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Unternehmen Irrsinn: Der letzte Firmengruß

DPAWenn ein Mitarbeiter stirbt, lebt der Irrsinn seiner Firma auf - in der Todesanzeige. Die Art, wie sich Unternehmen von ihren Mitarbeitern verabschieden, lässt tief blicken. Der Karriereberater und -Coach Martin Wehrle hat die kuriosesten Nachrufe analysiert.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-859144.html
  1. #1

    Willkommen in der Realität

    es ist erstaunlich das den Autoren erst durch Traueranzeigen auffällt wie einige Arbeitgeber (es gibt sicherlich auch viele andere) ticken. Es ist doch eine Illiusion anzunehmen, das ein Mitarbeiter für eine Firma etwas anders íst als ein Kostenfaktor. Hier wird berechnet wieviel der Faktor Mensch das Unternehmen kostet, und natürlich auch wieviel man durch diese Person "gewinnt". Ist doch wenn man darüber aus Arbeitgeber-Sicht nachdenkt ein ganz verständlicher Sachverhalt. Machen wir uns doch darüber nichts vor. "Jeder Mensch ist ersetzlich" : diesen Satz hört man doch tag täglich. Warum sollte da ein Todesfall in den Reihen der Kollegen einen anderen Aspekt darstellen. Auch Abwesenheit durch Krankheit oder Erziehungszeit/Elternzeit/Mutterschutz wirft doch das Arbeitskonzept einer Firma über den Haufen. Wir sollen alle funktionieren, tun wir dies nicht, werden wir entsorgt wie eine kaputte Glühbirne. Hätten wir hier nicht entsprechende Gesetze, die uns hier schützen, hätten wir Arbeitsverhältnisse wie in den USA. "Hire and Fire" ist dort das Motto. Und mal ehrlich, wären sie Chef .... würden sie anders verfahren??
  2. #2

    Usa

    Ich arbeite bei einem Dienstleister in den USA mit etwa 3000 Mitarbeitern, und wir bekommen haeufig Memos von einer Vorstandssekraeterin per Rundschreiben zugeschickt, die stets mit "It is with sadness that I announce the passing of X.." beginnen. Nicht selten kommen fuer X auch Familienangehoerige von Mitarbeitern vor.
  3. #3

    Nein, weder Nagellack noch Gallseife noch Klo-Reiniger sind hier gemeint, sondern die Werke in Baldenstedt, Krimshausen und anderen Orten. Vorsicht: Zombiealarm.
  4. #4

    Sitten?

    Dies ist nur ein Beispiel für die Verrohung der Sitten. In der Regel trauert eine Firma um ihren Angehörigen schlicht und sie verzichtet auf das Logo. Gerade Großkonzerne versagen hier in überwältigender Stillosigkeit. Bitte studieren Sie vor allem die entsprechenden Anzeigen in überregionalen Blättern.
  5. #5

    passt

    doch alles zusammen. Zuerst ausgebeutet und wie nun zu hören ist, nach dem Tod ausgeschlachtet.
  6. #6

    Zitat von bigsur1 Beitrag anzeigen
    Und mal ehrlich, wären sie Chef .... würden sie anders verfahren??
    Ja.

    Und ich kenne auch Chefs, die anders verfahren würden.

    Man muss nicht jede Charakterschwäche auch noch verteidigen, auch wenn viele sie zeigen.
  7. #7

    Toller Artikel

    Natürlich ist ein Todesfall immer tragisch, aber die Firma ist doch keine Familie, auch wenn einige das gerne hätten. Trauerarbeit wird im Familienkreis gemacht und nicht im Unternehmen. Und natürlich muss ich mir als Chef Gedanken über den Ersatz machen, dass bin ich alleine schon den anderen Mitarbeitern schuldig!

    Das man in einer Traueranzeige keine Werbung für Produkte machen sollte, versteht sich allerdings auch.
  8. #8

    Unfreiwillig komisch - stillos

    Schwieriges Thema. Der Effekt reicht ja von lustig bis traurig. Aber letztlich, man kann sich so viel Mühe geben wie man will. Immer wieder wird unfreiwillig etwas anderes dabei herauskommen als beabsichtigt. Ich bin nur froh bisher noch keinen Nachruf schreiben zu müssen.
  9. #9

    Karriereberater und Coach... meine Guete SPON. Wie waers mal zu Abwechslung mit einer Rubrik: Leben statt Karriere. Lebensspiegel.


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