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Uno-Warnung: Finanzkrise vernichtet 30 Millionen Arbeitsplätze

REUTERSDie internationale Schuldenkrise trifft Millionen Menschen hart. Laut der Uno-Arbeitsorganisation Ilo wurden nach dem Finanzcrash 30 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Selbst wer einen Job hat, verdient oft zu wenig, um die Familie ausreichend zu versorgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-860885.html
  1. #1

    In DE selbstgemachtes Leiden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die internationale Schuldenkrise trifft Millionen Menschen hart. Laut der Uno-Arbeitsorganisation Ilo wurden nach dem Finanzcrash 30 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Selbst wer einen Job hat, verdient oft zu wenig, um die Familie ausreichend zu versorgen.

    Uno: 30 Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der Krise - SPIEGEL ONLINE
    In De sind die Billigjobs ein hausgemachtes Problem, initiiert durch den Minijob-Bereich.
    Solange dieser nicht radikal zu Gunsten sozialversicherungsplichtiger Jobs reformiert wird, brauchen wir uns um Präkariat und Altersarmut nicht zu echauffieren.
  2. #2

    Neue Perspektiven

    Ich denke, wir sollten uns darüber bewußt sein, dass junge Menschen ohne Job die Revolutionäre von morgen sind. Das bringt jede Menge "Probleme", aber hey, vielleicht gibt es einen Leben jenseits der Marktlogik?
  3. #3

    Schützt endlich den heimischen Arbeitsmarkt!

    Weil immer mehr Jobs vernichtet werden, deshalb ruft man in Deutschland nach immer mehr Zuwanderung bzw. fördert weiterhin die Massenzuwanderung über Asyl. Ich verstehe unsere Politiker nicht, die die wahre Lage auf dem Arbeitsmarkt mit Hilfe einer frisierten Statistik verschleiern und die Grenzen für zügellose Zuwanderung offen lassen.

    Die Löhne in Deutschland sind bereits so niedrig, dass sich viele junge Leute keine Kinder mehr leisten können.
  4. #4

    Schwachsinn aus der Mottenkiste sozialistischer Kampfparolen

    Wenn ich einem Teil der Bevölkerung Geld wegnehme und damit andere Leute Löcher graben lasse, damit die beschäftigt sind... dann sind das keine "Arbeitsplätze". Jedenfalls nicht in dem Sinn, der hier gemeint ist. Klar arbeiten die Löcher-Graber auch, aber es ist Beschäftigungstherapie.

    In Griechenland, Spanien, Süditalien und weiteren Gebieten gab es massenhaft Beschäftigungsverhältnisse, die unproduktiv waren. Auf Deutsch: die Leute bekamen Gehalt ohne einen entsprechend nutzbaren Output zu liefern. Und auch, wenn unsere Salonsozialisten das nicht hören wollen: das hat was mit Adam Riese zu tun und nicht mit "Gerechtigkeit". JEDER Job muss sich selbst tragen. Muss mindestens so viel Nutzen bringen, wie er kostet. Man kann nicht mehr esen, als man produziert - ddas ist doch leicht zu verstehen.

    Das Wohlstandsniveau der oben genannten Länder wurde mit vielen hundert Milliarden Euro jedes Jahr künstlich hoch gehalten. Jetzt sacken die ab - und es gibt Heulen und Zähneklappern, weil Deutschland, Frankreich, Niederlande und weitere Länder nicht mehr bereit sind, diesen künstlichen Wohlstand zu bezahlen.

    Die Polen und Rumänen mussten sich ja auch allein aus dem Dreck wühlen. Sollen die Spanier und Griechen auch machen.
  5. #5

    Wachstumsbremsen

    wenn 30 Mio Arbeitplätze vernichtet wurden stellt sich die Frage wo da Wachstum herkommen soll, den politiker sehen.
  6. #6

    Nachdenken über das Wesen der Krise ist notwendig

    Die Eliten in den USA und in Europa sind seit Beginn der Krise im Jahr
    2000 nicht in der Lage, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen.
    China ist hingegen langfristig auf einem guten Weg unterwegs.

