... ohne große Wiederworte, das ist bemerkenswert. Frühchen zu retten wird hier in Frage gestellt. Dafür gibt es sicherlich Gründe. Auch wir haben ein Baby verloren, allerdings nach 9 Monaten Schwangerschaft und 2 Tagen Leben, wegen eines Herzfehlers. Daran hat man sehr lange zu knabbern. Rational war es vielleicht auch das Beste, selbst ein Herz-Transplantation hätte das Leben vielleicht noch maximal weitere 20 Jahre nur mit vielen Komplikationen und Einschränkungen möglich gemacht. Das ist bei vielen Ultra-Frühchen ja nicht anders. Trotzdem ist man emotional immer beim Kind und will es am Leben erhalten.
Wenn man aber überzogene Medizin bei Steinalten (Hüftgelenke für 85-jährige, die noch 20 Jahre halten sollen) kritisiert, wird man ganz anders bekämpft. Beide Fragestellungen sind aber durchaus berechtigt. Man muss Leben und Sterben akzeptieren. Das fällt vielen Leuten schwer und hat mit der Angst vor dem Danach zu tun in einer Welt schwindender Religiosität.
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