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Uno-Vollversammlung: Palästina erwartet den Schicksalsmoment

Der Countdown läuft: Palästinenser-Chef Abbas will vor der Uno einen eigenen Staat einfordern, vor seiner entscheidenden Rede wachsen die Spannungen. Israel stellt sich auf schwere Krawalle im Westjordanland ein. An der Grenze fahren Spezialkommandos auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...788025,00.html
  1. #90

    Das Interesse an Nahost

    Zitat von fallobst24 Beitrag anzeigen
    Wieso streiten und regen sich die Leute bis in die letzten Winkel der Erde, aber vor allem hier in Europa, so sehr über den Nahost-Konflikt auf? Das habe ich ehrlich gesagt noch nie verstehen können. Überall auf der Welt werden Menschen von Regimen, Milizen und Soldaten ermordet. Und zwar vielerorts auch in viel größerem und schlimmeren Maße. Es verhungern, verdursten auch vielerorts viel mehr Menschen bzw. sterben an mangelnder medizinischer Versorgung etc. als beim Nahost-Konflikt.
    Aber dennoch wird über keinen Konflikt auch nur ansatzweise so eindringlich und hart gestritten wie hierbei.

    Wieso? Der Kosovo hat damals auch nicht so viele Leute interessiert wie die Israelis/Palästinenser, obwohl das viel mehr Auswirkungen auf uns hatte.

    Sehr seltsam, oder?
    liegt darin, dass die Pro-Israel gegen Pro-Palestinenser Front gleichzeitig eine Front zwischen Christen/Arabern, West/Ost, Christ/Moslem, Reich/Arm etc. geworden ist. Ferner behaupte ich, dass der islamistische Terrorismus ohne die Landnahme der Juden in Palstina nur 10% von dem heutigen Ausmaß hätte. Israel hat schwerwiegenden Einfluss auf den Weltfrieden, was durch die aktuelle Situation viel stärker in das Bewußtsein vieler drängt. Ich sage vorraus, dass die Lösung in der Geldfrage liegen wird und nicht in der Geschichte, Religion, alte UN Beschlüsse, sinnlose Verhandlungen etc..
    Wir erkennen bereits, wie die überschuldeten Staaten weniger ernst genommen werden. Rohstofflieferanten und fleissige und kreative Nationen werden zukünftig stärker.
  2. #91

    Kriege

    Zitat von objectiveview Beitrag anzeigen
    Weil sowohl Israel als auch den Palästinensern ein eigener Staat zugesichert wurden (von der UN), nur Israel konnte sich in dem darauf volgenden Krieg durchsetzen.
    Die Kriege wurden immer von Arabern begonnen und immer hat Israel gesiegt,,,,,,

    Ich erinnere mich noch an eine humorvolle Anmerkung 1967:

    "Besuchen Sie Israel und sehen Sie die Piramiden."
    Es hat ja nicht viel gefehlt.
  3. #92

    Geschichte

    Folgende Dinge lassen sich (zunächst wertungsfrei) feststellen:
    - Es gibt keinen historischen Staat Palästina
    - Der Begriff Pälastina als Region bezieht sich auf beide Seiten des Jordans, enthält also auch das heutige Jordanien
    - Dies trifft ebenso für das britische Mandat für Palästina zu, welches obendrein keinen eigenständigen Staat darstellte
    - Es gibt kein historisches Volk der Palästinenser, die Region wurde von vielen Völkern bewohnt und war in der jüngeren Geschichte weitgehend arabisiert
    - Es ist keineswegs der Fall, dass "die Juden" nach dem verlorenen Krieg gegen die Römer das Gebiet größtenteils verlassen hätten, ein großer Teil der Menschen, die sich heute als Palästinenser bezeichnet stammt von islamisierten Juden ab
    - Die Selbstidentifikation eines Teiles der arabischen Bewohner der Region als Palästinenser ist ein Phänomen der jüngeren Geschichte und ist auf die Entstehung der Staaten Israel und Jordanien,die verlorenen Kriege und Gebiete sowie Flucht und Vertreibung zurückzuführen

    Ein historischer Anspruch der Palästinenser auf Gebiete des heutigen Israel erschließt sich mir also als genauso legitim wie auf Gebiete des heutigen Jordanien.
  4. #93

    .