    Die Notenbanker versuchen mit Geldpolitik das Blatt zu wenden.
    Die USA und die EU stürzen sich in militärische Abenteuer.
    Sie wollen damit die Folgen der Krise beiseite schaffen.
    Doch dies alles erweist sich nun als wirkungslos.
    Billionen wurden ausgegeben, und jetzt sieht es so aus,
    als ob das viele Geld in ein Fass ohne Boden geworfen worden sei.

    Die Transformation von einer Industriegesellschaft über eine
    Informationsgesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft
    ist leider missglückt. Wir haben uns im Wald verlaufen und
    finden nicht mehr heraus.

    Unsere Informations- und Wissensgesellschaft mutierte leider zu
    einer Wahrscheinlichkeitsgesellschaft. Die Zockerei der Banken
    mit Buchgeld, Derivaten und Hedgefonds in einem Ausmaß,
    das ein Vielfaches der Weltwirtschaftsleistung ist, belegt das
    zwingend.

    Wie geht es jetzt weiter? Jetzt kann nur noch positives Denken
    helfen. Die Banken müssen reguliert werden, das ist der erste
    Schritt.
  7. #7

    Nee, da ist nix zu befürchten.

    Zitat von whiterussian Beitrag anzeigen
    Ich denke, wir sollten uns darüber bewußt sein, dass junge Menschen ohne Job die Revolutionäre von morgen sind. Das bringt jede Menge "Probleme", aber hey, vielleicht gibt es einen Leben jenseits der Marktlogik?
    Keine Bange, solange es noch irgendwie für Zigarretten und das angesagteste Smartphone reicht, auf das man dann pausenlos starren kann, solange wird die Jugend die Klappe halten und die Füße oben lassen.

    Oder wie es Georg Schramm ausdrückte:

    "Wir brauchen ein gesundes Maß an Idioten, denn nur Idioten fressen auch Gammelfleisch".

    Des weiteren ist ja alles der marktkonformen Demokratie unterzuordnen und sowieso alternativlos.
  8. #8

    Also bitte...

    ...was Staaten wie Griechenland oder Spanien angeht, fehlt mir das Mitleid.

    Man hat eine Demokratie. Wenn man sich dennoch von den Vertretern der Parteien, die insb. den Kapitalsektor stützen, davon überzeugen läßt, sie wieder zu wählen und daß sie alternativlos sind....

    ... ja dann, dann ist das Volk schlichtweg zu dumm für die Demokratie und hat es irgendwo auch nicht anders verdient.

    Politik wird als alternativlos verkauft und das Volk frißt es. Fein. Dann soll es bitte auch die Lebensmittelvergiftung danach aushalten.

    China, Weißrussland und Co., bitte hierher schauen: Staatliche Zensur ist unnötig. Man muß dem Volk einfach mitteilen, daß die Politik alternativlos ist. Dann zensiert sich das Volk selbst und ihr könnt auch als Demokratie firmieren ;)

    Mit zynischen Grüßen
  9. #9

    Die Schuldenkrise ist "nur" ein Brandbeschleuniger.
    In seinem Beitrag "The Deregulation of Temporary Employment and Workers' Perceptions of Job Insecurity" beschreibt Masanori Kuroki, dass die Zunehme der "flexiblen Arbeitsverhältnisse" (Teilzeit und Leiharbeit) in Japan zu einer kausalen Zunehme der Unsicherheit geführt hat.

    Er folgert am Ende auch, dass diese Zunahme natürlich auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann (eine Studie dazu bietet Greene), was zu höheren Kosten als Nutzen aus Zeitarbeit führen kann. Es kann auch sein, dass die Konsumenten sich zurückhalten oder gar Familienentscheidungen zurückdrängen. Vor dem Hintergrund dieser gravierenden Konsequenzen sollte man die "einseitige Flexibilisierung" des Arbeitsmarktes wenigstens überdenken.

    Es spricht ja einiges dafür den Leiharbeitern signifikant höhere Löhne für ihre Unsicherheit zu bieten. Das wären dann kompensierende Lohndifferenziale - aber in Deutschland ist das nicht möglich, denn da ist man so gespalten, dass man schon gar nicht mehr weiß wie es dem eigenen Sohne gehen würde, der gerade so beschäftigt ist. Lieber tritt man sogar och da nach unten und konzentriert sich aufs eigene nach oben bücken. Eine Gesellscahft (Allgemeinheit mit Interesse an gemeinsamen Wohlergehen) sieht anders aus.


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