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Uno-Report: Hohe Sterblichkeit bei Frühchen

APDie Zahl steigt, weltweit: Über eine Millionen Frühchen sterben jedes Jahr, wie der erste Frühgeborenen-Report der Vereinten Nationen offenbart. Auch entwickelte Länder wie Deutschland oder die USA schneiden dabei nicht immer gut ab. 75 Prozent der Kinder könnten überleben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...830976,00.html
  1. #10

    ... ohne große Wiederworte, das ist bemerkenswert. Frühchen zu retten wird hier in Frage gestellt. Dafür gibt es sicherlich Gründe. Auch wir haben ein Baby verloren, allerdings nach 9 Monaten Schwangerschaft und 2 Tagen Leben, wegen eines Herzfehlers. Daran hat man sehr lange zu knabbern. Rational war es vielleicht auch das Beste, selbst ein Herz-Transplantation hätte das Leben vielleicht noch maximal weitere 20 Jahre nur mit vielen Komplikationen und Einschränkungen möglich gemacht. Das ist bei vielen Ultra-Frühchen ja nicht anders. Trotzdem ist man emotional immer beim Kind und will es am Leben erhalten.
    Wenn man aber überzogene Medizin bei Steinalten (Hüftgelenke für 85-jährige, die noch 20 Jahre halten sollen) kritisiert, wird man ganz anders bekämpft. Beide Fragestellungen sind aber durchaus berechtigt. Man muss Leben und Sterben akzeptieren. Das fällt vielen Leuten schwer und hat mit der Angst vor dem Danach zu tun in einer Welt schwindender Religiosität.
  2. #11

    (Bis zur Wende hat man in der DDR lebensfrisch geborene Kinder unter 1.500g zumeist einfach in den Müll geworfen und als "Fehlgeburt" deklariert. Das führte dann zu formal-statistisch extrem beindruckender "positiven Frühgeborenensterblichkeit" - das DDR_Regime hatte so extrem geringe behandlungskosten und konnte sich fälschlich als "extrem fortschrittlich" in der Säuglingsterblichkeit präsentieren. ) stand bestimmt mal in der B-Z.

    Ja,ja- die DDR. Böse, böse! Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass in der bösen DDR die Frauen ihre Kinder etwas früher bekommen haben, nämlich in einem Alter, in dem die Mutter Natur das vorgesehen hat!
    Kein Betrieb in der bösen DDR hat seine Schwangeren gemobbt, so das sie selbst das Handtuch warfen und kündigten.
    In dieser gelobten Bundesrepublik können doch nur Reiche oder Verbeamtete Frauen eine einigermassen sorgenfreie Schwangerschaft haben! Aber die warten ja dann bis kurz vor Uhrenstillstand. Bis dahin hat man alles mitgenommen- man will ja was vom Leben haben! Und dann braucht Frau unbedingt noch ein Kind! Koste es was es wolle!

    In der böösen DDR gab es Hebammen, die sich nicht gege Kunstfehler versichern mussten- und es gab genug! Es gab Vorsorgeuntersuchungen noch und nöcher. Meine Frau hat oft gemeckert.
    Wer den Artikel gelesen hat ist bestimmt über Weissrussland gestolpert.
    4.1- halb soviel wie Wir?? Jetzt wieder in den oberen Absatz und nur DDR durch Weissrussland ersetzen! Passt doch!
  3. #12

    nverständlich

    Manchmal scheint mir unsere Welt schon recht wiedersinnig.
    Zum einem stellt sich immer die Frage,ob denn auch alles was
    machbar ist,auch gemacht werden soll.In Anbe´tracht der Eltern würde ich dieses hier jedoch bejahen.Schizophren erscheint es mir jedoch,bei Frühgeburten,unter erheblichem Einsatz von materiellen Mittel alles zu versuchen ,um Leben zu erhalten.Jedoch bei den vielen Abtreibungen ,viele Frauen im regen stehen zu lassen.Die sich ganz sicher anders entscheiden würden,wenn die Gesellschaft ,ihnen hilfreich unter die Arme greifen würde.
    Es macht mich nachdenklich,dass der freie Wille und die unantastbarkeit des Lebens,verschieden interpretiert wird.
  4. #13

    optional

    casbavaria: haette es mich getroffen, ich haette in einem so fruehen Stadium der Schwangerschaft den Abgang als 'natuerliche Selektion' empfunden.

