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Unruhe am Aktienmarkt: Das Ende der deutschen Illusion
dapdZwei Jahre lang konnte Deutschland so tun, als hätte es mit der Euro-Krise nur am Rande zu tun. Die Wirtschaft blühte, die Arbeitslosenzahlen sanken. Jetzt zeigen die neue Konjunkturschwäche und der Einbruch am Aktienmarkt: Deutschland ist sehr wohl verwundbar - und muss deshalb Opfer bringen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836849,00.html
- #220 04.06.2012 15:44 von
mich ärgert
der kategoische Imperativ Deutschland muss Opfer bringen ". Un wer ist das ? Natürlich der dumme deutsche Michel.
Wer jahrelang Fakten negiert, Statistiken " schönt " und Berufsoptimus mit rosaroter Brille propagiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn man eines Tages vor einem nahezu unüberwindbaren Berg von Illusionen steht.
Die Lichter in Deutschland gehen langsam aus. Für einige von uns tatsächlich auf Grund des von den Grünen mitverschuldeten Energiedesasters. - #221 04.06.2012 15:44 von
Das Ende des Euro als Chance
Der Euro ist ein Projekt der Eliten. Er hat den Eliten auch in den armen Südländern erheblichen Wohlstand beschert und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Einkommens-, vor allem aber die Vermögensunterschiede in nahezu allen Euro-Ländern seit Einführung der Einheitswährung immer weiter auseinandergeklafft sind. Den europäischen Einigungsprozeß hat diese Währung keineswegs befördert. Diese auch von Steinbrück gerne getätigte Unterstellung ist keinesfalls empirisch belegt. Jeder deutsche Tourist kann kritisch hinterfragen, ob er sich in der Österreich mehr als Europäer fühlt als in der Schweiz, in Finnland mehr als in Norwegen.
Die Eliten sind nun in Panik, denn ihr Wohlstand steht auf dem Spiel.
Doch anstatt diejenigen, die seit Jahren übermäßig von billigen Krediten profitiert haben und ihren Reichtum gemehrt haben, nun zu Kasse zu bitten, werden Enthaltsamkeit und Austerität gepredigt.
Der deutsche Lohnsklave, der jahrelang Reallohnverluste verzeichnete, und den Reichen in Europa damit ermöglichte, noch reicher zu werden, wird jetzt wieder zur Kasse gebeten. Durch geplante Steuererhöhungen, für Bankenretteungen, durch Transferleistungen.
Der Druck auf die Bundesregierung wird immer größer und sie werden dem Druck der Märkte bald wieder erliegen, denn keiner will Schuld sein am Untergang dieser Vision einer europäischen Einheitswährung, die doch längst gescheitert ist. Es wäre ein Leichtes, alle europäischen Staaten zu entschulden, wenn der Vorschlag von Boston Consulting umgesetzt würde und alle Finanzvermögen über 100 TEUR mit einer einmaligen Vermögenssteuer zwischen 30% und 70% (je nach Schuldenstand des jeweiligen Landes) erfasst würden. Sofort hätten die öffentlichen Haushalte wieder Spielraum, um ihren Aufgaben nachzukommen. Es ist schon erstaunlich, dass dies noch nicht einmal politisch erörtert wird, obwohl es der großen Mehrheit der Menschen in Europa nur zum Vorteil gereichen würde. Es zeugt von der Macht der kleinen Elite und dem Denkverbot bis in die Mainstream-Medien. - #222 04.06.2012 15:44 von
- #223 04.06.2012 15:44 von
Macht abgeben!
Genau diese Antwort hört man immer häufiger. Warum eigentlich? Kann man denn die notwendigen Schritte nicht ggf. auch im Konsens beschließen?
In Europa kommen immer wieder und häufiger obskure Gestalten hoch. Die sind also die Lösung?
Macht an Europa abgeben, heißt Kontrolle bzw Einfluß verlieren. Die hat gar nichts mit Nationalismus oder Anti-Europa-Haltung zu tun.
Und wenn man die Macht abgegeben hat, soll genau was geschehen? Das wäre zunächst auch erstmal nur eine hohle Institution. - #224 04.06.2012 15:45 von
Spitze
Eine schrumpfende Wirtschaft - wirkt dem Fachkräftemangel entgegen ... das war 2000 so ... 2008 und 2013 wird es dann auch so sein.
- #225 04.06.2012 15:45 von
Ein gefährlicher Ansatz.
Was letzte Woche von Barroso gefordert und vom Team
Merkel/Schäuble letztlich sicher abgenickt wird, ist eine europäische Banken-Union, d.h. eine Bankokratur und dass alle Macht von den Banken ausgeht. Durch die Hintertür wird Demokratie abgeschafft, wobei der ESM nur der Anfang ist. Es geht längst nicht mehr darum, ob wir Nachbarn in Not helfen, sondern dass wir gezwungen werden, Nachbarn unbedingte Verfügungsgewalt über unsere Kreditkarten und unser Vermögen geben. In Wirklichkeit ist die Linke die letzte konservative Kraft in Deutschland und die CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE radikale Kommunisten, was selbst die FAZ-Leser langsam begreifen. - #226 04.06.2012 15:45 von
brussel
ich hoffe dass deutschland diese schwachsinnigen in brüssel fallen lässt und aussteigt.
Grüsse aus Amsterdam. - #227 04.06.2012 15:46 von
- #228 04.06.2012 15:46 von
Wie sagen die Chinesen so schön?
"Bestrafe einen, diszipliniere 100".
Es ist höchste Zeit schwerste Geschütze aufzufahren und jetzt zu handeln. Ich persönlich würde die EURO Zone und die EU vor die Wahl stellen: Entweder mit Deutschland oder mit Griechenland.
Begründung:
Die Griechen hatten ihre Chance 10-20 Jahre lang ihre Wirtschaft mit unseren Geldern aufzubauen und haben es stattdessen für den Konsum ausgegeben. Selber Schuld.
Nächste Schritte:
1. Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone und der EU. Wen interessiert schon das Papier der Verträge?
2. 3 Jahre lang befristet Eurobonds ausgeben, damit sich Italien, Spanien und Frankreich stabilisieren können.
3. Große EU-Projekte wie beispielsweise Stromautobahnen, Energiespeichersysteme und Elektromobilität anschieben (Skandinavien-Deutschland-Frankreich-Spanien-Italien) und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Konjunkturprogramm und volkswirtschaftliches Sparprogramm plus weltweite Marktführerschaft plus unbezahlbare geostrategische Vorteile für Europa.
4. Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen unter der Führerschaft Ds festlegen (Steuersatzharmonisierung (insb. Irland usw.))...
5. EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei anfangen, um die Griechen nochmal richtig zu ärgern. =) (nicht ganz so ernst gemeint)
Dann kann sich die Welt in Ruhe wieder mit den Amerikaner und deren Haushaltsdefizit auseinandersetzen. - #229 04.06.2012 15:46 von
Eine gemeinsame Wirtschaftsregierung scheitert
Der Autor fordert eine "gemeinsame Wirtschaftsregierung". Nur: 1. Die falsche Poliztik der EU-Südländer wird nicht dadurch besser, dass diese nun durch eine EU-Regierung auf ganz Europa ausgedeht wird.
2. Keine Nation hat derzeit Lust, noch mehr Kompetenzen an Brüssel abzugeben. Wieso auch, das vielgepriesen Projekt "Euro" war politisch gewollt und scheitert an der Realität.
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