Herr Röttgen war schnell in den fachlichen Themen des BMU angekommen und hat die Sachlage gut verstanden.
Ein Umweltminister sollte seine Aufgabe aber so ernst nehmen, dass er entweder als Kandidat für andere Aufgaben das Amt weitergibt oder sich nicht als Kandidat für andere Aufgaben aufstellen lässt.
Ich möchte im BMU jemanden haben, der zu diesem Amt STEHT. Das hat Herr Röttgen m.E. nicht ausgezeichnet.
Insofern hat Frau Merkel - ihr sei ein Interesse am Gelingen einer Energiewende unterstellt - konsequent im Interesse der Sache gehandelt.
Abgesehen davon eine Bemerkung zu vielen Presseberichten mit dem Inhalt: Röttgen habe die Energiewende nach einem Jahr nicht vorangebracht. Das ist grober Unfug - eine Energiewende ist eine Aufgabe, die mehrere Jahrzehnte in Anspruch nimmt. Sie ist unter Helmut Schmidt mit dem Stromeinspeisegesetz begonnen worden und unter verschiedenfarbigen Regierungen mehr oder weniger gut weitergeführt worden. Da sind Altlasten produziert werden, die Herr Röttgen niemals in einem Jahr auch nur annähernd hätte wegschaffen können.

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