    Zitat von ayhan38 Beitrag anzeigen
    Israels völkerrechtlich anerkanntes Mitglied der UNO ist eine Frage.
    Die nächste Frage wäre: Wenn Palestinenser ihren Land zurück verlangen heist nicht Extremismus sondern Legalität.
    Wenn sich diese Forderung auf die Gebiete von 67 bezieht, halte ich dies auch für legal. Wenn sie meinen, dass Israel aufgelöst werden soll, halte ich diese Position tatsächlich für extremistisch. Abgesehen davon, dass sie völlig unrealistisch ist.
  5. #94

    xxxx

    Zitat von diwoccs Beitrag anzeigen
    Die Kriege wurden immer von Arabern begonnen und immer hat Israel gesiegt,,,,,,

    Ich erinnere mich noch an eine humorvolle Anmerkung 1967:

    "Besuchen Sie Israel und sehen Sie die Piramiden."
    Es hat ja nicht viel gefehlt.
    Wie war das 1956?
  6. #95

    Das arabische Volk, dass im Gebiet des

    Zitat von H2M1 Beitrag anzeigen

    Es ist an der Zeit, dass das geschundene Volk der Palästinenser Gerechtigkeit wiederfährt. Israels Staatsgründung war nicht rechtens und das muss Israel in den Verhandlungen mit berücksichtigen. Nur durch ein großzügiges Entgegenkommen Israels lässt sich wirklich Frieden erreichen und die radikalen Kräfte die Israel zerstören wollen entwaffnen. Nur gemeinsam können Israelis und Palästinenser gewinnen.
    Ich rufe alle auf den Antrag von Abbas zu unterstützen:

    http://www.avaaz.org/en/urgent_18_ho...palestine/?tta
    Mandatsgebiet Palästina gelebt hatte, ist es kürzlich zum palästinensischen Volk geworden, vorher war es ein arabisches Volk. Es hat keine eigene Sprache, keine eigene Kultur, keine eigene Geschichte. Oder stimmt das nicht?
    Geschunden wurde das Volk tatsächlich, hauptsächlich von arabischen Brüdern in den Nachbarländern. Oder stimmt das nicht? Wie soll das "großzügige Entgegenkommen" Israels aussehen? Reicht eine Selbstauflösung? Bitte zu bedenken: Juden gab es in Palästina vor der Staatsgründung Israels, allerdings ist es ein Märchen, das es eine friedliche Koexistenz gab. Es gab Pogrome mit Toten, oder stimmt das nicht? Große Teile Israels wurden noch von der Staatsgründung aufgekauft. Meistens von Großgrundbesitzern, die vorzugsweise in Damaskus lebten. Und jetzt das Wichtigste: wann gab es in der Geschichte einen Fall, in dem ein Sieger die Gebiete räumen musste? Hat Rußland polnische Ostgebiete geräumt? Hat Polen deutsche Ostgebiete geräumt? Hat je ein Sieger Gebiete geräumt. Und mit welchem Gebet wollen sie die "radikalen Kräfte" entwaffnen, Kräfte, die mit eiserner Hand herrschen und kein Geheimnis von ihren Absichten machen?
  7. #96

    ggg

    Zitat von fhwh Beitrag anzeigen
    Folgende Dinge lassen sich (zunächst wertungsfrei) feststellen:
    - Es gibt keinen historischen Staat Palästina
    - Der Begriff Pälastina als Region bezieht sich auf beide Seiten des Jordans, enthält also auch das heutige Jordanien
    - Dies trifft ebenso für das britische Mandat für Palästina zu, welches obendrein keinen eigenständigen Staat darstellte
    - Es gibt kein historisches Volk der Palästinenser, die Region wurde von vielen Völkern bewohnt und war in der jüngeren Geschichte weitgehend arabisiert
    - Es ist keineswegs der Fall, dass "die Juden" nach dem verlorenen Krieg gegen die Römer das Gebiet größtenteils verlassen hätten, ein großer Teil der Menschen, die sich heute als Palästinenser bezeichnet stammt von islamisierten Juden ab
    - Die Selbstidentifikation eines Teiles der arabischen Bewohner der Region als Palästinenser ist ein Phänomen der jüngeren Geschichte und ist auf die Entstehung der Staaten Israel und Jordanien,die verlorenen Kriege und Gebiete sowie Flucht und Vertreibung zurückzuführen

    Ein historischer Anspruch der Palästinenser auf Gebiete des heutigen Israel erschließt sich mir also als genauso legitim wie auf Gebiete des heutigen Jordanien.
    Kurz und bündig und der Wahrheit am nächsten.
  8. #97

    Alls Peanuts oder was?

