Was sich Roubini nicht vorstellen konnte war der geringe Widerstand
der wenigen noch einigermaßen leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften
gegen die gigantischen Rettungsausweitungen und
Haftungsgarantieübernahmen.
Leider hat sich an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands
kaum etwas verändert. Schuldenschnitte, Aufkauf von Staatsanleihen,
die permanente Dauernutzung des ELA-Mechanismuses zur indirekten
monetären Staatsschuldenrefinanzierung. Die Liste der hilfsbedürftigen
Euroländer ist lang, Griechenland, Portugal, Spanien, Irland, Zypern
und auch bald Slowenien. Dabei spielte und spielt deren Bankenbereich
eine zentrale Rolle. Die Fonds EFSF und ESM wurden nun auch zur
Rekapitalisierung von Banken herangezogen.
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Die EZB hat mit massivsten Hilfen die Eurozone gestützt und eine
gewisse Stabilisierung im Bankenbereich und auf dem Anleihemarkt
erreicht. Der mögliche Erfolg dieser Maßnahmen wird sich aber erst in
zwei Jahren zeigen, sofern die eingeschlagenen Reform- und
Anpassungsprogramme konsequent umgesetzt werden können.
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Offenbar hält man diese angedachten und bereits ergriffenen
Maßnahmen für nicht ausreichend, deshalb möchte man weitere
Hilfsmechanismen schaffen, um für zukünftige Krisenfälle besser
gerüstet zu sein.
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Die spannende Frage dabei wird sein, inwieweit Deutschland weitere
potenzielle Risiken tragen wird und auch Frankreich seinen
gesellschaftspolitischen Komplettumbau hin zu mehr Leistungs- und
Wettbewerbsfähigkeit umsetzen kann.
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Roubini hat die strukturellen Probleme der Eurozone richtig analysiert,
den politischen Willen zum Erhalt dieser Währungszone jedoch etwas
unterschätzt. Es bleibt also durchaus noch spannend bezüglich der
zukünftigen Entwicklungen.

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