Uno: Syriens Regime entgleitet die Macht

APDie Rebellen haben den Bürgerkrieg in Syriens Hauptstadt Damaskus getragen, dort tobt ein verbissener Kampf um einzelne Stadtviertel. Zehntausende flüchten aus dem Land, darunter zunehmend Militärs. Die Uno verlängert ein letztes Mal ihre Beobachtermission.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845566,00.html
  1. #1

    In die Zukunft schauen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Uno verlängert ein letztes Mal ihre Beobachtermission.

    Syrien: Uno-Sicherheitsrat verlängert Beobachtermission einstimmig - SPIEGEL ONLINE
    Woher weiß man, daß die Mission zum letzten Mal verlängert wurde? Und: was geschieht, wenn die sog. "Rebellen" während des Ramadan - also in den nächsten 30 Tagen - keinen Erfolg haben (was nebenbei den Syrern auch zu wünschen wäre)?
  2. #2

    Dann lassen wir uns mal überraschen,

    wo Assad seinen Abgang 'inszeniert'.

    Wird er Erdloch und Kanalrohr toppen können?
  3. #3

    Russland und China sollten Reparationen zahlen

    Da Russland und China das kriminelle Assad-Regime unterstützen und beim Massenmord helfen (Waffenlieferungen, Berater) und Hilfe unterlassen, sogar verhindern (unbegründetes Veto im Sicherheitsrat) sollte die künftige Regierung Reparationen und Schadensersatz verlangen. Bei 50.000 Toten und 100.000 € pro Person kämen so 5 Milliarden € zusammen.
  4. #4

    Jetzt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rebellen haben den Bürgerkrieg in Syriens Hauptstadt Damaskus getragen, dort tobt ein verbissener Kampf um einzelne Stadtviertel. Zehntausende flüchten aus dem Land, darunter zunehmend Militärs. Die Uno verlängert ein letztes Mal ihre Beobachtermission.

    Syrien: Uno-Sicherheitsrat verlängert Beobachtermission einstimmig - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt findet dieser 40-jährige Schrecken ohne Ende hoffentlich doch noch ein Ende
  5. #5

    Um wen geht es in Syrien eigentlich

    Wenn ich den Kommentar aus China höre, dreht sich mir einfach nur noch der Magen um. Chinas hören doch immer nur Arroganz, wenn es nicht so geht wie sie das gerne hätten. Ob es hier um die, zunächst friedlichen, Demonstranten geht, die ganz plötzlich zur Waffen greifen, weil Assad sie von Hausdächern aus hat massakrieren lassen. Oder um Besuche des Dhalei Lamas, wie ganz schnell behauptet wird, dass ja auch die Bevölkerung des besuchten Landes gegen den Besuch sei. Unbeweglich ist nicht nur der Westen meine Herren Diktatoren aus Peking. Und an Arroganz mangelt es der chinesischen Führung beim besten Willen auch nicht.
    Sehen wir mal davon ab, dass wegen der Betonköpfe im Sicherheitsrat in Syrien immer mehr Menschen sterben. Aber das geht den Regierungen hier wie da scheinbar am Allerwertesten vorbei.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rebellen haben den Bürgerkrieg in Syriens Hauptstadt Damaskus getragen, dort tobt ein verbissener Kampf um einzelne Stadtviertel. Zehntausende flüchten aus dem Land, darunter zunehmend Militärs. Die Uno verlängert ein letztes Mal ihre Beobachtermission.

    Syrien: Uno-Sicherheitsrat verlängert Beobachtermission einstimmig - SPIEGEL ONLINE
    das halte ich zwar noch etwas für verfrüht, aber die aktionen der regierung sprechen bände :

    sie hat auf die attacke der rebellen in damaskus völlig panisch und kopflos reagiert und beginnt nun, truppen von den grenzen abzuziehen und in die hauptstadt zu verlegen, als folge dessen werden mehrere der grenzposten von aufständischen überrannt

    woh laus diesem grund hat die irakische regierung truppen an die grenze geschickt

    sie erobert einen distrikt zurück, nachdem sie ihn tagelang mit artillerie beschossen haben. scheint eine taktik der regierungstruppen zu sein: feindliche stellungen beschießen, dann mit truppen einrücken. vor dem hintergrund ist der rückzug der rebellen aus midan zu verstehen.

    beide seiten verlegen kräfte in die stadt. und suchen die entscheidung.

    es zeigt sich aber, das die armee trotz ihrer immer noch vorhandenen stärke zunehmend probleme bekommt, an mehreren fronten gleichzeitig zu kämpfen.

    die nachbarländer sollten sich schon mal drauf vorbereiten, flüchtlingslager aufzubauen.
  7. #7

    Ein letztes Mal?? Churkin lächelt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rebellen haben den Bürgerkrieg in Syriens Hauptstadt Damaskus getragen, .. Die Uno verlängert ein letztes Mal ihre Beobachtermission.