    Zitat von peterhausdoerfer Beitrag anzeigen
    wie der Titel vom Buch des ehemaligen US Präsidenten Jimmy Carter lautet ist das Wichtigste. ...

    Obwohl die meisten einen eigenen Staat vorziehen würden käme als Alternative noch die ein-Staaten Lösung in Betracht, also die Ausgabe eines israelischen Passes für die Einwohner von Gaza und der West Bank. Sie wären dann nicht länger Bürger zweiter Klasse sondern hätten alle Rechte und Pflichten eines Israeli.

    Hamas & Friends akzeptieren (nur) eine Ein-Staaten-Lösung, inklusive auf dem Staatsgebiet Israels. Bedeutet? Richtig: Holocaust 2.0. Und weil das so ist (es sei denn, es geschehen Zeichen + Wunder), werden die Israelis das nicht zulassen, nicht ums Verrecken: "Und das ist auch gut so!".

    Carter, nix besseres eingefallen? Der hat von der NO-Problematik soviel Peilung wie Eskimos vom Wüstensand.
  9. #98

    die sog.

    palästinenser hätten doch nach dem WK 2 ihren staat haben können... haben sie doch abgelehnt, weil sie damals wie heute ein existenzrecht israels im grunde ablehnen... sie habens doch selbst verkackt...
    dass israel die im laufe von mehreren kriegen besetzten und/oder annektierten gebiete besiedelt hat, tja... kann drüber meckern... aber so läuft das spiel seit tausenden von jahren nunmal... immerhin waren das durchgängig verteidigungskriege...

    das ganze erinnert mich ein wenig an "De Fischer un sine Fru"... vielleicht sollten die araber, die sich unter dem begriff palästinenser verstehen, einfach mal von ihren maximalforderungen abkommen und ruhe einkehren lassen... dann hätte das längst geklappt...

    wenn mein nachbar die ganze zeit versuchen würde, mich umzulegen, würde ich auch den daumen drauf halten...
  10. #99

    "der Wahrheit am nächsten"

    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    Kurz und bündig und der Wahrheit am nächsten.
    Das ist keineswegs die Wahrheit, sondern ein Propaganda-Märchen. Laut Geschichtsschreibung der Sieger wurde Israel durch den UN-Teilungsbeschluß vom 29. November 1947 die Geburtsurkunde und damit Legitimität verliehen.

    - Die UN hatte keinerlei Recht, ohne die Zustimmung der Mehrheit der Palästinenser über eine Teilung Palästinas zu entscheiden, oder Teile seines Territoriums einer Minderheit von fremden, eingewanderten Immigranten zuzuweisen, damit diese einen eigenen Staat etablieren können.

    - Trotzdem, mit der denkbar knappsten Mehrheit verabschiedete die UN Generalversammlung eine Resolution, um Palästina zu teilen und zwei Staaten zu schaffen - einen arabischen und einen israelischen - ohne Einbindung Jerusalems.

    - Aber die Resolution der UN Generalversammlung war nur ein Vorschlag - das heißt, sie würde keine Bindung haben, kein Verfahren vorgeben - bis zu einem Beschluß des UN Sicherheitsrates.

    Die Wahrheit ist, daß der Teilungs-Vorschlag der UN Generalversammlung nie dem UN Sicherheitsrat zur Beratung vorgelegt wurde. Warum nicht? Weil die US Regierung wußte, daß, wenn zugestimmt würde, die Teilung angesichts der muslimisch/arabischen Opposition nur mit massiver Gewalt durchgesetzt werden könnte. Und US Präsident Truman war nicht gewillt, die Teilung Palästinas mit Gewalt durchzusetzen.

    Folglich wurde der Teilungsplan nichtig und die Frage, was mit Palästina zu geschehen habe - nachdem die Briten ein Fiasko daraus gemacht und es de facto zionistischem Terror überlassen hatten - wurde zur weiteren Beratung an die Generalversammlung zurückgereicht.

    Die bevorzugte und von den USA vorgeschlagene Option war eine vorübergehende UN Treuhandverwaltung. Während die UN Generalversammlung debattierte, wie weiter zu verfahren sei, erklärte Israel einseitig die Staatsgründung - unter Mißachtung des Willens der internationalen Völkergemeinschaft, inklusive der Truman-Administration.








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