Unruhe am Aktienmarkt: Das Ende der deutschen Illusion

dapdZwei Jahre lang konnte Deutschland so tun, als hätte es mit der Euro-Krise nur am Rande zu tun. Die Wirtschaft blühte, die Arbeitslosenzahlen sanken. Jetzt zeigen die neue Konjunkturschwäche und der Einbruch am Aktienmarkt: Deutschland ist sehr wohl verwundbar - und muss deshalb Opfer bringen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836849,00.html
  1. #210

    Zitat von AndyDaWiz Beitrag anzeigen
    Und da davon 90% aus dem Mittelstand kommen, ist es normal, dass der das nach 1-2 Jahren BERECHENBAR nicht mehr verknusen kann.
    meinen sie mittelschicht oder mittelstand? bei mittelschicht hätten sie recht - Sprudelnde Steuereinnahmen: Wie die Bürger gemolken werden - Deutschland - Politik - Handelsblatt meinen sie aber mittelstand, dann hätte ich gerne einen beleg für diese behauptung! danke!
  2. #211

    Lieber Stefan Kaiser,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Jahre lang konnte Deutschland so tun, als hätte es mit der Euro-Krise nur am Rande zu tun. Die Wirtschaft blühte, die Arbeitslosenzahlen sanken. Jetzt zeigen die neue Konjunkturschwäche und der Einbruch am Aktienmarkt: Deutschland ist sehr wohl verwundbar - und muss deshalb Opfer bringen.

    Deutschland muss Absturz des Dax und schwache Konjunktur fürchten - SPIEGEL ONLINE
    Sie, Herr Kaiser, werden hoffentlich selbst die von Ihnen angesprochenen Opfer bereits erbracht haben und zum Beispiel griechische, spanische, portugiesische und/oder italienische Staatsanleihen in Ihrem Portfolio haben? Oder etwa nicht? Oder gehören Sie auch zu denjenigen, die völlig befreit von ökonomischer Ursachenanalyse, einfach mal aufgrund des aktuellen DAX-Standes die Abgabe der nationalen Souveränität als Patentrezept "raushauen". Begründung: Fehlanzeige. Herrlich!

    Soll künftig der europäische Souverän gemeinschaftlich entscheiden, dass die Verschuldung kollektiv neuste Höchststände erreicht? Und somit notwendige Strukturen in den südlichen Euro-Statten weiterhin verschlafen werden? Immerhin könnten wir dann jedem Bundesbürger auch pauschal 100.000 EUR zukommen lassen. Ein schöner Beitrag zur Harmonisierung der Schuldenquote. 120% vom BIP sollten doch wohl locker erreichbar sein. Das dürfte uns im Ausland viel sympathischer machen. Wir schmeißen dann noch die EZB-Notenpresse an und lassen die Milliarden einfach drucken. Das dürfte mehrheitsfähig sein. Und das klingt dann auch nach Wachstum. Vielleicht wäre 200.000 EUR für jeden Bundesbürger noch opportuner. Warum so schüchtern. Parallel machen wir alle Sparprogramme rückgängig. Diese restriktive Sparbrille nehmen wir ab und betreten das Schuldenparadies. Dann aber richtig. Wobei: 300.000 als pauschales Geschenk für alle Deutschen zum 1.7. fände ich noch passender. Zufrieden Herr Kaiser? Das alles entscheidet dann der europäische Souverän- natürlich auch mit weiteren Geschenken für unsere Nachbarn. Kein Problem.

    Man kann nur noch den Kopf schütteln über das sinnbefreite Mainstream-Geschreibsel von Journalisten, deren wunderbare Rezepturen ohne den Hauch einer Chance auf Wahrung des Wohlstandes zum Super-Gau führen müssen.
  3. #212

    Ahja, es geht wieder los mit der "Wir brauchen die Vereinigten Staaten von Europa" hetze. Wie vereinen Sie es eigentlich mit Ihrem Gewissen Herr Kaiser, dass Sie für die Aufgabe der Souveränität Deutschlands schreiben?
    Sie nehmen dabei keine "linke" oder "rechte" Position ein sondern eine klar Deutschland feindliche. Als Journalist sollte Sie die Nachteile die die EU gebracht hat kennen. Ein Beispiel ist der Strommarkt bei dem die Preise ständig steigen, seit Öffnung.
  4. #213

    nund die Vorspeise

    Zitat von Peter.Lublewski Beitrag anzeigen
    Deutschland muss Opfer bringen? Als was soll man denn die Hunderte Milliarden bezeichnen, die Deutschland seit Monaten verschenkt?
    ... als eine kleine Anzahlung, quasi die Vorspeise, dann kommt der fette Hauptgang, und am Ende ist uns allen übel

    Wohl bekomm's!
  5. #214

    Das ist nun wirklich zum Schreien

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Wo sind Typen wie Walter Jens, Heinrich Böll, Wolfgang Abendroth, Walter Fabian, Horst-Eberhatd Richter, ..., die den Herrschenden hin und wieder die Leviten lesen?
    ausgerechnet diese Ansammlung Alt-68er Labersäcke zu erwähnen. Eins ist mal ganz sicher: Die fehlen überhaupt nicht. Im günstigsten Fall würden die Gedichte auf Grass-Niveau verfassen.

