer zugeknöpften Beraterfirma.
    Vor sehr vielen Jahren gab es einen Artikel im "Spiegel" über das Dominanzverhalten von reisenden Managern, z.B. auch die Hackordnung im Hotel.
    Sehr interessante Beispiele für die überraschende Infantilität von Managern, die leider auch unser Leben beeinflussen.