Forum


 

Universität Fukushima: "Ich will glauben, dass es hier sicher ist"

SPIEGEL ONLINEDie Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...817237,00.html
  1. #20

    ......

    Zitat von Epimetheu$ Beitrag anzeigen
    Diese Daten sind ja gut und schön spiegeln die Komplexität des Problems aber nicht wider. Damm bricht -> 1000 Tot, Arbeiter fällt vom Dach des Hauses auf dem er eine Solaranlage installiert -> 1 Tot. Der kausale Zusammenhang ist leicht herzustellen. Bleiben Kohle und Nukularenergie. Hier wirds schon schwieriger. Ohne jetzt die Datengrundlage zu kennen auf der ....
    Wenn man diese Werte für Tschernobyl ausrechnet kommt man dort auf folgende Zahlen:
    262 Tote je TWH nach den Greenpeace schätzungen (Die extrem übertrieben sind und 28 Tote je TWH nach den Unscar zahlen....
    Fazit: Jedes einzelne Kohlekraftwerk in China ist ein kleines Tschernobyl wärend sein Betriebes und jede Woche geht ein zusätzliches ans Netz.
  2. #21

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Wenn man diese Werte für Tschernobyl ausrechnet kommt man dort auf folgende Zahlen:
    262 Tote je TWH nach den Greenpeace schätzungen (Die extrem übertrieben sind und 28 Tote je TWH nach den Unscar zahlen....
    Fazit: Jedes einzelne Kohlekraftwerk in China ist ein kleines Tschernobyl wärend sein Betriebes und jede Woche geht ein zusätzliches ans Netz.
    Na ja, den Leuten ist das aber egal, wieviele tausend Menschen in China im Kohlebergbau sterben. Denn dadurch fühlen sie sich ja nicht selber gefährdet.


    Durch Todesstrahlen aus Japan aber schon.

    Und das obwohl selbst in Japan noch niemand an der Strahlung dieses größten Mega-GAU's und schlimmsten Katastrophe aller Zeiten, gestorben ist.
  3. #22

    Zitat von weninteressiertdas Beitrag anzeigen
    hm, woher wissen sie denn, dass diese daten die komplexität nicht widerspiegeln? ich geb ihnen insofern recht, als auch ich gern eine quelle gehabt hätte, dann könnte man sich ein bild machen wie diese zahlen entstanden sind.
    komisch finde ich immer wieder wie, sobald es um kernenergie geht, von verheimlichen und vertuschen gesprochen wird. das scheint ein reflex zu sein.
    Ich gebe zu das dieser Satz etwas...äh...tendenziös ist. Allerdings ist es auch nicht schwer diese Verschwörungsgedanken in das Vorgehen der Regierungen/Unternehmen dieser Welt hineinzuinterpretieren. Alleine das Merkel den Atomausstieg aus unerfindlichen Gründen rückgängig machen wollte. Mich erinnert das alles so ein bischen an das absolute Rauchverbot, allerdings nicht in Bierzelten. Manchmal fällt es schwer in dem Allem keine Lobbyisten zu sehen...sicherlich auch (aber nur selten :-) ) zu Unrecht.
  4. #23

    Achja ...

    Zitat von Epimetheu$ Beitrag anzeigen
    Alleine das Merkel den Atomausstieg aus unerfindlichen Gründen rückgängig machen wollte.
    das war doch klar von der Union vor der Wahl 2009 geäußert worden, daß sie den Ausstieg aus der Kernenergie in Frage stellen will. Und als Ersatz für die Brennelementesteuer, die wegen der "Finanzkrise" (eigentlich Geldkrise), gab es Laufzeitverlängerungen. Diese sind jetzt Geschichte - und die Brennelementesteuer ist vielleicht auch vor dem Aus.

    Von daher war es gar nicht unerfindlich, was die Koalition gemacht hat. Der überstürzte Ausstieg im März 2011 hingegen schon.
  5. #24

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Na ja, den Leuten ist das aber egal, wieviele tausend Menschen in China im Kohlebergbau sterben. Denn dadurch fühlen sie sich ja nicht selber gefährdet.