    Amery (und Eggebrecht) nehme ich aus, obwohl die auch nichts weiter zu sagen hätten, allerdings im Gegensatz zu den anderen hatten.
  6. #215

    Die haben wir nach jeder Wahl

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Nein! Deutschland ist verwundbar, weil wir eine der schlechtesten Regierungen aller Zeiten haben!
    Ich wette mit Ihnen, dass nach der nächsten Btw die Schwarz-Rote Regierung (denn was anderes wird nicht gehen), die Regierung nach spätesten einer Woche als die schlechteste bezeichnet wird, die wir je hatten.

    Meine erste Bundestagswahl war 1998, davor war Schwarz-Gelb: Die war die schlechteste. Dann kam Rot-Grün, die war dann die schlechteste, dann GroKo, die war dann die schlechteste, und nun Schwarz-Gelb.
  7. #216

    oh man

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Jahre lang konnte Deutschland so tun, als hätte es mit der Euro-Krise nur am Rande zu tun. Die Wirtschaft blühte, die Arbeitslosenzahlen sanken. Jetzt zeigen die neue Konjunkturschwäche und der Einbruch am Aktienmarkt: Deutschland ist sehr wohl verwundbar - und muss deshalb Opfer bringen.

    Deutschland muss Absturz des Dax und schwache Konjunktur fürchten - SPIEGEL ONLINE
    analyse ....... ok
    ausblick, bzw lösung ...... mangelhaft.

    setzen 6 herr kaiser
  8. #217

    Macht abgeben!

    Genau diese Antwort hört man immer häufiger. Warum eigentlich? Kann man denn die notwendigen Schritte nicht ggf. auch im Konsens beschließen?

    In Europa kommen immer wieder und häufiger obskure Gestalten hoch. Die sind also die Lösung?

    Macht an Europa abgeben, heißt Kontrolle bzw Einfluß verlieren. Die hat gar nichts mit Nationalismus oder Anti-Europa-Haltung zu tun.

    Und wenn man die Macht abgegeben hat, soll genau was geschehen? Das wäre zunächst auch erstmal nur eine hohle Institution.
  9. #218

    Lieber Herr Kaiser

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Jahre lang konnte Deutschland so tun, als hätte es mit der Euro-Krise nur am Rande zu tun. Die Wirtschaft blühte, die Arbeitslosenzahlen sanken. Jetzt zeigen die neue Konjunkturschwäche und der Einbruch am Aktienmarkt: Deutschland ist sehr wohl verwundbar - und muss deshalb Opfer bringen.

    Deutschland muss Absturz des Dax und schwache Konjunktur fürchten - SPIEGEL ONLINE
    Der ifo Geschäftsklimaindex ist nicht eingebrochen! Er steht statt erwarteter 109 Punkte bei 106 Punkten. Aber auch die 106 Punkte stehen für Wachstum. Alles was über 100 liegt ist im Sinne dieses Indexes als Wachstumssignal zu interpretieren. Die Reaktion der Börsen ist vor allen Dingen auf die Verunsicherung zurück zu führen, nicht auf realwirtschaftliche Daten. Und Börsen hassen Unsicherheit.
  10. #219

    Konjunkturpaket

    Ist doch egal - dann haut Merkel nochmal ein Konjunkturpaket zum Autokauf raus. Hat doch wunderbar funktioniert.
    Blöd ist natürlich, dass man diese Schulden noch immer nicht ansatzweise getilgt hat.
    Mal gucken, wann Schäuble gestehen wird, dass er doch mehr Kohle braucht.
    Sei es wie es ist - die Konjunkturzyklen werden kürzer - und damit auch die Chance Deutschland einmal Schulden tatsächlich ab zu zahlen. Moment .... Schulden tilgen ... das sollen ja die anderen machen, denn selbst bekommt man das ja nicht hin.
    Ich freue mich auf die Schuldenbremse - das wird den Sozialstaat Deutschland endgültig zum Kollabieren bringen. Die Häme der EU-Nachbarn wird groß sein, wenn Deutschland um "Gande" betteln wird.
    Blöd nur, dass wir alle in diesem Boot sitzen.... ist wie auf der Titantic.