    Sind Sie sich da sicher? Ich habe eine Fehlgeburt im 5. Monat gehabt, ein kleines Maedchen, was fuer ein paar Stunden ueberlebt hatte. Ich haette damals einiges dafuer gegeben, wenn ich meine Tochter haette aufziehen koennen.
  5. #14

    Sie sollten sich mal fragen...

    Zitat von jack_the_flipper2 Beitrag anzeigen
    =D wie intelligent, wie intelligent. Witziger weise wir in dem ganzen Artikel unter vielem anderen kein Wort darüber verloren, dass es bei steigender Anzahl an Geburten auch eine steigende Anzahl an Frühchen geben muss. Diese frühchen, die natürlicherweise annähernd null.....
    ...was die Natur bei Ihnen vorgesehen hat, wenn sie z.B. eine Blinddarmentzündung erleiden, sich das Bein brechen oder einen Illeus haben...
    Diese ganzen Operationen, also natürlich ist das nicht!
  6. #15

    Zitat von Deep Thought Beitrag anzeigen
    Zitat aus dem Artikel:
    Ich habe das pdf mal kurz überlogen.
    War das Absicht oder ist es, wie soll man das nennen, ein Freud'scher Verschreiber?
  7. #16

    Zitat von jack_the_flipper2 Beitrag anzeigen
    Diese frühchen, die natürlicherweise annähernd null Überlegenschancen hätten werden dann hochgepäppelt und überleben meistens doch noch irgendwie. Natürlich ist das nicht...
    Hätte man Ihnen in Ihrem bisherigen Leben Antibiotika und Tetanusimpfungen verweigert, wären Ihre Überlebenschancen vielleicht ebenfalls annähernd null gewesen und niemand müsste nun Ihren unüberlegten und oberflächlichen Durchfall lesen. Aber Ihre Eltern haben sich ja glücklicherweise für Sie eingesetzt. Das ist eben natürlich. Fairerweise können Sie im Alter ja dann auf Ihre medizinische Versorgung verzichten, stimmts!? Oder legen Sie dann andere Maßstäbe an?
    Gute Nacht!
  8. #17

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zahl steigt, weltweit: Über eine Millionen Frühchen sterben jedes Jahr, wie der erste Frühgeborenen-Report der Vereinten Nationen offenbart. Auch entwickelte Länder wie Deutschland oder die USA schneiden dabei nicht immer gut ab. 75 Prozent der Kinder könnten überleben.

    Frühchen: Mehr als eine Million Kinder sterben jedes Jahr laut Uno-Studie - SPIEGEL ONLINE
    "Alle Neugeborenen sind verletzlich" aber anscheinend reicht das nicht aus um religiös motivierte Verletzungen von Neugeborenen zu verbieten, obwohl es gegen ein Menschenrecht verstößt. Im Anbetracht der Haltung der UNO gegenüber Beschneidungen ist diese Aussage einfach nur heuchlerisch.
  9. #18

    @granitfindling

    ..dem kann ich nur zustimmen, Ärzte spielen viel zu oft Gott, ohne akzeptieren zu wollen, dass Leben und Sterben manchmal eben sehr nah beinander liegen! Und das trifft m.E. genauso auf Frühchen mit 350g Geburtsgewicht zu wie auf 85-jährige, denen man eine neue Hüfte spendiert oder ein neues Herz, oder Komapatienten, die gegen den Willen der Angehörigen "am leben" gehalten werden. In Zeiten der immens steigenden Gesundheitskosten wird man sich mit solchen Auswüchsen beschäftigen müssen und künftig eben akzeptieren müssen, dass vielleicht nicht alles medizinisch machbare sinnvoll und fianzierbar ist.
  10. #19

    Kommentar als Frühchenmutter

    Es wäre wirklich schön, wenn sich bei solchen Themen die Menschen raushalten würden, die nicht selbst betroffen sind und davon rundheraus oder auch schlichtweg keine Ahnung haben.








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