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Unternehmensberater-Aussteiger: Ich schmeiß hin!
Spitzennoten,*Arbeit in einer Top-Beratungsfirma für ein tolles Gehalt, ackern rund um die Uhr - und nach ein paar Jahren*lassen viele junge Consultants ihren Job sausen. Sie zwickt die Frage: Wofür schufte ich hier eigentlich?*Aus*der Sinnkrise entstehen oft bemerkenswerte Ideen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...776700,00.html
- #150 02.08.2011 11:54 von franziskus
Evolutionäres Vorgehen
Wenn Sie in der Branche der Großen mitspielen, dann wissen Sie auch, dass kaum ein "Großauftrag" ohne unterstützende Maßnahmen erteilt wird.
Eine große Aufgabe in viele kleine Aufgaben zu unterteilen erfordert nicht eine große Projektorganisation. Viel erfolgreicher ist, mit einem kleinen Projektteam die kleinen Aufgaben in rascher Folge zu entwickeln und einzusetzen. Dieses Vorgehensmodell führt dazu, dass sich die Systementwicklung den Veränderungen des Umfeldes anpasst. Sie können mit einer großen Projektorganisation ein fixes Ziel erreichen. Das Projekt der Mondlandung eignet sich dafür, weil die Umlaufbahn des Mondes sich nicht ändert. Eine gleiche Vorgehensweise im Wirtschaftsleben führt dazu, dass Sie eventuell Ihre angestrebten Ziele erreichen, leider haben sich bis dahin die Ziele verschoben. In der Praxis führt das dann dazu, dass mit einem riesigen Aufwand Anpassungen vorgenommen werden müssen. Das System ist schon überholt, bevor es eingesetzt wird. Nicht umsonst scheitern viele Großprojekte, angeblich über 70%. Ich bin jetzt sarkastisch. Der Rest wird zum Erfolg erklärt, wenn wenigstens einige Teilziele erreicht werden. Das habe ich auch erlebt.
Ich vergleiche die Systementwicklung gerne mit dem Städtebau. Sie können alle Wünsche der zukünftigen Bewohner ermitteln und exakt umsetzen. Sie werden trotzdem scheitern, weil sich die Anforderungen der Bewohner in der Zwischenzeit geändert haben. Einen Straßenzug nach dem anderen aufbauen und beziehen lassen, ist die erfolgreiche Vorgehensweise. - #151 02.08.2011 16:57 von
Da steige ich aus...
Ok, Sie haben gewonnen. Da komm ich nicht gegen an. Vom Für und Wider bzgl. Unternehmensberatern kommen Sie auf Projektmanagement-Methoden, dann schnurstracks auf die Mondlandung und von dort auf den Städtebau. Auch eine Leistung. Ich habe zwar auf Kundenseite schon viel erlebt und habe in der Regel eine Engelsgeduld, werde ab jetzt aber jeden Abend drei Ave Maria beten, dass ich Sie nie in einem Projekt erleben muss.
- #152 03.08.2011 14:26 von spdf
re
Eine profitable Niederlassung zu schließen nur weil sie einem nicht mehr in den Kram passt ist gefährlich. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Kunden wechseln nicht unbedingt zu den anderen Niederlassungen, sondern eher zur Konkurrenz. Mit Gewinnmaximierung und Überleben hat das nichts zu tun. Eher mit Beschäftigungstherapie fürs Management und den Unternehmensberatern. Wenn sie eine Abteilung, die bisher alle Aufgaben erfüllen konnte dicht machen führt das meist nur zu Chaos. Vielleicht ist die neue Struktur gleich gut, vielleicht auch besser. Nur bis sie wieder dahin kommen vergeht Zeit. Zeit, die besser in dem Versuch mehr Umsatz zu generiern investiert wäre.
- #153 05.08.2011 09:53 von
In die Feder diktiert?
[QUOTE=palanter;8396265] Ich kann den Groll sehr gut verstehen. Das Vorgehen des Beraters ist absolut inakzeptabel. Als Unternehmensberater sehe ich mich dem Wohle des Kunden verpflichtet und kommuniziere meine Meinung selbstverstaendlich unverfaelscht.
Leider ist es aber in der Tat korrekt, dass das Kundenmanagement Vorschlaege nicht aufgreift - was ihr gutes Recht ist. Dies bedeutet aber nicht, dass ich von meiner Meinung abfalle oder gar Zahlen faelsche. - #154 22.03.2012 09:58 von
Auch hier ein Erlebnisbericht "McKinsey und ich"
in "Die Zeit, 18.05.2006 Nr.21
Zwecks verdeckter Recherche bewarb sich die Journalistin Julia Friedrichs bei McKinsey, einer mächtigen, aber zugeknöpften Beraterfirma. Ein halbes Jahr dauerte das bizarre Auswahlverfahren, in dem sie Menschenbild, Größenwahn und Verführungskünste des Unternehmens kennen lernte".
Sehr lesenswert, in welchen Wolkenkuckuksheimen diese Manager leben.
Vor etwa 50 Jahren gab es einen Bericht im "Spiegel", wie kindisch sich amerikanische Wirtschaftsbosse verhalten, wenn es um die Rangordnung im Revier (und im Hotel) ging. - #155 01.09.2012 14:37 von
Viele gute Beispiele
Ich finde diese Entwicklung sehr positiv. Die Liste von sehr gut ausgebildeteten Veränderern lässt sich mühelos ausdehnen. Ich denke, dass wir mehr Menschen brauchen, die die Wirtschaft verstanden haben und ändern wollen. Weitere Beispiele sind für mich z.B. die armed angels oder auch die Gründer von ekn footwear aus Deutschland.
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