    Durch Todesstrahlen aus Japan aber schon.

    Und das obwohl selbst in Japan noch niemand an der Strahlung dieses größten Mega-GAU's und schlimmsten Katastrophe aller Zeiten, gestorben ist.
    Klar, natürlich ist angeblich niemand gestorben. Komisch nur, dass Tepco selbst den Tod von Arbeitern bestätigt hat. Aber das wird von verstrahlten Befürwortern natürlich gern unterschlagen. Ebenso negieren sie vollends die Langzeitwirkung radioaktiver Strahlung, muss wohl an der kurzsichtigen Denkweise ebenjener liegen, dass sie so ignorant sind.
  6. #25

    ...

    Zitat von dr.joe.66 Beitrag anzeigen
    Ich bin Ingenieur und Wissenschaftler.
    Hm. Wirklich?

    Zitat von dr.joe.66 Beitrag anzeigen
    Ein GAU passiert nur etwa alle 100.000 Jahre.
    Das stimmt so nicht. Die Wahrscheinlichkeit für einen GAU ist für jedes KKW anders. Für ein KKW was an einer Stelle steht welche 1 mal in 100 Jahren völlig überflutet wird ist die Wahrscheinlichkeit größer als bei einem baugleichen an einem anderen Ort.
    Weitere Unterschiede ergeben sich aus der Bauweise. Und die möglichen Auswirkungen eines GAU sind deutlich verschieden.

    Zitat von dr.joe.66 Beitrag anzeigen
    Diese "Berechnung" bezieht sich aber nur auf technische Ausfälle und Pannen, schließt also menschliches Versagen durch die Kontrollmannschaft ebenso aus wie Sabotage, Terrorangriffe, oder äußere Effekte wie Naturkatastrophen oder Flugzeugabstürze.
    Bei PSA enthalten außer Terror (wie?) und Flugzeuge.

    Zitat von dr.joe.66 Beitrag anzeigen
    Als Natur-Wissenschaftler soll man ja seine Theorien immer empirisch überprüfen
    Was hier nicht anwendbar ist da sich die Technik entwickelt. Selbst mit Ihrem Ansatz funktioniert es nicht da in den 60er Jahren weniger KKW in Betrieb waren.
  7. #26

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Klar, natürlich ist angeblich niemand gestorben. Komisch nur, dass Tepco selbst den Tod von Arbeitern bestätigt hat. Aber das wird von verstrahlten Befürwortern natürlich gern unterschlagen. Ebenso negieren sie vollends die Langzeitwirkung radioaktiver Strahlung, muss wohl an der kurzsichtigen Denkweise ebenjener liegen, dass sie so ignorant sind.
    Tepco hat Strahlentote unter den Arbeitern bestätigt?

    Da bitte ich doch dann um einen Link.

    Ich nehme aber eher an, dass Sie nur nicht richtig gelesen haben worum es geht. 2 Arbeiter in Fukushima wurden durch den Tsunami getötet, aber nicht durch Strahlung

    Die Langzeitfolgen werden sicher spürbar sein. In 30 Jahren werden schon einige der Überlebenden gestorben sein, in 60 Jahren der größte Teil und in 90 Jahren wird die Katastrophe auch die letzten, heute noch lebenden Foristen dahingerafft haben. Es ist das nackte Grauen.
  8. #27

    *seufz

    Zitat von omega84 Beitrag anzeigen
    Die Strahlungswerte sind nicht mehr als ein milder Indikator dafür, ob strahlende Partikel in der Nähe sind. Eine staubkorngroße Menge CS-137, und man hat eine 99% Chance an Krebs zu erkranken. Jeder wirkliche Experte weiß das auch, aber anscheinend nicht die Physiker der SPON Redaktion (als ob es sowas gäbe).
    tja, mein erster kommentar dazu blieb wohl am spamfilter (redakteur) hängen.