    Syrien: Uno-Sicherheitsrat verlängert Beobachtermission einstimmig - SPIEGEL ONLINE
    Ein Wortsieg, den Susan Rice als Erfolg verbucht, der russische UN- Delegierte aber nur mit einem Lächeln beantwortet hat.

    Sie finden die entsprechenden Pressestatements in wenigen Stunden unter Welcome to the United Nations: It's Your World

    vermutlich unter

    UN Live United Nations Webcast

    Warum veröffentlicht Spiegel- Online nicht den Text der Erklärung?

    Das Entscheidende: Der Annan- Plan bleibt wirksam, es muss der Dialog von beiden Seiten geführt werden, jede Partei muss einen Sprecher (Interlocutor) benennen, Assad hat bereits einen namen genannt.

    Nur die Opposition muss sich einigen.

    Die Grundforderung nach wie vor: beide Seiten müssen die Waffen niederlegen.
  8. #8

    China hat Recht!

    - Der Entwurf sei nicht ausgewogen gewesen, weil er keinen Druck auf die "immer gewalttätigere Opposition" enthalten habe.-
    Dieser Satz sagt Alles! Warum haben die westlichen Staaten in den Resolutionsentwurf nicht auch Sanktionen fuer die syrischen "Rebellen" angedroht, wenn sie sich nicht
    an die Resolution der UN halten wuerden!!?? Warum Nicht?? Es haette gestern die Chance gegeben, eine UN-Resolution zu erreichen, die man so robust haette ausstatten koennen, um den sinnlosen Toeten in Syrien ein Ende zu setzen!! Aber nein, die westlichen Mitglieder im UN
    Sicherheitsrat wollten nur eine Verurteilung Assads und einen Freifahrtschein fuer die "Rebellen"!! Das da Russland und China nein gesagt haben, ist vollkommen Richtig!!
  9. #9

    Auf dem Rücken der Weltpolitik:

    Es wäre zu einfach die Formel auszugeben: Die Vetomächte China und Russland sind allmächtig.
    China einerseits ist größter Gläubiger der USA, so dass der Dollar in Gefahr sein könnte. Andererseits hat sich Russland zum größten Rohstofflieferanten der EU entwickelt(Gas, Erden etc.), so dass von dieser Seite ebenso Gefahr im Verzuge ist.
    Insofern müssen sich die demokratischen Republiken des Westens als zahnlose Gebilde entpuppen.
    Was sagt uns die Geschichte: Tunesien, Lybien und Ägypten waren infiltriert von starken westlichen 5. Kolonnen, ansonsten wäre das militärische Eingreifen wahrscheinlich ausgeblieben. Ergebnis davon: Islamistisch orientierte Staatsgebilde.
    In Syrien hat wohl Russland wegen seines Hafens und insofern einzigem direktem Zugang zum Mittelmeer extrem starke Interessen: Und betrachtet man die Geschichte Russlands, so hat ein einzelnes Menschenleben im Sinne des Staates noch nie einen wie auch immer gearteten Wert gehabt.
    China blockiert ebenso auf Grund seiner jüngsten Vergangenheit den Weg weg von der Diktatur: Oder sollte es sich selbst be(z)(r)ichtigen? Es gibt bislang keine Welle rückwärts vomTian’namen Platz, weder geistig noch verbal.
    Wirtschaftliche Abhängigkeiten diktieren das Weltgeschehen, frei nach dem Motto: Geld regiert die Welt.
    Demokratisch erwirkte geistige Werte sind Papiertiger, die nur stark werden können, wenn Menschen für sie streiten.
    China produziert die meisten Verbrauchsgüter für den Westen und die Westler sitzen ohne Arbeit zu Hause. Russland liefert uns Gas und Bodenschätze:
    Es wäre zu einfach die Forderung aufzustellen: Leute kauft mehr europäische Produkte bzw. stellt euch auf europäische, wiedererneuerbare Energie um. Konsumiert weniger, weil‘s teurer ist.
    Aber es geht in die Richtung. Nicht von heute auf morgen. Und es sei noch vermerkt, dass es möglicherweise russische oder chinesische Eigentümer sein werden, von denen unter bekanntem Namen gekauft werden wird.
    Zurück zu Syrien: Längst gestaltet sich die Auseinandersetzung zwischen Assad und seinen Kontrahenten als Satrapenstreit. Der Einfluß der chinesischen und russischen Präsenz scheint außerordentlich in Gefahr, sonst würde man der Weltöffentlichkeit nicht in dieser Weise trotzen. Dabei: Unsere Diplomatie plustert sich auf, balzt wie ein geiler Truthahn mit verschlossenen Augen: Aber unsere Geheimdienste wissen mehr; nur macht niemand das Maul auf, um den Menschen zu sagen, was sich dort wirklich zuträgt.
    Ändern wird sich ohne Wissen nichts.
    PS Nur sollte der Herr Bundeskanzler a.D. Schröder sich zu keiner politisch gearteten Frage mehr äußern, weder hier noch sonst wo.