    also noch mal ne kurze überschlagsrechnung zu ihrer behauptung.

    ein staubkorn von 20µm durchmesser hat ein volumen von etwa 4,2*10^-9 cm³. bei einer dichte von etwa 1,9 g/cm³ ergibt sich damit etwa 8*10^-9g. bei einer massenzahl von 137 (genauer 136) ergibt sich damit etwa 5,9*10^-11 mol Cs-137.
    daraus ergeben sich dann etwa 3,5*10^13 Atome Cs. diese haben eine aktivität von etwa 26000 Bq. nach einer faustformel machen inkorporierte 80000 Bq Cs-137 etwa 1mSv zusätzliche strahlenbelastung aus. 26000Bq machen also etwa 0,33 mSv aus.
    hier könnte ich schon mal aufhören, davon bekommt niemand krebs, geschweige denn mit 99% wahrscheinlichkeit.
    und wie ein mitforist hier schon erwähnte, sie werden mühe haben ein staubkorn zu finden dass reines Cs-137 enthält.
  9. #28

    ........

    Zitat von weninteressiertdas Beitrag anzeigen
    tja, mein erster kommentar dazu blieb wohl am spamfilter (redakteur) hängen.

    also noch mal ne kurze überschlagsrechnung zu ihrer behauptung.

    ein staubkorn von 20µm durchmesser hat ein volumen von etwa 4,2*10^-9 cm³. bei einer dichte von etwa 1,9 g/cm³ ergibt sich damit etwa 8*10^-9g. bei einer massenzahl von 137 (genauer 136) ergibt sich damit etwa 5,9*10^-11 mol Cs-137.
    daraus ergeben sich dann etwa 3,5*10^13 Atome Cs. diese haben eine aktivität von etwa 26000 Bq. nach einer faustformel machen inkorporierte 80000 Bq Cs-137 etwa 1mSv zusätzliche strahlenbelastung aus. 26000Bq machen also etwa 0,33 mSv aus.
    hier könnte ich schon mal aufhören, davon bekommt niemand krebs, geschweige denn mit 99% wahrscheinlichkeit.
    und wie ein mitforist hier schon erwähnte, sie werden mühe haben ein staubkorn zu finden dass reines Cs-137 enthält.
    Genau, vielen ist die große Angskeule wichtiger als die Nutzung von Kopf und Taschenrechner ;-)

    In der aktuellen Zeit ist ein intressanter 2-Seitiger Artikel über den Stand in Fukushima abgedruckt.

    Deren Fazit, die Apokalypse ist ausgeblieben.

    An Land wurden ca. 5,5% Cäsium im Vergleich zu Tschernobyl freigesetzt, kein Plutonium und kein Strontium!

    Mit nennenswerten Strahlenschäden ist nicht zu rechnen da rechtzeitig evakuiert wurde und die Messungen der Bevölkerung nur eine geringe Belastung ergibt.

    Die Dekontamination der bewohnten Gebiete kommt voran und nur 80 km² sind so stark belastet das sie erstmal nicht bewohnbar sein werden. Das entspricht einem Quadrat von 9 x 9 km..... Kann man mit dem Fahrad in 2h umrunden....
  10. #29

    Entschädigung nach Supergau

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    ...
    Mit nennenswerten Strahlenschäden ist nicht zu rechnen da rechtzeitig evakuiert wurde und die Messungen der Bevölkerung nur eine geringe Belastung ergibt.

    Die Dekontamination der bewohnten Gebiete kommt voran und nur 80 km² sind so stark belastet das sie erstmal nicht bewohnbar sein werden. Das entspricht einem Quadrat von 9 x 9 km..... Kann man mit dem Fahrad in 2h umrunden....
    Die mehr als 60 000 Japaner, die in den Notunterkünften hausen, sehen das ganz anders.
    Auf angemessene Entschädigung warten sie auch noch, ein Jahr nach der Katastrophe.


TOP



TOP